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Tierschutz: Brandenburg bereitet neue Regeln für Wolfs-Abschüsse vor

2025-03-09
In gesellschaft Vom admin

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Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt will im Laufe des Jahres eine Regelung erzielen, um den Wolfs-Bestand reduzieren zu können. Sie bereite auch eine Bundesratsinitiative vor, damit der Bund eine Absenkung des Schutzstatus für den bislang streng geschützten Wolf rasch umsetze, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Brandenburg gilt nach wie vor als Wolfsland Nummer eins in Deutschland. Seit langem gibt es Forderungen von Landwirten und Jägern, die Zahl der Wölfe angesichts von Weidetier-Rissen und Sorgen in der Bevölkerung zu senken. 

Die EU-Kommission will ihren Mitgliedstaaten nun ein schärferes Vorgehen gegen Wölfe ermöglichen. Die Tiere sollen nach dem Willen der Brüsseler Behörde lediglich „strengem“ und nicht mehr „sehr strengem“ Schutz unterliegen. Kritik kommt von Naturschutzverbänden. 

Ministerin: Wollen weniger Wölfe 

„Wir brauchen eine Bestandsreduzierung und Kontrolle“, sagte die Ministerin. „Jetzt warten wir noch auf die Änderung der FFH-Richtlinie.“ Der Schutzstatus des Wolfs soll demnach in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) von „streng geschützt“ auf „geschützt“ gesenkt werden.

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„Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr da noch eine Regelung finden werden für uns. Aber ich warte immer noch auf den Bund (...)“, sagte Mittelstädt. „Wir werden das Jagdgesetz jetzt schon ändern, parallel, sodass wir dann vorbereitet sind.“ 

Über eine Wolfs-Obergrenze ist noch nicht entschieden

Zudem werde dann auch entschieden, ob Brandenburg eine Zielgröße für den Wolfs-Bestand festlege - das bedeutet, „alles, was darüber hinaus ist, kann dann bejagt werden“. „Aber nicht in jeder Region haben wir das Problem mit Wölfen. Also ich kann nicht das ganze Land Brandenburg über einen Kamm scheren.“

Künftig soll es nach dem Willen der Ministerin möglich sein, Wölfe mit weniger zeitlichem und bürokratischem Aufwand als bisher zu schießen. Die Umsetzung könne an die Unteren Jagdbehörden, die einen direkten Draht zu den Jägern in den Regionen hätten, übertragen werden, so die Ministerin. Zudem seien diese Jäger dafür ausgebildet, Wölfe zu töten. „Es darf nicht jeder Jäger einen Wolf schießen“, sagte Mittelstädt. 

Ministerin: Viele besorgte Anrufe von Bürgern

Sie betonte zugleich, das „ein Wolf auch bei uns in die Landschaft gehört“. Aber sie nehme die Sorgen der Bevölkerung ernst. „Ich habe ganz, ganz viele Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern, die wirklich mittlerweile sehr, sehr stark ihre Ängste äußern“, schilderte Mittelstädt. „Und wenn mich besorgte Eltern anrufen, die sagen, sie wollen ihre Kinder am frühen Morgen (...) nicht mehr zum Bus schicken, weil sie Angst haben, dass sie angegriffen werden, dann muss ich solche Themen auch ernst nehmen.“

Wölfe in der Nähe von Wohnsiedlungen sorgen für Unruhe

Jüngst sorgte in Brandenburg ein Video für Diskussionen, auf dem im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zwei Tiere vor einem Hoftor ein Auto umkreisen. Vermutet wurde, dass es sich um Wölfe handelte. Im vergangenen Jahr hatte ein Wolf in Cottbus für Unruhe gesorgt - er soll Rentiere im Tierpark gerissen haben. 

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte einer Mitteilung aus Brüssel zufolge: „Die Dichte von Wolfsrudeln in einigen europäischen Regionen ist zu einer echten Gefahr geworden, insbesondere für Nutztiere.“ Das EU-Parlament sowie die Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag für die entsprechende Gesetzesänderung noch zustimmen.

Brandenburg hat die meisten Wolfsrudel 

Nach Zahlen des Bundesamtes für Naturschutz für das Monitoring-Jahr 2023/24 lebten in Brandenburg mit 58 Wolfsfamilien die meisten Rudel (2022/23: 52), gefolgt von Niedersachsen (48) und Sachsen (37). Wie viele Tiere es tatsächlich sind, sei aber schwierig zu sagen. Denn die Größe einer Wolfsfamilie schwankt: Sie kann 10 bis 15, zu einem anderen Zeitpunkt 3 bis 4 Tiere umfassen, wie die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) schreibt. 

Laut Bundesamtes für Naturschutz wurden in Deutschland im Monitoring-Jahr, das vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 dauerte, in den bestätigten Wolfs-Territorien 1.601 Individuen nachgewiesen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht von 1.800 bis 3.300 Tieren in Deutschland aus.

© dpa-infocom, dpa:250308-930-397427/1

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

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