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Im Alter von 76 Jahren in Berlin verstorben: Der ehemalige Bankräuber und Autor Ludwig Lugmeier ist tot

2026-03-17
In gesellschaft Vom admin

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Der ehemalige Bankräuber und Autor Ludwig Lugmeier ist tot. Er starb bereits am Montag vergangener Woche an seinem Wohnort Berlin, wie der Verbrecher Verlag mit Berufung auf Lugmeiers Lebensgefährtin mitteilte. Der in Kochel am See in Bayern geborene Schriftsteller wurde 76 Jahre alt. 

Lugmeiers Leben hat selbst etwas Romanhaftes. Schon als Jugendlicher war er von Außenseitern fasziniert, wollte sich auch selbst nicht anpassen und kam früh mit dem Gesetz in Konflikt. Erstmals in Jugendhaft war er mit 17 Jahren. Später überfiel er unter anderem 1972 einen Supermarkt in München und 1973 einen Geldtransporter der Dresdner Bank. Die Rede war von einer Millionenbeute. 

Lugmeier galt in dieser Zeit in ganz Deutschland und darüber hinaus als gefährlicher Gangster und Ausbrecherkönig und machte immer wieder Schlagzeilen. Er floh vor der Polizei nach Mexiko, wurde 1974 gefasst und nach Deutschland ausgeliefert. 

Sprung aus dem offenen Fenster

Seine spektakulärste Flucht begann 1976 während einer Gerichtsverhandlung in Frankfurt: Mit einem Sprung aus dem offenen Fenster entkam Lugmeier aus dem Gerichtssaal. In Abwesenheit wurde er zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt. Diesmal tauchte er in Island unter. Im Jahr darauf wurde er allerdings in Reykjavik gefasst und erneut ausgeliefert. Von 1977 bis 1989 verbüßte er seine Gefängnisstrafen. Hinter Gittern begann er seine Karriere als Schriftsteller. 

Noch bevor er entlassen wurde, erschien 1987 sein Erzählband „Schattenränder“. Der Gedichtband „Flickstellen“ folgte im Jahr darauf, 1993 dann sein Roman „Wo der Hund begraben ist“. 

Lugmeier bewies auch als Autor langem Atem und Hartnäckigkeit, veröffentlichte einen weiteren Gedichtband und 2005 den autobiografischen Roman „Der Mann, der aus dem Fenster sprang“. Gedichte und Erzählungen von ihm erschienen in Anthologien und Zeitschriften, sein letzter Erzählungsband „So der Herr mit Zylinder“ dann 2022.

Festlegen ließ sich Lugmeier auch als Künstler nicht, schrieb Reportagen und lieferte Rundfunk-Features. Und nicht zuletzt war er wegen seiner einprägsamen tiefen Stimme als Märchenerzähler gefragt. „Ludwig Lugmeier war ein ungewöhnlich herzlicher Mensch“, so der Verbrecher Verlag. „Es war eine Freude mit ihm zu arbeiten.“ (dpa)

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