Saturday, May 02, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite gesellschaft Ein Polizist bei Aussch...

Ein Polizist bei Ausschreitungen verletzt: Tausende demonstrieren am Frauentag in Berlin

2025-03-09
In gesellschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Eingerostete Gelenke, morgendliche Anlaufschmerzen: Die große Mehrheit der Älteren leidet darunter

Spiel über Fritz Bauer: Deutscher Computerspielpreis geht nach Berlin

Am Internationalen Frauentag, der in Berlin auch ein Feiertag ist, wurde bei sonnigem Wetter auf den Straßen für Gleichberechtigung und andere Forderungen demonstriert. Tausende waren unterwegs auf diversen Kundgebungen und Demonstrationszügen. 

Eine der größten Demonstrationen – gemessen an der angemeldeten Zahl von 10.000 Menschen – veranstalteten Gewerkschaften sowie linke, feministische und stadtpolitische Gruppen, darunter auch die „Omas gegen rechts“. Sie startete um 12.30 am Oranienplatz in Kreuzberg als „Feministische Demo zum Internationalen Frauentag“, Ziel war das Rote Rathaus in Mitte.

Kurz vor 14 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Polizei rund 9000 Teilnehmende. Am späteren Nachmittag war vom „unteren fünfstelligen Bereich“ die Rede. Die Organisatoren sprachen von 25.000 Teilnehmern.

Demo startete am Oranienplatz

Zu Beginn der Demo, die feministische Forderungen und Kämpfe in den Mittelpunkt stellte, hieß es in einer Ansage: „Unsere Demonstration ist offen für alle Geschlechter. Trans-Frauen sind Frauen. Personen, die das anders sehen, sind auf unserer Demo nicht willkommen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit hat auf unserer Demo keinen Platz. Darunter fallen unter anderem: Rassismus, Antisemitismus, Trans- und Queerfeindlichkeit.“ Zudem wurde darum gebeten, auf Nationalfahnen und nationale Symbole zu verzichten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Start am Oranienplatz: Frauendemo in Kreuzberg.

© REUTERS/ANNEGRET HILSE

Teilnehmerin Tabea (26) sagte zu ihrer Motivation: „Ich bin heute hier, weil der internationale feministische Kampftag gerade in Anbetracht der neuen Regierung in Deutschland mit Merz als Kanzler umso notwendiger ist. Gerade auf dieser gewerkschaftlichen Demo ist es wichtig, dass wir uns feministisch und antimilitaristisch zusammenschließen.“

Christa (80) trug ein Transparent mit der Forderung „Hebt den Paragrafen 218 auf“, ein Statement für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Sie sagte: „Ich bin auf der Demo, weil ich ein Mensch bin und irgendjemand sich leistet, den Frauen weniger Lohn zu zahlen, den Frauen das Recht abzusprechen, über ihren eigenen Körper zu verfügen.“ Und sie fügte hinzu: „Es ist unglaublich, was sich diese Gesellschaft leistet! Seit 1949 steht im Grundgesetz, dass die Frauen gleichberechtigt sind. Die verstoßen ständig gegen die eigenen Paragrafen.“

Laut werden: Frauen-Demo in Kreuzberg.

© REUTERS/ANNEGRET HILSE

Und Jonas (22) betonte: „Ich finde es besonders wichtig, heute auch als Mann auf der Straße zu sein und für die Rechte von Frauen einzutreten. Es ist wichtig, sich gegen diese patriarchale Gesellschaftsstruktur positionieren. Unter den Strukturen leiden Personen aller Geschlechter.“

Ziel der Frauen-Demo: das Rote Rathaus.

© Antonia Bohländer

In den Abschlussreden am Roten Rathaus forderten die Redner der verschiedenen Organisationen u.a. die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und die Enteignung von Wohnungsunternehmen.

Auch am Kreuzberger Mariannenplatz startete am Mittag ein Aufzug: die Fahrraddemo „The Purple Ride“, organisiert von einem queerfeministischen Kollektiv. Dazu versammelten sich die Teilnehmerinnen am Platz und im angrenzenden Park.

Zu ihrer Motivation sagte Julika (24): „Mir geht es vor allem um Sichtbarkeit und darum, auf Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Auf die systematische Diskriminierung von nicht männlichen Personen.“ Und die Teilnehmerin Lea (42) sagte: „Wir können uns endlich mal unseren Platz nehmen auf der Straße – und wir können so laut sein als weiblich gelesene Personen. Und deswegen bin ich hier. Für die Gleichberechtigung aller Geschlechter, was in unserem Land leider immer noch nicht der Fall ist.“

Israelfahnen unerwünscht bei Demo in Kreuzberg

Weil Teile der linken und linksradikalen Szene zerstritten sind, etwa über den Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina, waren sie auf unterschiedlichen Veranstaltungen unterwegs. Die Polizei wollte vor allem die linksradikalen Demonstrationen mit Bezug zu Palästina begleiten.

An der Wiener Straße, Ecke Ohlauer Straße, sowie am Spreewaldplatz liefen am Abend noch zwei linke bis linksradikale Demonstrationen mit geschätzten 1.000 bis 2.000 Teilnehmerinnen, zu denen auch palästinensische Gruppen aufriefen. Israelfahnen seien nicht erwünscht, hieß es, Palästina-Flaggen hingegen schon.

Bei der Demo an der Wiener Straße, bei der laut einer Polizeisprecherin größtenteils propalästinensische Demonstrierende anwesend waren, kam es zu strafbaren Ausrufen. Als eine tatverdächtige Person festgenommen wurde, hätten weitere Teilnehmende der Versammlung, die die Person befreien wollten, Beamte angegriffen. Die Polizei habe deshalb „körperlichen Zwang“ anwenden müssen.

Außerdem wurde auf der Demonstration laut einer Polizeisprecherin Pyrotechnik abgebrannt. Insgesamt sei es im gesamten Versammlungsgeschehen des Tages zu zehn Freiheitsbeschränkungen gekommen. Mindestens ein Polizeibeamter ist verletzt worden.

Polizei mit 800 Einsatzkräften präsent

Laut eigenen Angaben war die Polizei bei den verschiedenen Demos mit insgesamt rund 800 Einsatzkräften präsent. Die Verkehrsinformationszentrale warnte via X vor Sperrungen und Verkehrseinschränkungen.

Am S-Bahnhof Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg gab es am Nachmittag eine kleinere Demo mit 3.000 Teilnehmern, die sich unter anderem gegen Antisemitismus stellte. Am Oranienplatz und Spreewaldplatz in Kreuzberg sollten am Nachmittag und Abend zwei linke bis linksradikale Demonstrationen mit geschätzten 1.000 bis 2.000 Teilnehmerinnen beginnen, zu denen auch palästinensische Gruppen aufriefen. Gegen 17.00 Uhr hatten sich laut Polizeiangaben am Oranienplatz rund 3.500 Personen versammelt.

Am Sonntag sollte es zudem eine größere Demonstration geben, die um 17.00 Uhr am Brandenburger Tor mehr Unterstützung für die Ukraine fordert und sich gegen Russland und den vor drei Jahren begonnenen Krieg richtet.  (mit dpa)

Frauentag Friedrichshain-Kreuzberg Gleichstellung: Beiträge rund um unseren Themenschwerpunkt Israel Oranienplatz Palästina: Aktuelle News & Hintergründe Polizei Unsere Themenseite zum russischen Angriffskrieg

ÄHNLICHE ARTIKEL

Die Komödie „Gavagai“ im Kino: Ist das gut gemeint oder schon Rassismus?

Die Komödie „Gavagai“ im Kino: Ist das gut gemeint oder schon Rassismus?

2026-05-01

Den Vorwurf der Bürgerlichkeit will Maja nicht auf sich sitzen lassen. Schauspiel und Theater sind z...

Konservative Zuschauer im Blick: Amazon denkt angeblich über Neustart der Trump-Show „The Apprentice“ nach

Konservative Zuschauer im Blick: Amazon denkt angeblich über Neustart der Trump-Show „The Apprentice“ nach

2026-05-01

Kommt Donald Trumps alte Erfolgsshow zurück? Der US-Konzern Amazon prüft laut Medienberichten einen ...

Tori Amos, Pigeon, Maya Hawke, The Black Keys: Die Alben der Woche im Soundcheck

Tori Amos, Pigeon, Maya Hawke, The Black Keys: Die Alben der Woche im Soundcheck

2026-05-01

Jeden Freitag stellen vier Popmusikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche ...

Zum Tod von Georg Baselitz: Der letzte große Expressionist

Zum Tod von Georg Baselitz: Der letzte große Expressionist

2026-05-01

Einfach eklig, diese Füße. Übergroß nehmen sie jeder eine ganze Leinwand ein: nackte, aufgeschwollen...

Mit 88 Jahren: Maler und Bildhauer Georg Baselitz gestorben

Mit 88 Jahren: Maler und Bildhauer Georg Baselitz gestorben

2026-05-01

Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, wie seine Galerie u...

Nächster Beitrag
Feministische Kundgebungen: Tausende bei Demonstrationen zum Weltfrauentag in Berlin

Feministische Kundgebungen: Tausende bei Demonstrationen zum Weltfrauentag in Berlin

EMPFOHLEN

Mordaufrufe gegen Juden in Prenzlauer Berg: Bündnis ruft zu Mahnwache auf – Kinder bemalen Gehweg mit Herzen

Mordaufrufe gegen Juden in Prenzlauer Berg: Bündnis ruft zu Mahnwache auf – Kinder bemalen Gehweg mit Herzen

2026-05-01
Johannes Oerding, Entertainer für alle Fälle: Für diese Konzerte in Berlin gibt es noch Karten

Johannes Oerding, Entertainer für alle Fälle: Für diese Konzerte in Berlin gibt es noch Karten

2026-05-01

MEISTGESEHEN

  • Anklage in Berlin-Mitte: Pflegekraft soll Stationsleitung im Krankenhaus vergiftet haben

    Anklage in Berlin-Mitte: Pflegekraft soll Stationsleitung im Krankenhaus vergiftet haben

  • Literatur-Battle: Neuer Kultursenator Evers hält es mit Schiller

  • Löhne in Berlin und Brandenburg: Mehr Geld im Portemonnaie, aber nicht in allen Branchen

  • Prozesse: Chef vergiftet? Anklage gegen Pflegerin erhoben

  • Im Stadtgrün: Auffällige Raupennester in Sträuchern - keine Gefahr

  • Wahlkampf in Berlin: Vier Schnecken rennen auf das Rote Rathaus zu

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.