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Fußball-Bundesliga: Werder siegt in Berlin und verlässt die Abstiegsplätze

2026-03-09
In gesellschaft Vom admin

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Der SV Werder Bremen hat mit der ersten Siegesserie in dieser Saison die Abstiegszone der Bundesliga verlassen und den 1. FC Union in den Kampf um den Klassenerhalt hineingezogen. Eine Woche nach dem Befreiungsschlag gegen Heidenheim gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune in langer Überzahl bei den Berlinern mit 4:1 (2:1) und sprang auf Platz 13. 

Erstmals siegte Werder in der Liga zweimal in Folge. Die Bremer trotzten einem frühen Rückstand, profitierten aber auch davon, dass sie mehr als 70 Minuten einen Mann mehr auf dem Feld hatten. „Wir müssen stolz sein, das waren drei wichtige Punkte in einem schwierigen Stadion“, sagte Torschütze Jens Stage bei DAZN. Der FCU hat nach der Niederlage nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. „Wir sind mittendrin in dem Thema, da wollten wir nicht mehr rein“, sagte Geschäftsführer Horst Heldt.

Vor 22.012 Fans im Stadion An der Alten Försterei brachte der Ex-Bremer Derrick Köhn die Gastgeber per Foulelfmeter (18. Minute) in Führung. Nur kurz darauf flog Berlins Andras Schäfer (19.) für ein grobes Foulspiel mit Rot vom Platz. Werder drehte die Partie noch in Halbzeit eins durch Tore von Olivier Deman (31.) und Jens Stage (35.). Marco Grüll (66.) und Patrice Covic (90.+4) erhöhte nach der Pause.

Werder nun gegen die direkte Konkurrenz

In den nächsten beiden Spielen gegen die direkten Konkurrenten aus Mainz und Wolfsburg kann der SVW seine Ausgangsposition nun weiter verbessern. Die Berliner haben dagegen in diesem Jahr weiterhin erst ein Spiel gewonnen und müssen jetzt zweimal in Folge auswärts ran: in Freiburg und bei den Bayern. Es war nach dem extrem enttäuschenden Auftritt in Gladbach (0:1) der nächste Rückschlag für das Team von Steffen Baumgart.

Elfer, Rote Karte und Schlenzer in den Winkel

Nach einer gemächlichen Anfangsphase, in der eine erfolgreiche Grätsche von Unions Janik Haberer noch für den lautesten Jubel sorgte, wurde es turbulent. Nach längerem Halten von Ilyas Ansah brachte der Bremer Niklas Stark den Berliner im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfer verwandelte der gebürtige Hamburger Köhn, der in der vergangenen Saison noch für Werder spielte.

Keine anderthalb Minuten später war Union in Unterzahl. Schäfer hatte Jens Stage mit der offenen Sohle am Knöchel getroffen und wurde von Schiedsrichter Timo Gerach vom Platz gestellt. Der Däne musste länger behandelt werden. „Ich wurde getroffen, es tut weh“, sagte Stage. Die Rote Karte mochte er nicht beurteilen. Nur kurz darauf hatten Stage (22.) und Yukinari Sugawara (24.) den Bremer Ausgleich auf dem Fuß. 

Den besorgte schließlich Deman mit einem schönen Schlenzer in den Winkel. Zuvor hatte Union einen Eckball nicht klären können. Auch Werders Führung fiel nach einer Ecke von Cameron Puertas. Stage stand vollkommen frei und köpfte zu seinem siebten Saisontor ein.

Union hilft bei drittem Bremer Treffer

Nach dem Wechsel drückte Werder auf das dritte Tor. Stage traf nach einer tollen Kombination den Pfosten (50.). Ein Distanzschuss des eingewechselten Leonardo Bittencourt ging über das Berliner Tor. Union versuchte über Konter und Standards zurück in die Partie zu kommen, ohne dabei größere Gefahr zu erzeugen. Beim 1:3 halfen die Gastgeber unfreiwillig mit: Der Ball prallte im Strafraum von Wooyeong Jeongs unterem Rücken unglücklich vor die Füße von Romano Schmid, der Grüll umgehend zur Entscheidung bediente. Covic erhöhte in der Nachspielzeit sogar noch.

© dpa-infocom, dpa:260308-930-787388/2

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