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Ermittlungen gegen RAF: Millionenbeute und Mordversuch – Was Klette vorgeworfen wird

2025-03-25
In politik Vom admin

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Die Staatsanwaltschaft Verden wirft der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette versuchten Mord sowie versuchten und vollendeten schweren Raub vor. Außerdem legen die Ermittler der 66-Jährigen Verstöße gegen das Waffengesetz und Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Klette wurde in Berlin festgenommen, ihre mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub sind weiter auf der Flucht. 

Das Trio soll zwischen 1999 und 2016 Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren. Dabei soll die Bande mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet haben. Eine Übersicht über die Taten, die dem Trio vorgeworfen werden:

30. Juli 1999 in Duisburg, Nordrhein-Westfalen

Auf dem Parkplatz eines Großhandelsmarktes in Duisburg rammen maskierte Täter mit ihrem Wagen einen Geldtransporter. Sie bedrohen die beiden Wachleute mit einer Panzerfaust, einer Maschinenpistole und einem Sturmgewehr. Die Maskierten laden Geldkisten aus dem Transporter in einen anderen Wagen und fliehen unerkannt. Sie erbeuten eine Million Mark, der Schaden wird von den Ermittlern später mit rund 519.000 Euro angegeben. 

2. November 2004 in Leverkusen, Nordrhein-Westfalen

Als eine Kassiererin in den Tresorraum eines Großmarktes gehen will, wird sie von zwei Männern in den Raum geschubst. Die Täter bedrohen sie und zwei weitere Angestellte in dem Raum mit Schusswaffen und zwingen sie, einen Tresor zu öffnen. Die Räuber nehmen Bargeld aus dem Tresor und fliehen mit einem Auto, das von Klette gefahren worden sein soll. Sie erbeuten laut Staatsanwaltschaft etwa 160.000 Euro. 

27. Dezember 2006 in Bochum, Nordrhein-Westfalen

Mit Schusswaffen zwingen zwei Männer im Tresorraum eines Supermarktes zwei Kassiererinnen, sich auf den Boden zu legen. Dann packen die Täter die offen vor einer Geldzählmaschine abgelegten Einnahmen aus dem Weihnachtsgeschäft ein. Sie fliehen mit ihrer Beute durch einen Notausgang. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um 160.000 Euro.

14. April 2009 in Löhne, Nordrhein-Westfalen

Bei einem Überfall auf ein Geschäft in Löhne in Nordrhein-Westfalen erbeuten Täter den Ermittlungen zufolge etwa 177.000 Euro. Jahre später teilt das niedersächsische Landeskriminalamt mit, dass DNA-Spuren zu den gesuchten Ex-Terroristen Staub, Garweg und Klette führen.

30. September 2011 in Celle, Niedersachsen 

Zwei maskierte Täter bedrohen bei einem Überfall auf einen Supermarkt in Celle eine Mitarbeiterin mit einer Schusswaffe und einem Elektroschocker und zwingen sie, einen Tresor zu öffnen. Auf der Flucht aus dem Geschäft bedrohen sie weitere Beschäftigte, dann entkommen sie mit einem Auto. Die Staatsanwaltschaft beziffert die Höhe der Beute mit 69.000 Euro. 

24. Dezember 2012 in Stade, Niedersachsen 

An Heiligabend überfallen zwei Täter einen Supermarkt in Stade. Sie dringen in das Kassenbüro ein, überwältigen drei Angestellte und fordern Bargeld. Mit ihrer Beute laufen sie zu einem Wagen und fliehen. Später wird das Fluchtfahrzeug brennend in einem Waldstück entdeckt. Laut Staatsanwaltschaft erbeuten die Täter rund 136.000 Euro. 

23. August 2014 in Elmshorn, Schleswig-Holstein

Bei einem bewaffneten Überfall auf einen Supermarkt erbeuten Täter den Ermittlungen zufolge rund 46.000 Euro. Ein vermummter und bewaffneter Mann drängt eine Angestellte des Marktes beim Aufschließen des Büros hinein, ein weiterer Täter kommt dazu. Die beiden bedrohen die Frau und einen weiteren Angestellten. Sie zwingen die Angestellte, Bargeld aus dem Tresor zu holen. Nach dem Überfall entkommen die Täter in einem Auto. 

2. Januar 2015 in Osnabrück, Niedersachsen 

Zwei männliche Täter überfallen einen Supermarkt in Osnabrück. Sie halten sich zunächst mit einem Einkaufswagen im Bereich der Tierhandlung auf und bedrohen dann zwei Angestellte in einem Büro. Die Männer sind nach Angaben der Polizei mit Tüchern oder Schals maskiert. Den Ermittlungen zufolge erbeuten sie rund 60.000 Euro. Die Täter können unerkannt fliehen.

6. Juni 2015 in Stuhr, Niedersachsen

Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Gemeinde Stuhr nahe Bremen überfallen drei Maskierte einen Geldtransporter, der rund eine Million Euro geladen hat. Ein Täter schießt mit einem Schnellfeuergewehr dreimal auf das Fahrzeug. Erfolglos versuchen die Vermummten, die Türen des Transporters zu öffnen. Dann flüchten sie ohne Beute in einem Fahrzeug. Den Ermittlungen zufolge haben sie Gewehre und eine Panzerfaust dabei. Der Fahrer und der Beifahrer des Geldtransporters erleiden einen Schock. Sichergestellte DNA-Spuren werden später Klette, Staub und Garweg zugeordnet. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als versuchten Mord.

19. Oktober 2015 in Northeim, Niedersachsen 

Zwei vermummte Täter überfallen einen Einkaufsmarkt. Sie drücken dem Geldboten eines Sicherheitsdienstes einen harten Gegenstand in den Rücken, als dieser beim Kassenbüro klingelt. Als sich die Tür öffnet, drängen sie den Mann ins Büro und nehmen ihm seine Dienstwaffe ab. Unter Vorhalt einer Schusswaffe zwingen die Räuber die Mitarbeiterin des Kassenbüros, den Tresor zu öffnen und das darin liegende Geld in eine mitgebrachte Sporttasche zu legen. Den Ermittlungen zufolge erbeuten sie rund 50.000 Euro. Die Männer fliehen durch einen Notausgang und entkommen mit einem Auto. Das mutmaßliche Fluchtauto wird ausgebrannt gefunden.

28. Dezember 2015 in Wolfsburg, Niedersachsen

Drei Menschen versuchen einen Geldtransporter zu überfallen. Ein Täter bedroht den Beifahrer, als dieser außerhalb des Fahrzeugs ist. Die beiden anderen widmen sich dem Fahrer im Fahrzeug. Doch dieser nutzt einen unbeobachteten Augenblick und rast mit dem Wagen davon. Die Täter brechen daraufhin ihr Vorhaben ab und fliehen. Nach Zeugenaussagen sind sie mit einem Schnellfeuergewehr und einer Panzerfaust bewaffnet. Eine Fahndung mit Streifenwagen und Hubschrauber bleibt ohne Erfolg. DNA-Spuren führen später zu Klette, Staub und Garweg. Die Staatsanwaltschaft gibt die Beute dieser Tat mit 200 Euro an, weil die Täter eine Waffe stahlen. 

7. Mai 2016 in Hildesheim, Niedersachsen 

Zwei maskierte und bewaffnete Täter folgten dem Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens ins Kassenbüro eines Supermarktes. Weil das abzuholende Geld noch im Tresor und der zuständige Mitarbeiter mit dem Tresorschlüssel noch nicht im Kassenbüro ist, scheitert der Raubüberfall. Allerdings nehmen die Räuber dem Mitarbeiter des Geldtransportunternehmens die Waffe ab, den Wert beziffert die Staatsanwaltschaft mit rund 200 Euro. Die Täter fliehen über einen Notausgang und steigen in ein wartendes Auto, in dem eine dritte Person sitzt.

25. Juni 2016 in Cremlingen, Niedersachsen 

Mit einer Panzerfaust und einem Automatikgewehr bewaffnet überfallen zwei Männer und eine Frau einen Geldtransporter in Cremlingen bei Braunschweig. Nachdem der Beifahrer ausgestiegen ist, um die Tageseinnahmen eines Geschäfts abzuholen, wird der Transporter von zwei Autos eingekeilt. Zwei Maskierte bedrohen den Fahrer, es wird gegen den Wagen und in die Luft geschossen. Den Ermittlungen zufolge fordert ein dritter Täter Geld im Geschäft und schießt dort in die Decke. Die Staatsanwaltschaft gibt die Beute mit knapp 1,4 Millionen Euro an.

© dpa-infocom, dpa:250324-930-412420/1

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