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Kriminalität: Schülerin vergewaltigt? Neuköllner Jugendclub geschlossen

2026-03-17
In gesellschaft Vom admin

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Ein Jugendzentrum in Berlin-Neukölln bleibt wegen Vergewaltigungsvorwürfen zunächst geschlossen. Das teilte die zuständige Stadträtin Sarah Nagel (Linke) mit. Zugleich wies sie Vorwürfe zurück, es habe Versuche gegeben, eine mutmaßliche Vergewaltigung und Übergriffe zu vertuschen. 

Der Jugendclub ist bereits seit Freitag geschlossen, wie ein Sprecher des Bezirksamtes Neukölln mitteilte. Laut Jugendstadträtin Nagel werden derzeit Schutzkonzepte der Einrichtungen ebenso überprüft wie interne Strukturen und Abläufe. Es werde ein Konzept für Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstellt, so die Linke-Politikerin. 

„Mir ist es ein persönliches Anliegen, die Vorfälle sexualisierter Gewalt und den Umgang damit sowohl transparent aufzuarbeiten als auch Konsequenzen daraus zu ziehen“, teilte sie mit. Aus ihrer Sicht sind noch zahlreiche Fragen zu klären – etwa, ob die Rahmenbedingungen zum Kinderschutz im Club ausreichend waren. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe seien zahlreiche Unterlagen gesichtet und Gespräche mit Beschäftigten des Jugendamtes geführt worden. 

Polizei erst spät eingeschaltet 

In dem Jugendzentrum soll eine 16-Jährige von Jugendlichen Ende 2025 vergewaltigt und später bedrängt worden sein – die Polizei erfuhr davon erst am 23. Januar durch die Anzeige des Vaters. Weder die Einrichtung noch später das zuständige Jugendamt des Bezirks Neukölln erstatten zunächst Anzeige. Inzwischen ermitteln Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft Berlin zu dem Vorfall. 

Täter geschützt? 

Offen ist bislang, warum das Jugendamt keine Anzeige erstattete. Der Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) äußerte in der „Bild“-Zeitung den Verdacht, der Vorfall sei von Betreuern offensichtlich nicht gemeldet worden, um die muslimischen Täter nicht zu stigmatisieren.

Das weist Stadträtin Nagel zurück: „Der Hintergrund der Täter spielte zu keinem Zeitpunkt eine Rolle für den Umgang mit den Vorfällen, wie dies in diversen Medienberichten behauptet wird.“ Laut ihrer Schilderung wurde die Betroffene „im gegenseitigen Einverständnis durch einen qualifizierten Träger der Mädchenarbeit betreut, der das Vertrauen des Opfers hat“. 

Stadträtin weist Vertuschungsvorwurf zurück

Das Jugendamt habe zunächst entschieden, nur dann eine Strafanzeige zu stellen, wenn dafür auch das Einverständnis des Opfers vorliege, so Nagel. „Dies entspricht einer üblichen Vorgehensweise im Umgang mit Kindeswohlgefährdung bei Jugendlichen, sofern keine akute Gefahr besteht.“

Nach Angaben des Bezirks wurde das Jugendamt am 28. Januar 2026 über die Vorfälle informiert. Die zuständige Bezirksstadträtin habe erst am 2. März davon erfahren, hieß es. Der Jugendclub selbst äußerte sich bislang nicht, sondern verwies an den Bezirk.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie teilte mit, sie habe nach Bekanntwerden des Vorfalls im Rahmen ihrer dezentralen Bezirksaufsicht umgehend um Informationen gebeten. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) erklärte, ihr Haus prüfe, ob alle Verantwortlichen, die Vorgaben und Ausführungsvorschriften zum Kinderschutz eingehalten hätten.

© dpa-infocom, dpa:260316-930-822968/2

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