Wednesday, Mar 18, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite politik Klingbeil weist Forderu...

Klingbeil weist Forderungen aus Union zurück: SPD will an Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterkandidatin festhalten

2025-07-17
In politik Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Gewinner der Oscar-Nacht: „One Battle After Another“ bekommt den Preis für den besten Film

Die besten Momente der Oscars 2026: Historische Siegerinnen, ein Leo-Meme und Witze über die Trumps

SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil hat klargestellt, dass die Sozialdemokraten an der Juristin Frauke Brosius-Gersdorf für das Richteramt am Bundesverfassungsgericht festhalten. „Die SPD ist sehr klar, wir halten an unserer Kandidatin fest“, sagte Klingbeil am Mittwoch am Rande eines Treffens mit dem französischen Finanzminister Éric Lombard in Berlin. Klingbeil reagierte damit auf öffentlich geäußerte Erwartungen führender Unionspolitiker, den SPD-Personalvorschlag zu ändern.

Klingbeil äußerte sich weiter verärgert über das Vorgehen der CDU/CSU, auf deren Wunsch hin am vergangenen Freitag die Wahl von Brosius-Gersdorf und dann auch die Besetzung von zwei weiteren Richterstellen am Verfassungsgericht abgesagt worden war. Dadurch sei überlagert worden, dass an dem Tag im Bundesrat für das Land wichtige Reformpakete der Regierung beschlossen worden seien, sagte er.

Abendlage Newsletter

Die wichtigsten Nachrichten des Tages — abends direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Ich bin damit einverstanden, dass mir per E-Mail interessante Angebote des Tagesspiegels unterbreitet werden. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Mit Blick auf Brosius-Gersdorf bekräftigte Klingbeil, diese sei „eine geeignete und professionelle Expertin“. Dies habe auch der Auftritt der Juristin am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ noch einmal in beeindruckender Weise gezeigt.

Klingbeil erinnerte auch daran, dass die Union deren Wahl unter Hinweis auf im Raum stehende Vorwürfe wegen ihrer Doktorarbeit abgesetzt habe. „Diese Vorwürfe sind ausgeräumt“, sagte der SPD-Chef dazu weiter. Schließlich habe zuvor der Richterwahlausschuss des Bundestages der Nominierung von Brosius-Gersdorf mit den Stimmen von CDU und CSU mit Zweidrittelmehrheit zugestimmt, betonte Klingbeil zudem.

Der Morgenlage Newsletter

Die wichtigsten Nachrichten des Tages — morgens direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Ich bin damit einverstanden, dass mir per E-Mail interessante Angebote des Tagesspiegels unterbreitet werden. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Als Gründe für den Widerstand hatten Unionsabgeordnete vor allem die angeblich zu liberalen Positionen der Kandidatin beim Abtreibungsrecht und Plagiatsvorwürfe angeführt. Juristen, die im Auftrag von Brosius-Gersdorf ein Kurzgutachten erstellt hatten, konnten allerdings keine Plagiate finden, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Die Professorin aus Potsdam hatte am Dienstagabend bei Markus Lanz ihre Positionen erklärt und deutlich gemacht, dass sie der Kritik zum Trotz an ihrer Kandidatur festhalten will. Anders überlegen würde sie es sich nur, wenn dem Bundesverfassungsgericht Schaden drohen würde, sagte sie. Die Vorwürfe hatte sie zuvor bereits als „unzutreffend und unsachlich“ bezeichnet.

Mit ihrem Auftritt bei Markus Lanz überzeugte sie nicht nur Klingbeil, sondern auch andere SPD-Politiker. Die Staatsrechtlerin habe „ihre Positionen sachlich, eindrucksvoll und überzeugend dargelegt“, sagte etwa die SPD-Vizefraktionschefin Wiebke Esdar dem „Spiegel“. Die wissenschaftliche Expertise Brosius-Gersdorfs sei unbestritten, fügte sie hinzu.

Esdar erwartet deshalb nun, dass die Union die Debatte um die Verfassungsrichterkandidatin „auf einem sachlicheren Niveau“ führt. Wer dem Ansehen des Bundesverfassungsgerichts nicht weiter schaden wolle, dürfe nicht weiter „unsachlichen Diffamierungen und Unwahrheiten Widerhall“ geben, befand sie.

Der SPD-Abgeordnete Sebastian Roloff lobte Brosius-Gersdorf ebenfalls für ihren Auftritt. Es spreche für sie, dass sie sich der öffentlichen Debatte stelle, sagte Roloff dem „Spiegel“. Er nannte den Auftritt „sehr souverän“ und urteilte, dass „die oft in böser Absicht aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate“ nochmal eingeordnet werden konnten. „Die Union täte gut daran, sich mehr mit den tatsächlichen Aussagen zu befassen, als der bisherige Verlauf vermuten lässt“, riet er dem Koalitionspartner. (AFP, Tsp)

Bundesrat Bundesverfassungsgericht CDU CSU Lars Klingbeil Markus Lanz SPD auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

2026-03-17

Auf einem Bild aus der Kindheit legt die Tochter die Arme um den Hals der Mutter, die Ältere auf dem...

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

2026-03-17

Um den rumänischen Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest ist eine Debatte entbrannt. ...

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

2026-03-17

Wo Egidio Marzona war, war auch die Kunst. Schwer vorstellbar, ein Gespräch mit ihm zu führen, ohne ...

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17

Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgeric...

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

Gut zwei Monate nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg wollen SPD und CDU ihr neues Bün...

Nächster Beitrag
Der Fall Brosius-Gersdorf: Ein Schaden, der kaum zu beheben ist

Der Fall Brosius-Gersdorf: Ein Schaden, der kaum zu beheben ist

EMPFOHLEN

„Keine Zeit für ein jahrelanges Gesetzgebungsverfahren“: Prien will rasche EU-Auflagen für Social Media

„Keine Zeit für ein jahrelanges Gesetzgebungsverfahren“: Prien will rasche EU-Auflagen für Social Media

2026-03-17
Joachim Gauck bei „Miosga“: „Hör mal zu, Alter, jetzt reicht’s!“

Joachim Gauck bei „Miosga“: „Hör mal zu, Alter, jetzt reicht’s!“

2026-03-17

MEISTGESEHEN

  • Sonntagstrend: Union verliert leicht und liegt jetzt wieder gleichauf mit der AfD

    Sonntagstrend: Union verliert leicht und liegt jetzt wieder gleichauf mit der AfD

  • Nahost: Parteien gegen deutsche Beteiligung an US-Militärmission

  • Steigende Öl- und Gaskosten: Reiche lehnt einen Preisdeckel ab

  • Auswertung erklärt Anstieg bei Krankheitstagen: Elektronische Krankschreibung verzerrt die Statistik

  • Kirche in Deutschland: Mehr als 600 000 Menschen traten 2025 aus beiden Kirchen aus

  • Absage für Ministerposten unter Özdemir: Boris Palmer will Oberbürgermeister in Tübingen bleiben

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.