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Neu im Kino: Josh O’Connor als liebenswerter Versager

2025-10-17
In gesellschaft Vom admin

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Der britische Schauspieler Josh O'Connor gehört aktuell zu den Shootingstars des Kinos. Einst mit der Serie „The Crown“ bekanntgeworden, ist der 35-Jährige inzwischen in immer mehr großen Kinoproduktionen zu sehen. Bei den Filmfestspielen in Cannes feierten dieses Jahr gleich zwei Werke mit ihm in den Hauptrollen Premiere im Wettbewerb.

Eins davon ist „The Mastermind“ von Kelly Reichardt, das jetzt ins Kino kommt. O'Connor spielt darin einen verpeilten Familienvater, der eher durch Zufall zum Kunsträuber wird. Diesen Kunstdiebstahl organisiert er denkbar ungeschickt, sodass er sich letztlich vor der Polizei verstecken muss.

Eine charmante Erzählung über einen Versager

Filme über Kunstdiebstähle beziehungsweise Raubüberfälle sind ein eigenes Genre, im Englischen nennt man sie „Heist-Movies“. Sie erzählen von der Planung und Durchführung eines Verbrechens und konzentrieren sich dabei auf die Perspektive der Täter. Doch anders als etwa „Ocean's Eleven“ verzichtet Reichardt auf Spektakel und übermäßige Spannung.

Stattdessen hat sie eine zurückhaltende, leise ironische Erzählung über einen sympathischen Versager gedreht - oder wie Reichardt selbst die Art von Charakter beschrieb, die sie inspirierte: „ein tollpatschiger Trottel, aber in gewisser Hinsicht auch ein Held“.

Der Film begeistert mit Humor, facettenreichen Figuren, feinsinnigen Bildern und nostalgischer Stimmung. „The Mastermind“ spielt in einer Kleinstadt in Massachusetts um das Jahr 1970. O'Connor verkörpert den arbeitslosen Tischler JB Mooney, dem irgendwann auffällt, dass die Kunstwerke in einer lokalen Galerie nicht besonders gut gesichert sind.

Und so geht die Geschichte ihren Gang. Mit zwei gleichsam unerfahrenen Bekannten plant Mooney den Diebstahl. Mit zunehmendem Unverständnis wird er dabei beobachtet von seiner arbeitenden Frau (Alana Haim), die den Familienalltag organisieren und zusammenhalten muss.

Eine Erzählung über größenwahnsinnige Männer

Im Hintergrund ist auch der Vietnamkrieg Thema, aber Reichardt geht es nicht vordergründig um politische Botschaften. Dennoch schwingt Sozialkritik mit. O'Connor sagte über seine Figur in Cannes: „Ich glaube, er hatte große Erwartungen an sein Leben, die er nie erfüllt hat. Er glaubt, dass er etwas Besseres verdient hätte. Er denkt, sein großartiger Plan ist ein Meisterwerk, ein eigenes Kunstwerk.“ 

Natürlich sei es das nicht und es sei eine Katastrophe. „Aber es entspringt einem absoluten Privileg. Es entspringt der Tatsache, dass Generationen von Männern gesagt wurde, dass sie etwas Besseres verdienen.“

Assoziationen zu Donald Trump

In Cannes stellten Journalisten Verbindungen zu US-Präsident Donald Trump her. Der amerikanische Schauspieler John Magaro, der eine Nebenrolle im Film spielt, sagte bei der Pressekonferenz im Mai: „Es ist lächerlich. Wir haben einen Regierungschef, der jeden Tag Wutanfälle hat, und das wirkt sich auf das Leben von Millionen und Abermillionen Menschen aus. Es fällt mir schwer, weiterhin hoffnungsvoll zu bleiben.“

Filmemacherin Reichardt wehrte sich gegen Vergleiche ihrer Hauptfigur mit Trump. „Ich werde meinen Mooney nicht mit diesem Typen vergleichen!“, sagte sie. Tatsächlich kann man dem Kunsträuber JB Mooney im Film nie wirklich böse sein. Eine Leistung, die auch dem charmanten Spiel von Josh O'Connor zu verdanken ist.

© dpa-infocom, dpa:251016-930-168004/1

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