Kommt Donald Trumps alte Erfolgsshow zurück? Der US-Konzern Amazon prüft laut Medienberichten einen Neustart der Reality-TV-Show „The Apprentice“ auf Prime Video – und denkt dabei offenbar auch über eine prominente Neubesetzung nach. Nach Informationen aus dem Unternehmen wird als möglicher Moderator Donald Trump Jr. gehandelt, der älteste Sohn des US-Präsidenten.
Die Überlegungen befinden sich demnach noch in einem frühen Stadium. Weder sei das Projekt offiziell in Entwicklung, noch habe Amazon die Familie Trump kontaktiert, heißt es in einem Bericht des „Wall Street Journal“. Ein Sprecher bestätigte demnach lediglich „erste interne Gespräche“ darüber, wie es mit der Marke „The Apprentice“ weitergehen könnte.
Die Show lief ursprünglich von 2004 bis 2015 beim Sender NBC und brachte es auf 14 Staffeln. In der Sendung traten Kandidatinnen und Kandidaten in geschäftlichen Aufgaben gegeneinander an. Am Ende jeder Folge musste ein Teilnehmer gehen.
Im Zentrum der Show stand Donald Trump, der als strenger Unternehmer auftrat, die Kandidaten antreten ließ, ihre Auftritte bewertete und am Ende das Urteil sprach. Sein „You’re fired“ wurde zum Markenzeichen der Show.
„The Apprentice“ prägte Donald Trumps Image als erfolgreicher Geschäftsmann entscheidend und machte ihn einem breiteren Publikum bekannt – lange bevor er in die Politik wechselte.
Die aktuellen Überlegungen von Amazon über eine Neuauflage stehen laut dem WSJ im Zusammenhang mit einer breiteren Programmstrategie des Konzerns. Intern werde demnach seit einiger Zeit diskutiert, Inhalte zu entwickeln, die auch konservative Zuschauer und potenzielle Trump-Wähler ansprechen.
Amazon baut zugleich sein Angebot in weiteren Nischen aus. Mike Hopkins, Chef von Amazon MGM Studios, treibe laut früheren Führungskräften stärker religiös geprägte Inhalte voran, um Prime Video von Wettbewerbern abzuheben, schreibt das WSJ.
Dafür arbeite der Konzern unter anderem mit dem Studio Wonder Project zusammen und veröffentlichte etwa die Serie „House of David“ über die Geschichte des biblischen Königs. Damit will Amazon sein Angebot verbreitern und sich im Wettbewerb mit Plattformen wie Netflix breiter aufstellen.