Sunday, Feb 01, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite gesellschaft Kelten-Goldschatz gesto...

Kelten-Goldschatz gestohlen: Ankläger wollen für Gold-Diebstahl bis zwölf Jahre Haft

2025-07-09
In gesellschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Wenn das Pflegeheim plötzlich teurer wird: Was erlaubt ist und was nicht

Gründer der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt: Berliner Entertainment-Legende Holger Klotzbach ist tot

Im Prozess um den Diebstahl eines keltischen Goldschatzes aus einem Museum in Oberbayern hat die Staatsanwaltschaft für die vier Angeklagten langjährige Haftstrafen verlangt. Für den mutmaßlichen Haupttäter, einen 48-Jährigen aus Plate bei Schwerin, verlangte Staatsanwältin Sophie Sutor zwölf Jahre Gefängnis. Für die drei Mitbeschuldigten forderte sie zwischen sechseinhalb und zehn Jahre Haft wegen schweren Bandendiebstahls und anderer Straftaten.

In dem Verfahren vor dem Landgericht Ingolstadt sind drei Männer aus dem Raum Schwerin und ein Verdächtiger aus Berlin angeklagt. Das Quartett soll im November 2022 bei einem nächtlichen Einbruch den 2.100 Jahre alten Schatz aus dem Kelten Römer Museum in Manching bei Ingolstadt gestohlen haben. Binnen neun Minuten waren mehr als 3,7 Kilo Gold, 483 Münzen und ein größerer Goldklumpen, aus einer Bodenvitrine des Archäologiemuseums verschwunden.

Die vier Beschuldigten, die seit etwa zwei Jahren in Untersuchungshaft sitzen, haben bisher zu den Vorwürfen geschwiegen. Mitte Juli sollen an zwei weiteren Verhandlungstagen die Verteidiger ihre Plädoyers halten. Am 29. Juli ist dann die Urteilsverkündung geplant. Das Gerichtsverfahren läuft seit rund einem halben Jahr.

Sicherheitstechnik des Museums war mangelhaft

Der Wert der 1999 bei Ausgrabungen in Manching entdeckten historischen Sammlung wird von den Ermittlern mit eineinhalb Millionen Euro beziffert. Wissenschaftler betonen, dass der Wert letztlich aufgrund der Einmaligkeit des Schatzes nicht zu beziffern ist. Es handelt sich um den größten keltischen Goldfund des 20. Jahrhunderts.

Der Verbleib des größten Teils der Beute ist bis heute unklar. Die Tat wurde begünstigt, weil die Sicherheitstechnik des Museums teils nicht richtig installiert und teils sogar defekt war. Eine Alarmleitung zur Polizei war aus Kostengründen abgeschaltet worden.

Staatsanwältin Sutor sagte, dass die vier Angeklagten nach rund 30 Verhandlungstagen eindeutig überführt seien. Sie warf dem Quartett vor, gemeinsam als Bande über Jahre hinweg quer durch Deutschland und in Österreich Einbrüche begangen zu haben. Tatorte seien ansonsten Supermärkte, Tankstellen oder Zulassungsstellen beispielsweise in Hessen, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg gewesen. Ziel sei gewesen, Geldautomaten oder Tresore aufzubrechen. In manchen Fällen brachen die Täter ab und flüchteten ohne Beute, weil Zeugen auftauchten.

Staatsanwältin sieht zahlreiche Indizien gegen Angeklagte

Die Staatsanwältin führte aus, dass bei den Einbrüchen die Täter immer wieder identisch vorgegangen seien. Es seien Internet- und Telefonleitungen gekappt und mit Löschpulver aus Feuerlöschern Spuren vernichtet worden. Für die Taten seien immer wieder von Beschuldigten Mietwagen geliehen worden.

Es sei auch immer das gleiche Einbruchswerkzeug verwendet worden. Bei Durchsuchungen der Wohnungen der Angeklagten sei entsprechendes Material sichergestellt worden, zudem sei an den Tatorten DNA von Angeklagten gefunden worden. „Der Tatnachweis ist ein zusammengesetztes Mosaik“, meinte Sutor zu den Indizien.

Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft den 44 bis 52 Jahre alten Männern 20 Einzeltaten vor. Weitere ursprünglich ebenfalls angeklagte Fälle waren in dem Prozess eingestellt worden, um das komplexe Verfahren etwas zu entschlacken.

© dpa-infocom, dpa:250708-930-770218/3

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

2026-01-25

Jeder einmal auf dem Mond! Heinz Bolten-Baeckers muss Hellseher gewesen sein, als er das Versprechen...

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

2026-01-25

Der Grabstein, den ihm „seine Freunde“ gewidmet haben, würdigt ihn in großen Lettern als Kammergeric...

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

2026-01-25

Am 23. Januar 2026 ist der Impresario Holger Klotzbach nach schwerer Krankheit in Berlin gestorben. ...

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

2026-01-25

Die Musik ist zäh und langsam, fast schon einschläfernd. Im Normalfall ist eine solche Beschreibung ...

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

2026-01-25

Die 90. Grüne Woche geht in ihr letztes Wochenende. Heute und am Sonntag werden zum Abschluss der ze...

Nächster Beitrag
Pflege in Berlin: Senatorin: Pflege in Berlin ist eine enorme Herausforderung

Pflege in Berlin: Senatorin: Pflege in Berlin ist eine enorme Herausforderung

EMPFOHLEN

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

2026-01-25
Neue Partei: BSW kürt Doppelspitze für Berlin-Wahl

Neue Partei: BSW kürt Doppelspitze für Berlin-Wahl

2026-01-25

MEISTGESEHEN

  • Fußball: Union und Hertha wollen erste Siege des Jahres einfahren

    Fußball: Union und Hertha wollen erste Siege des Jahres einfahren

  • Baubranche Ost: Baubranche zum Jahresbeginn wieder zuversichtlicher

  • Krankschreibungen: Krankenstand in Brandenburg verharrt auf hohem Niveau

  • Winter: Minusgrade täuschen – Polizei rät dringend von Eisflächen ab

  • Umgang im Landtag: Sieben Ordnungsrufe im Brandenburger Landtag seit der Wahl

  • Frist bis Ende Januar: 2200 Anträge auf Hotelkostenerstattung nach Stromausfall in Berlin

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.