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TV-Kritik „Markus Lanz“: „Die Ukraine mit allem, was wir an Möglichkeiten haben, unterstützen“

2025-04-25
In politik Vom Nico Preikschat

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US-Präsident Trump will einen Frieden in der Ukraine um jeden Preis erreichen, auch zu russischen Bedingungen. Sein möglicher Friedensplan bietet den Gästen von Markus Lanz am Mittwochabend im ZDF reichlich Gesprächsstoff.

Die Gäste

Es diskutieren der Unionsgeschäftsführer Thorsten Frei (CDU), die Militärexpertin Claudia Major, der Washington-Korrespondent des ZDF, Elmar Theveßen, sowie der stellvertretende „Welt“-Chefredakteur Robin Alexander.

Das Thema des Abends: Naht das Ende des Kriegs gegen die Ukraine?

Der weitaus größte Teil der Sendung dreht sich um Russlands Krieg gegen die Ukraine. Geht es um Trumps Ukraine-Politik, weht ein Hauch von Harmonie durch das Studio, so einig sind sich die Gäste in ihrer Ablehnung des US-Präsidenten.

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In einem Papier der USA etwa, das ein Kriegsende durch weitgehende Zugeständnisse an Russland erreichen will, sehen US-Korrespondent Theveßen und Militärexpertin Major gleichermaßen einen „Diktatfrieden“. 

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Das Vorhaben sei „ein großer Gewinn für Russland“, betont Major. Russland habe die Europäer „hervorragend an die Wand gespielt“. Im möglichen Rückzug der USA aus dem Konflikt, den Theveßen ausdrücklich für denkbar hält, sieht Major ein „Zeichen von Schwäche“.

Der Verrat wird gerade von den Amerikanern begangen.

Robin Alexander, Journalist „Die Welt“

Unionsgeschäftsführer Frei, der einzige Politiker in der Runde, teilt diese Einschätzung: „Im Grunde genommen verlieren die Amerikaner, wenn sie sich zurückziehen sollten, jegliche Glaubwürdigkeit.“ Trumps Vorschlag könne „für uns in Europa insgesamt nicht akzeptabel sein“. Alexander stimmt zu: „Der Verrat wird gerade von den Amerikanern begangen.“

Einzig der Moderator bringt Verständnis für die Haltung des US-Präsidenten auf. „Ich verstehe jeden einzelnen Punkt, den er macht“, sagt Lanz über Trumps Äußerungen zur Ukraine. Schließlich wolle dieser das „sinnlose Blutvergießen“ in der Ukraine beenden. „Das wollen die Ukrainer doch auch“, wirft Major ein.

Wie geht es für Deutschland weiter?

Was sollte Deutschland jetzt tun? Mit sportlich-nahrhaften Metaphern rät Robin Alexander von einer Loslösung von den USA ab: „Solange wir’s nicht können, sollten wir den Ball flachhalten.“ Deutschland könne wenig Einfluss auf die Amerikaner nehmen, meint der Journalist. „Es kommt die Zeit, kleine Brötchen zu backen.“

Und wie soll die Ukraine bestehen, falls sich Trump endgültig von ihr abwendet? „Konkret bedeutet das, dass wir die Ukraine mit allem, was wir an Möglichkeiten haben, unterstützen müssen“, sagt CDU-Politiker Frei. Die Ukraine müsse sich Russlands Invasion „erwehren“ können.

Was das konkret bedeutet, welches übergeordnete Ziel die deutsche Ukraine-Politik verfolgt, und ob die kürzlich von CDU-Chef Friedrich Merz ins Spiel gebrachte Lieferung des Marschflugkörpers Taurus an die Ukraine damit in Einklang steht, dazu kann Frei wenig sagen. Seine vorgeblich klaren Ansagen versiegen hier in Appellen.

Lesermeinungen zum Artikel

„„Die Europäer waren einfach völlig naiv. Man hat immer nur das Nötigste gemacht, sich gerne hinter den USA versteckt und wenn diese nicht von Anfang an unterstützt hätten, hätten die Europäer und allen voran Deutschland die Ukraine an Russland übergeben und hätten es bei ein paar gelieferten Helmen belassen und das ganze wohl einfach hingenommen.

Es ist allein Biden zu verdanken, der sich - als alter Transatlantiker - einer amerikanischen Verantwortung gegenüber Europa verpflichtet fühlte. Obwohl die USA einen strategischen Umschwung - Weg von Europa in Richtung Asien - bereits unter Bush und Obama eingeleitet hatte. Die Zeichen, dass Europa sich um seine eigene Sicherheit bemühen muss, waren lange angekündigt.“ Diskutieren Sie mit Community-Mitglied Zazo

Mit Blick auf Waffenlieferungen sind sich die Gäste – wieder einmal – einig, dass sich Diskussionen über einzelne Waffensysteme erübrigen. Geführt werden sie dann trotzdem, während im Hintergrund Videos der Bundeswehr laufen, die Raketeneinschläge zeigen.

Ohne Postenspekulationen geht es bei Lanz nicht

Weitaus unpassender sind jedoch die Interventionen des Moderators, der die für Talkshow-Verhältnisse ungewohnt ernsthafte Diskussion mit seinen Entertainment-Fragen sprengt. Wurde eben noch über Krieg und Frieden gesprochen, so ist sich Lanz nicht zu schade, Frei plötzlich mit Spekulationen über einen Job als Kanzleramtsminister zu behelligen. Eine Antwort erhält er erwartungsgemäß nicht.

Manchmal hat Lanz’ Beharren jedoch auch sein Gutes. Als es Richtung Ende um Finanzpolitik geht, fragt er Thorsten Frei eindringlich, ob dieser Steuererhöungen in Zukunft ausschließt. Frei tut es nicht.

Ein harmonischer Abschluss

„Politik heißt doch auch, zu erklären, warum uns harte Zeiten bevorstehen“, meint Militärexpertin Major zum Schluss. „Könnte man mit den Bürgern auch wie Erwachsene reden?“, fragt Alexander hoffnungsvoll in die Runde. „Ich bin davon überzeugt“, wirft Frei ein. Die traute Eintracht hält. Nur Lanz hat daran, wohl zu recht, seine Zweifel.

Bundeswehr CDU Friedrich Merz Markus Lanz Russland Unsere Themenseite zum russischen Angriffskrieg USA ZDF

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