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Erinnerung an Opfer der Kriege: Mattarella: Mit multilateraler Kooperation gegen neue Kriege

2025-11-17
In politik Vom admin

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Zum Volkstrauertag hat Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella zur Stärkung multilateraler Strukturen aufgerufen, um neue Konflikte und Kriege zu verhindern. „Multilateralismus ist keine Bürokratie, wie selbstherrliche Herrscher behaupten“, sagte er bei der zentralen Gedenkveranstaltung im Bundestag in Berlin. „Er ist das Werkzeug, das Auseinandersetzungen abkühlt und friedliche Lösungen möglich macht. Er ist die Sprache der gemeinsamen Verantwortung.“

Mattarella wies auf das große Werk der europäischen Einigung hin. „Wir haben es geschafft, eine Region des Friedens, der Freiheit, des Wohlstands, der Achtung der Menschenrechte zu schaffen, die ihresgleichen in der Geschichte sucht.“ 

Mattarella warnt vor „Nachahmern dunkler Zeiten“

Die Europäische Union, die aus den Ruinen des Krieges entstanden sei, habe es vermocht, den Multilateralismus in den Dienst des Friedens zu stellen, sagte der italienische Präsident. „Lassen wir es nicht zu, dass heute der europäische Traum, unsere Union, von Nachahmern dunkler Zeiten zerrissen wird. Von Zeiten, die Leid, Elend und Trostlosigkeit hinterlassen haben.“ 

Mattarella sagte, dem „Nie wieder“ als Reaktion auf den Holocaust stehe heute ein „Wieder“ gegenüber. „Dies erleben wir gerade: wieder Krieg, wieder Rassismus, wieder große Ungleichheit, wieder Gewalt, wieder Aggression.“

Spitzen des Staats in der Gedenkstunde im Bundestag

An der Gedenkstunde im Bundestag nahmen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth teil.

Sie hatten zuvor in der Neuen Wache in Berlin Kränze niedergelegt. Die Neue Wache ist die zentrale deutsche Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Klöckner ruft zur Verteidigung der Demokratie auf

Klöckner rief zum Volkstrauertag dazu auf, Frieden und Demokratie konsequent zu verteidigen. Gedenken müsse mehr heißen als zu erinnern, sagte sie in Berlin. „Es muss heißen, zu verstehen und zu handeln: Frieden und auch Demokratie sind keine Zustände, die einfach gegeben sind, die man verwalten kann. Sie sind Aufgaben, die jeden Tag neu beginnen und die kein anderer für uns erledigt.“ 

Die Bundestagspräsidentin betonte, wer die Opfer von Krieg und Gewalt ehre, wisse, wohin Hass und Verblendung führen. „Der darf nicht schweigen, wenn Frieden und Demokratie bedroht werden – nirgendwo auf der Welt.“

„Diktatur und Krieg liegen eng beieinander“

In der Gedenkstunde im Bundestag wies der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Wolfgang Schneiderhan, darauf hin, dass Diktatur und Krieg eng beieinander lägen und umgekehrt Demokratie und Frieden zusammengehörten. „Wo Krieg geführt wird, verschwindet die Demokratie. Und wo die Demokratie abgeschafft wird, wird die Tür für den Krieg geöffnet.“ 

Bei einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Bundeswehr im Bendlerblock in Berlin sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer: „Dieser Tag erinnert uns, und er verpflichtet uns: Krieg und Gewalt muss mit allen Mitteln verhindert werden.“ Breuer erinnerte auch an die im Dienst gestorbenen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. 

Gedenktag wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt 

Der Volkstrauertag war zunächst zur Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkrieges eingeführt worden. Das erste offizielle Gedenken fand 1922 im Reichstag in Berlin statt. Von 1952 an gab es den Gedenktag dann in der Bundesrepublik wieder. Er bezieht seitdem auch die zivilen Opfer der Kriege mit ein. Der Volkstrauertag wird jährlich zwei Sonntage vor dem ersten Advent mit zahlreichen Gottesdiensten, Kranzniederlegungen und Gedenkstunden in ganz Deutschland begangen.

Gedenken in diesem Jahr erweitert

Bundespräsident Steinmeier hatte verfügt, dass in diesem Jahr das Gedenken erweitert wurde. Erstmals wurde nun auch an die Menschen erinnert, die während des Nationalsozialismus wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität verfolgt und getötet wurden. Außerdem wurde der Polizistinnen und Polizisten gedacht, die im Einsatz ihr Leben verloren haben.

© dpa-infocom, dpa:251116-930-300224/2

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