Was ist denn das? Kein frischer „Tatort“ am Sonntagabend, stattdessen Aufgewärmtes aus Münster. Das hat es noch nie gegeben: Mehr als vier Monate müssen Krimi-Fans auf neue „Tatort“- oder „Polizeiruf“-Krimis verzichten.
Ein Grund mehr, einen Blick auf die interessantesten Spielfilme des TV‑Wochenendes zu werfen, vor allem auf den späten Sonntagabend im Ersten und eine Amour fou mit Sophie Rois.
1 Tully (Samstag, One, 20:15 Uhr)
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„In den 20ern ist das Leben super. Aber dann kommen die 30er um die Ecke wie ein Müllwagen um 5 Uhr früh.“ Ein schöner Satz für alle Jung-Mütter (und solche, die es werden wollen) aus diesem Fast-Wohlfühlfilm von Jason Reitman: ein empathischer Blick aufs Muttersein.
Marlo (Charlize Theron) ist gerne Mutter und freut sich auf ihr drittes Kind, doch nach der anstrengenden Geburt ist sie mit ihren Kräften am Ende. An Durchschlafen und Erholungspausen ist nicht zu denken.
In den 20ern ist das Leben super. Aber dann kommen die 30er um die Ecke wie ein Müllwagen um 5 Uhr früh.
Marlo (Charlize Theron) übers Muttersein im Spielfilm „Tully“
Obwohl sie skeptisch ist, folgt sie dem Rat ihres Mannes und engagiert eine Haushälterin und Babysitterin. Mithilfe von Tully (Mackenzie Davis) lebt Marlo tatsächlich wieder auf und kann ihr Muttersein genießen.
Der Mythos, der seit ewigen Zeiten zu Schwangerschaft und Muttersein herrscht, wird auf humorvolle Weise entzaubert. Das zeigt, dass Hilfsangebote von außen kein Versagen darstellen.
2 James Bond 007 – In tödlicher Mission (Samstag, Vox, 20:15 Uhr)
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Vox arbeitet sich samstags in der Primetime weiter am James-Bond-Kosmos ab und ist mittlerweile bei Ausgabe 12 und dem Jahre 1981 angelangt.
Was von ihr zu halten ist, brachte ein zeitgenössischer Kritiker auf den Punkt: Produzent Broccoli hätte seit „Dr. No“ seinen eigenen Film elf Mal wiederverfilmt, wobei Roger Moore das „lediglich am besten geölte Rädchen im Getriebe dieses Selbstläufers“ sei.

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Nun denn, es muss ja weitergehen mit 007. Kaum ist Superagent James Bond einem heimtückischen Mordanschlag entgangen, gerät er in brisanter Mission schon wieder in haarsträubende Auseinandersetzungen.
Um zu verhindern, dass das elektronische Kernstück eines versenkten britischen Spionageschiffs in falsche Hände fällt, muss er sich mit mordlüsternen Finsterlingen herumschlagen, die ihn und die (natürlich) hübsche, junge Archäologin Melina Havelock (Carole Bouquet) umbringen wollen. Und das auch noch bei einer Verfolgungsjagd im quietschgelben Citroën 2CV.
3 Moonfall (Sonntag, RTL, 20:15 Uhr)
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Der Mond hat sich aus seiner Umlaufbahn gelöst und rast auf die Erde zu. Um den drohenden Weltuntergang zu verhindern, reisen die ehemalige Astronautin Jo Fowler, ihr Ex-Kollege Brian Harper und der Wissenschaftler K.C. Houseman Richtung Erdtrabant. Dort müssen sie feststellen, dass der gute alte Mond nicht das ist, was die Menschheit bislang dachte.
Science-Fiction-Katastrophenfilm mit Halle Berry und Patrick Wilson in bewährter Roland-Emmerich-Helden-Manier („Independence Day“), der auch bei Verschwörungstheoretikern auf offene Augen und Ohren stoßen drüfte.
Kein allzu großer Erfolg an den Kinokassen in 2022, aber für kurzweilige zweieinhalb Popcorn-Stunden reicht es allemal.
4 Die Bologna-Entführung: Geraubt im Namen des Papstes (Sonntag, Arte, 20:15 Uhr)
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Bologna, im Jahr 1858: Der siebenjährige Edgardo Mortara wächst in einer jüdischen Familie auf, bis er eines Nachts von kirchlichen Behörden nach Rom entführt wird.
Der Grund: Als Säugling soll Edgardo von einem christlichen Dienstmädchen heimlich getauft worden sein. Nach den Gesetzen des Vatikans darf ein getauftes Kind nicht von jüdischen Eltern erzogen werden.

Der schnellste Berlin-Überblick von Montag bis Samstag.
Edgardo wird in ein Katechumenenhaus gebracht, wo er eine katholische Erziehung erhält und sich auf unerklärliche Weise sofort zum Katholizismus bekennt. Seine Eltern Momolo und Marianna versuchen mit allen Mitteln, ihren Sohn zurückzubekommen.
Ein wuchtiges Kostümdrama. „Die Bologna-Entführung“ von Regisseur Marco Bellocchio basiert auf dem historisch belegten Fall Edgardo Mortara, der im 19. Jahrhundert international für Empörung sorgte und zu einem politischen Symbol im Konflikt zwischen kirchlicher Autorität und liberalen Reformbewegungen wurde.
5 A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe (Sonntag, ARD, 23:35 Uhr)
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Zum Abschluss des Wochenendes der vierte Spielfilm von Nicolette Krebitz, der auf der Berlinale 2022 Premiere hatte. Ein Sehgenuss, vor allem auch wegen Sophie Rois, wenngleich diese besondere Amour fou mitunter etwas zu theatralisch herüberkommt.
Vor einem Szenelokal in Westberlin wird eine Schauspielerin überfallen. Ein junger Mann rempelt sie an, entreißt ihr die Handtasche und läuft davon.
Die Dame fällt auf die Knie und schaut dem Dieb hinterher. Wenig später stehen sie einander wieder gegenüber. Anna (Sophie Rois) und Adrian (Milan Herms). Dieses Mal ist sie seine Lehrerin und soll ihn beim Sprechen unterrichten.
Bald werden die Unterrichtsstunden zu Abendessen, Spaziergängen. Die Liebenden verlassen die Stadt und fahren nach Frankreich, ans Meer. In einer Nebenrolle: der im November 2025 verstorbene Udo Kier.