Tuesday, Mar 17, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite wirtschaft Debatte um Schienenmaut...

Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

2026-03-17
In wirtschaft Vom Jens Tartler

ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Gewinner der Oscar-Nacht: „One Battle After Another“ bekommt den Preis für den besten Film

Die besten Momente der Oscars 2026: Historische Siegerinnen, ein Leo-Meme und Witze über die Trumps

Die Umstellung des deutschen Trassenpreissystems von Voll- auf Grenzkosten würde nicht an den Kosten für den Bundeshaushalt scheitern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Schweizer Forschungs- und Beratungsunternehmens Infras im Auftrag des Verbands der Güterbahnen.

Unter Grenzkosten versteht man in diesem Zusammenhang die Kosten für einen zusätzlichen Kilometer, den ein Eisenbahnunternehmen auf den Schienen fährt. Bei den Vollkosten werden dagegen die Gesamtkosten der Infrastruktur auf die Kilometer umgelegt. Das Bundesverkehrsministerium hatte stets argumentiert, eine solche Umstellung würde zu Mindereinnahmen von mehreren Milliarden Euro führen und sei deshalb unrealistisch.

„Mit diesem Scheinargument räumt Infras auf“, sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger Tagesspiegel Background. Laut der Studie gibt es keine Finanzierungslücke, wenn die Finanzierungsströme des Bundes gebündelt würden. „Damit ist aus unserer Sicht ein wichtiger Vorbehalt gegenüber unserem Konzept für ein neues Trassenpreissystem abgeräumt beziehungsweise abräumbar“, sagte Westenberger weiter.

Denn die Bundesländer müssten zum Beispiel zustimmen, dass der Teil, den sie bisher über die Regionalisierungsmittel vom Bund für den Anteil der Vollkostenaufschläge in den für Züge des Schienenpersonennahverkehrs gezahlten Trassenpreisen erhalten haben, künftig direkt an die Bahntochter DB InfraGO geht. Auf den ersten Blick würden sie dadurch 3,5 Milliarden Euro „verlieren“, doch würden sie dementsprechend niedrigere Trassenpreise zahlen.

Westenberger sagte: „Trassenpreise auf Grenzkostenbasis sorgen für mehr Verkehr und damit höhere Einnahmen. Das geltende Vollkostensystem würgt dagegen Verkehre ab und macht den Netzbetreiber träge. Die Zahlen zeigen: Die angebliche Finanzierungslücke ist ein politisches Schreckgespenst – sonst nichts.“

Die Studie von Infras umfasst den Zeitraum von 2027 bis 2031. Sie zeigt, dass der aktuell rund acht Milliarden Euro hohe Bedarf für Betrieb und Instandhaltung des Schienennetzes ohnehin schon zu einem großen Teil durch den Bund finanziert wird – allerdings auf Umwegen: als nachträgliche Trassenpreisförderungen und in Form von Anteilen der Regionalisierungsmittel zur Nahverkehrsfinanzierung. Zusammen mit geplanten Instandhaltungszuschüssen des Bundes sichern auch grenzkostenbasierte Trassenpreise das nötige Finanzvolumen ab.

Westenberger sagte, wenn Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) wie versprochen bis Mitte Dezember Sicherheit für alle Beteiligten schaffen wolle, müsse er jetzt schnell ein Trassenpreisgesetz auf den Weg bringen. Eine vollständige Reform müsse von Regierung und Parlament gemeinsam mit Eisenbahnen, Ländern und Aufgabenträgern des Nahverkehrs ausgearbeitet werden.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

2026-03-17

Auf einem Bild aus der Kindheit legt die Tochter die Arme um den Hals der Mutter, die Ältere auf dem...

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

2026-03-17

Um den rumänischen Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest ist eine Debatte entbrannt. ...

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

2026-03-17

Wo Egidio Marzona war, war auch die Kunst. Schwer vorstellbar, ein Gespräch mit ihm zu führen, ohne ...

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17

Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgeric...

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

Gut zwei Monate nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg wollen SPD und CDU ihr neues Bün...

Nächster Beitrag
Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

EMPFOHLEN

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

2026-03-17
Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

2026-03-17

MEISTGESEHEN

  • Hessens Ministerpräsident zeigt sich skeptisch: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

    Hessens Ministerpräsident zeigt sich skeptisch: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Finanzbranche: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Iran-Krieg: Spritpreise steigen am Wochenende leicht

  • Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi ruft zu ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf

  • Vereinigung Cockpit: Piloten stimmen auch bei Eurowings für Streik

  • Verdi korrigiert: Kein Aufruf zu ÖPNV-Warnstreiks in zwei Bundesländern am Donnerstag

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.