Nach mehreren Schmierereien mit Aufrufen zur Tötung von Juden in der Ueckermünder Straße im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg wehren sich Menschen im Kiez gegen den Judenhass. Wie ein Video auf der Plattform X zeigt, malten offenbar Kinder mit Kreide zahlreiche Herzen auf den Gehweg rund um das betroffene Gebäude. Dazwischen sind Schriftzüge wie „Kein Platz für Hass“, „Love is louder“ (Deutsch: „Liebe ist lauter“) oder „Unser Kiez steht zusammen“ zu lesen.
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Zudem ruft ein Bündnis für kommenden Sonntag zu einer Mahnwache gegen Antisemitismus auf. „Wir laden Euch alle herzlich ein, Eure Stimme gegen jeden Antisemitismus zu erheben, egal ob er religiös-jihadistisch daherkommt oder von rechts, links oder der Mitte der Gesellschaft“, heißt es in dem Aufruf, den die Initiative „Tägliche Mahnwachen gegen Antisemitismus“ auf Instagram teilte.
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Los geht es am Sonntag, 3. Mai, um 16.30 Uhr am S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee. Nach Angaben der Organisatoren sind mehrere Redebeiträge geplant.
Am vergangenen Sonntag hatte an einer Hauswand in der Ueckermünder Straße erneut unter anderem der Aufruf „Kill all Jews“ (Deutsch: „Tötet alle Juden“) geprangt. Die Polizei rückte an, um die Schmierereien unkenntlich zu machen. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt.
Bereits zwei Wochen zuvor hatten Unbekannte den gleichen Mordaufruf sowie ein Hakenkreuz an das Gebäude geschmiert. Auch in diesem Fall ermittelt der Staatsschutz. Wie die „Bild“ berichtete, übersprühten Anwohnende die Schriftzüge mit silbergrauen Herzen.
Wo Juden angegriffen, bedroht oder markiert würden, werde die Grenze dessen verschoben, was in dieser Gesellschaft möglich ist, warnten die Initiatoren der geplanten Mahnwache. „Die Geschichte lehrt uns, dass antisemitische Hetze in Worten am Anfang von Stigmatisierung und Ausgrenzung steht, an deren Ende die Vernichtung.“