Wednesday, Mar 18, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite wirtschaft Anfangsverdacht gegen F...

Anfangsverdacht gegen Fernwärme-Anbieter hat sich erhärtet

2025-03-25
In wirtschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Gewinner der Oscar-Nacht: „One Battle After Another“ bekommt den Preis für den besten Film

Die besten Momente der Oscars 2026: Historische Siegerinnen, ein Leo-Meme und Witze über die Trumps

Es kommt eher selten vor, dass Behördensprache verständlich ist, aber das Bundeskartellamt macht eine Ausnahme: Es spricht von Fernwärmekunden als „gefangene Kunden“. Das hat nichts mit der Versorgung an sich zu tun, Fernwärme ist oft eine praktische und klimafreundliche Energieversorgung. So nutzt ein Versorger zum Beispiel die Abwärme einer Müllverbrennung und leitet sie über Rohre an Haushalte, die damit heizen. Aber: Konkurrenz hat das Unternehmen keine, vergleichbar mit Bahnschienen oder Stromnetzen sind Fernwärmenetze natürliche Monopole. Kunden können ihren Versorger nach hohen Preissteigerungen nicht wechseln, sie sind „gefangen“. Weil einige Anbieter ihre Preise in der Energiekrise und nach der Pandemie enorm erhöht hatten, begann das Bundeskartellamt mit einer Prüfung von sieben Stadtwerken und Fernwärmeversorgern für den Zeitraum 2021 bis 2023. Der Anfangsverdacht: Sie könnten ihre Macht ausgenutzt und ihre Preise missbräuchlich erhöht haben.

Bei bisher vier Fernwärmenetzen habe sich dieser Verdacht erhärtet, schreibt das Bundeskartellamt. Demnach sollen die Versorger zum Nachteil der Verbraucherinnen und Verbraucher rechtswidrig die Preise angepasst haben. Eben weil Fernwärme-Versorger ein Monopol haben, dürfen sie die Preise nur nach einer gesetzlichen Formel erhöhen. Sie muss einerseits die tatsächlichen Kosten der Versorger für die Erzeugung der Fernwärme beinhalten. Der Versorger darf also keinen teuren Brennstoff abrechnen, wenn er einen günstigen nutzt. Andererseits müssen Versorger berücksichtigen, was generell marktübliche Preise fürs Heizen sind. Beide Teile – auch Kosten- und Marktelement genannt – müssen in der Formel gleich gewichtet werden.

Behördenchef fordert mehr Einblick in die Unternehmen

Doch genau daran halten sich einige der geprüften Anbieter offenbar nicht: In vier Netzen werde das Marktelement zu niedrig gewichtet, heißt es vom Bundeskartellamt. Außerdem hätten Versorger in drei der vier geprüften Netze die tatsächlichen Kosten nicht korrekt abgebildet. Die Preissteigerungen seien höher ausgefallen, „als gesetzlich zulässig gewesen wäre“.

Der Chef der Behörde, Andreas Mundt, sieht Handlungsbedarf: „Unsere bisherigen Verfahrensergebnisse machen bereits deutlich, dass eine intensivere behördliche Befassung mit dem Fernwärmesektor in der Zukunft geboten ist.“ Weil es in Deutschland sehr viele und unterschiedliche Netze gebe, sei eine echte Regulierung unmöglich. Eine große Hilfe für eine effiziente Kontrolle wäre hingegen, wenn das Gesetz konkretere Bedingungen stellen würde: „Wir brauchen Transparenz nicht nur über die Preise, sondern vor allem über die Kosten der Unternehmen, klare Vorgaben zur Preisgestaltung und eine Stärkung der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht in diesem Bereich.“ Das Bundeskartellamt führt das Verfahren fort und nennt bis zu dessen Abschluss keine betroffenen Unternehmen.

Energie Heizen Heizkosten Fernwärme Leserdiskussion

ÄHNLICHE ARTIKEL

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

2026-03-17

Auf einem Bild aus der Kindheit legt die Tochter die Arme um den Hals der Mutter, die Ältere auf dem...

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

2026-03-17

Um den rumänischen Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest ist eine Debatte entbrannt. ...

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

2026-03-17

Wo Egidio Marzona war, war auch die Kunst. Schwer vorstellbar, ein Gespräch mit ihm zu führen, ohne ...

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17

Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgeric...

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

Gut zwei Monate nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg wollen SPD und CDU ihr neues Bün...

Nächster Beitrag
Deutschland braucht bis 2030 mehr als 300 000 Wohnungen pro Jahr

Deutschland braucht bis 2030 mehr als 300 000 Wohnungen pro Jahr

EMPFOHLEN

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

2026-03-17
Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

2026-03-17

MEISTGESEHEN

  • Verspätungen: So viel Entschädigung zahlte die Bahn 2025 an Reisende

    Verspätungen: So viel Entschädigung zahlte die Bahn 2025 an Reisende

  • Hessens Ministerpräsident zeigt sich skeptisch: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Finanzbranche: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Iran-Krieg: Spritpreise steigen am Wochenende leicht

  • Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi ruft zu ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf

  • Vereinigung Cockpit: Piloten stimmen auch bei Eurowings für Streik

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.