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„Freakier Friday“ im Kino: Lindsay Lohan und Jamie Lee Curtis endlich wieder vereint

2025-08-09
In leben Vom Inga Barthels

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Mit dramatischer Geste wirft Lindsay Lohan ihre rotblonde Mähne nach hinten und rockt auf ihrer E-Gitarre ab. Diese erste Szene von „Freakier Friday“ ist direkt ein emotionaler Höhepunkt des Films, zumindest für alle, die 2003 Tweens oder Teenies waren und den Aufstieg und Fall von Lindsay Lohan live verfolgt haben. Ist es doch das erste Mal seit vielen, vielen Jahren, dass die einstige Hoffnungsträgerin Hollywoods wieder auf der Kinoleinwand zu sehen ist.

„Freaky Friday“ von 2003 ist bis heute der kommerziell erfolgreichste Film in Lohans Karriere. Disney landete mit der Körpertausch-Geschichte, die auf dem gleichnamigen Roman von Mary Rodgers basiert, einen riesigen Hit, der vor allem wegen der Chemie zwischen den beiden Stars, Lohan und Jamie Lee Curtis funktionierte.

Notorisch harte Zeiten für Frauen in Hollywood

Die damals 17-jährige Lohan spielt darin den rebellischen Teenie Anna, die mit ihrer straff organisierten Mutter Tess (Curtis) im Dauerstreit liegt, zumal Tess nach dem Tod von Annas Vater erneut heiraten will. Mithilfe von ein wenig Magie tauschen beide die Körper und wechseln damit auch die Perspektive, wodurch sie sich schließlich besser verstehen.

Sie ist wieder da: Lindsay Lohan als Anna in „Freakier Friday“.

© Disney

Mehr Nullerjahre als „Freaky Friday“ geht nicht: Von den blonden Strähnchen, Hüftjeans und Chokern, die Lohan trägt, bis hin zum damaligen Teenie-Schwarm Chad Michael Murray, der ihr Love Interest spielt und mit dem sie sich darüber austauscht, wie cool The Hives sind.

Die Nullerjahre waren aber auch notorisch harte Zeiten für Frauen in Hollywood. Bevor soziale Medien es Stars erlaubten, selbst ein wenig Kontrolle über ihr Image zu erlangen, regierten Gossip-Blogs das Internet, die mit herkömmlichen Klatsch-Magazinen um Kundschaft buhlten und sich an Gemeinheiten nur so überboten. Wer war zu dünn, wer zu dick, wer ein völliges Wrack? Diese Fragen wurden täglich debattiert, während ein Paparazzi-Heer unermüdlich auf der Jagd nach den unvorteilhaftesten Fotos der jungen Frauen war.

„Mean Girls“ war ihr letzter großer Erfolg

Viele Stars hielten diesem Druck nicht stand, einige der Horror-Geschichten wurden bereits aufgearbeitet, allen voran die von Britney Spears. Heute ist auch Lindsay Lohan eine der Frauen, von denen man weiß, dass man ihnen Unrecht angetan hat – und die man jetzt umso mehr siegen sehen will.

1998 gab sie ihr Kinodebüt in „Ein Zwilling kommt selten allein“, zwölf Jahre war sie da alt. Als 18-Jährige avancierte sie mit „Freaky Friday“ und „Mean Girls“ zum Weltstar. Doch auf den frühen Ruhm folgte ein abrupter Absturz. Eine Verhaftung wegen Trunkenheit am Steuer und Drogenbesitzes jagte die nächste, Lohan verbrachte Monate in verschiedenen Entzugskliniken und einige Tage im Gefängnis. Bei Filmproduzenten galt sie schnell als „nicht versicherbar“, „Mean Girls“ sollte ihr letzter großer Erfolg bleiben. 

Inzwischen ist die 39-Jährige verheiratet, hat ein Kind und lebt mit ihrer Familie in Dubai. In den vergangenen Jahren schauspielerte sie wieder, wenn auch nicht auf der großen Leinwand. Mit Netflix schloss sie einen Vertrag über mehrere Filme ab, 2022 war „Falling for Christmas“ mit Lohan in der Hauptrolle ein Streaming-Erfolg, es folgten weitere Weihnachtsfilme und Rom-Coms.

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Dass sie mit „Freakier Friday“ überhaupt wieder im Kino zu sehen ist, ist schon ein Triumph. Und das beste dabei: Der Film ist nicht nur eine Gelddruck-Maschine für Disney in Manier der zahlreichen Reboots und Fortsetzungen, die ja ständig im Kino zu sehen sind – sondern eine erstaunlich unterhaltsame, mit viel Liebe gemachte Hommage an das Original von 2003. Für die Regisseurin Nisha Ganatra, die für Serien wie „Transparent“ oder „Girls“ arbeitete, war das ganze offenbar ein Herzensprojekt, genauso für den Cast – sämtliche Stars aus dem Original haben Gastauftritte und sogar Annas alte Band Pink Slip ist am Ende wieder vereint.

Der Film

„Freakier Friday“ von Nisha Ganatra. Drehbuch: Jordan Weiss. USA 2025, 111 Minuten. Mit Jamie Lee Curtis, Lindsay Lohan, Julia Butters und Sophia Hammons. Ab dem 7.8.2025 im Kino.

Anna ist inzwischen erwachsen geworden und hat selbst eine Teenie-Tochter, Harper (Julia Butters). Die ist gar nicht davon begeistert, dass ihre Mutter sich in Eric (Manny Jacinto) verliebt hat, ihn heiraten und eventuell sogar von Kalifornien nach London ziehen will – zumal sie ihre künftige Stiefschwester, die etwas versnobte Lily (Sophie Hammons), mit der sie zusammen zur Schule geht, gar nicht ausstehen kann.  

Dieses Facebook für alte Leute

Der Körpertausch im Sequel ist deutlich komplizierter als im Original, Großmutter, Mutter, Tochter und Stieftochter sind allesamt involviert und man braucht eine Weile, bis man sich gemerkt hat, wer in welchem Körper steckt.

Generationen-Trouble. Gleich vier Frauen tauschen in „Freakier Friday“ die Körper.

© Disney

Wirklich viel Sinn ergibt die Story ohnehin nicht, aber das ist relativ egal – denn „Freakier Friday“ kann auf anderen Ebenen punkten: mit guter Musik, bunten Kostüme, erstaunlich rasanter Action und jeder Menge Generationen-Witze, wenn die beiden Gen-Z-Girls, gefangen in fremden Körpern, versuchen, sich in Millennials und Boomer hineinzuversetzen. Wie treten diese Menschen eigentlich miteinander in Kontakt? Da gibt es doch dieses Facebook, eine „Datenbank für alte Leute“.

Entscheidend aber ist die Chemie zwischen Lindsay Lohan und Jamie Lee Curtis, die 22 Jahre später immer noch stimmt. Curtis, inzwischen Oscar-Gewinnerin für „Everything Everywhere All At Once“, geht völlig ohne Eitelkeit und mit vollem Elan an ihre Rolle(n) ran und verleiht Lilys Entsetzen Ausdruck, plötzlich in diesem „steinalten“ Körper gefangen zu sein. Dass Curtis als eine der wenigen Hollywood-Stars über 60 kein Botox oder Filler verwendet, kommt ihr dabei zugute, ihre Falten sind Thema zahlreicher Gags.

Dieser Reboot will nicht mehr sein, als er ist: großer Spaß und ein knapp zweistündiges Nostalgie-Fest für die Fans des Originals. Zum allgemeinen Feel-Good-Faktor trägt die Wiederauferstehung von Lindsay Lohan bei. „Freaky Friday“ hätte einst der Auftakt einer großen Karriere sein können – jetzt ist „Freakier Friday“ vielleicht der Beginn eines großen Comebacks.

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