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2. Fußball-Bundesliga: VAR-Sabotage durch Vermummten bei Hertha-Sieg in Münster

2026-03-09
In gesellschaft Vom admin

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Der späte 2:1 (1:0)-Sieg von Hertha BSC im Zweitliga-Spiel bei Preußen Münster ist von einem kuriosen Zwischenfall überschattet worden. Kurz vor der Pause wollte Schiedsrichter Felix Bickel auf dem Monitor am Spielfeldrand ein Strafraum-Foul des Münsteraners Niko Koulis am Berliner Michael Cuisance überprüfen - allerdings blieb der Bildschirm schwarz. Der Grund für den Ausfall: Ein Vermummter soll kurz zuvor aus dem Preußen-Fanblock in den Innenraum zum Monitor gelaufen sein, um dort den Stecker zu ziehen, wie nach Berichten von Sky und der „Bild“ auch Preußen Münster selbst auf seiner Website berichtete.

Bickel wartete etwa eine Minute darauf, dass der Monitor wieder angeht, musste die Entscheidung aber letztlich der Video-Assistentin Katrin Rafalski im Kölner Keller überlassen. Der Schiedsrichter erklärte über die Stadionlautsprecher: „Wir haben ein mögliches Foulspiel im Strafraum überprüft und meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass die Nummer 24 von Münster den Spieler Cuisance klar am Schienbein trifft im Strafraum – deswegen lautet meine finale Entscheidung: Strafstoß.“

Banner im Fanblock: „Dem VAR den Stecker ziehen“

Im Münsteraner Fanblock war kurz ein Banner hochgehalten worden, auf dem zu lesen war: „Dem VAR den Stecker ziehen.“

Den Elfmeter verwandelte Fabian Reese zur 1:0-Pausenführung für Hertha (45.+4). Kurz nach der Pause glich Jannis Heuer für Münster zum 1:1 aus (46.). In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Marten Winkler per Konter noch den späten 2:1-Siegtreffer für die Gäste.

Preußen-Kapitän hat „volles Verständnis“ für Stecker-Aktion

„Unsere Fans sind legendär, die machen alles für die Unterstützung“, sagte bei Sky der Preußen-Kapitän Jorrit Hendrix zu dem Vorfall. „Dass ein Fan den Stecker rauszieht, finde ich eigentlich gut, denn die Fans wollen auch unbedingt, dass wir gewinnen, und wenn sie dafür alles machen, dann habe ich dafür volles Verständnis.“

Weniger Verständnis zeigte der Verein selbst. „Der SC Preußen Münster bedauert den Vorfall und wird alles daransetzen, den oder die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem wurden umgehend Maßnahmen ergriffen, um vergleichbare Vorfälle für die Zukunft auszuschließen. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine geplante Aktion“, hieß es auf der Preußen-Website.

Ein gewisses Mitgefühl mit den Preußen hatte Berlins Trainer Stefan Leitl. „Ich wünsche mir, dass die Konsequenzen für die Münsteraner nicht zu groß sind“, sagte er bei Sky, meinte aber auch: „Das geht einfach nicht, man stelle sich nur vor, es müssen weitere Entscheidungen getroffen werden und du hast gar kein Fernsehbild; das ist jetzt eine Technik, die zum Fußball gehört, man kann sie mögen oder auch nicht - aber man muss dafür sorgen, dass solche Dinge nicht passieren.“

DFB Schiri GmbH: So ist der Ablauf bei ausgefallenem Monitor

„In achteinhalb Jahren Videobeweis kann ich mich nicht erinnern, dass wir so eine Situation schon mal hatten“, sagte Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH. Feuerherdt lobte Bickels Vorgehensweise. Wenn ein Monitor bei einer VAR-Überprüfung nicht genutzt werden könne, sei es protokollarisch so vorgesehen, dass die Schiedsrichter die Empfehlung der Video-Assistenten zur Entscheidung entgegennehmen und dann umsetzen - so wie es Bickel tat und hinterher auch über Stadionlautsprecher transparent machte. „In einer für ihn sicherlich nicht angenehmen Situation ist er sehr ruhig und sicher geblieben“, sagte Feuerherdt.

© dpa-infocom, dpa:260308-930-786318/3

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