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Ehemaliger Intendant des Berliner Ensembles: Theatermacher Claus Peymann ist tot

2025-07-17
In leben Vom admin

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Der Theatermacher Claus Peymann ist tot. Der Regisseur und frühere Intendant zahlreicher Bühnen starb am Mittwoch im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in Berlin-Köpenick. Das teilte die frühere Geschäftsführerin des Berliner Ensembles, Miriam Lüttgemann, der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

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Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte Peymann als „Titan des Theaters, ein Meister der Zumutung und Erneuerung“. Der parteilose Politiker erklärte am Abend: „Wir verneigen uns vor einer großen Lebensleistung und trauern um Claus Peymann.“ Peymann sei ein Regisseur gewesen, „der die Bühne stets auch als Kampfschauplatz verstand: für Kunstfreiheit, Reibung, radikale Wahrhaftigkeit.“ Peymann bleibe als unbeugsamer Streiter für die Freiheit der Kunst in Erinnerung.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nannte Peymann eine der prägendsten Persönlichkeiten des modernen deutschen Theaters. „Mit Engagement, Mut zur Auseinandersetzung und großer Leidenschaft für die Kunst hat er Berlins Kultur entscheidend mitgestaltet. Wir verlieren einen streitbaren Geist und einen großen Theatermacher.“

Zuschauerrekorde in Berlin

Von 1999 bis 2017 war Peymann Intendant des Berliner Ensembles. Peymann schrieb Theatergeschichte. Er arbeitete mit Autoren wie Thomas Bernhard und Thomas Brasch, Botho Strauß, Peter Turrini, Peter Handke, George Tabori und Elfriede Jelinek zusammen. Nach Stationen am Stuttgarter Staatstheater, Schauspielhaus Bochum und Wiener Burgtheater kam er 1999 nach Berlin.

Als „Reißzahn im Arsch der Mächtigen“ trat er dort im einstigen Brecht-Theater am Schiffbauerdamm an. Bis zu seinem Abschied im Sommer 2017 feierte er am Berliner Ensemble Zuschauerrekorde und ärgerte sich über Kritiker, die seine Klassiker-Inszenierungen als altbacken bezeichneten.

Auch nach jahrzehntelanger Karriere kämpfte Peymann, der 1937 in Bremen geboren wurde, mit Leidenschaft für das Theater. Dabei war er nie zimperlich. Er teilte verbal gern aus. „In meiner Gegenwart kann man sich nicht langweilen“, sagte Peymann einmal. „Aber ich bin natürlich auch nicht zum Aushalten.“

Bei seinem Abschied vom Berliner Ensemble sagte der damals 80-Jährige: „Das Entscheidende am Theater ist die Liebe.“ Von „Zynismus als Weltanschauung“ keine Spur, beschrieb er seine Herangehensweise. „Cool war hier nichts.“

Schlagzeilen machte Peymann auch jenseits der Bühne mit politischen Äußerungen und Aktionen. Er zeigte Solidarität mit dem Dramatiker Peter Handke, als der Autor wegen seiner Serbien-Sympathie in der Kritik stand. Peymann selbst wurde scharf kritisiert, als er 2008 dem ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar ein Praktikum an seinem Theater anbot. (dpa)

CDU Kai Wegner auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

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