Friday, Feb 20, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite politik Europäisches Rüstungspr...

Europäisches Rüstungsprojekt: Entscheidung über Luftkampfsystem FCAS erneut vertagt

2026-01-01
In politik Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Liebe im Jenseits: Zum 100. Geburtstag des Komponisten György Kurtág

Berliner Kultursenatorin Wedl-Wilson gibt Entwarnung: Das Maxim Gorki Theater knackt sein Sparschwein

Deutschland und Frankreich haben die Entscheidung über das zusammen mit Spanien geplante Luftkampfsystem FCAS erneut vertagt - diesmal auf einen unbestimmten Zeitpunkt. „Entgegen der ursprünglichen Planung ist eine abschließende Entscheidung zum Fortgang des FCAS-Projekts zum Jahresende noch nicht gefallen“, teilte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. 

Grund dafür sei „die umfassende deutsch-französische Agenda in außen- und sicherheitspolitischen Fragen, die eine Befassung mit dem Thema gemeinsames Kampfflugzeug auf der Ebene des Präsidenten und des Bundeskanzlers noch nicht möglich gemacht hat“, hieß es weiter. Wie es nun mit dem Projekt weitergeht, ist noch völlig offen. „Ein neues Datum für eine Entscheidung können wir zu diesem Zeitpunkt nicht nennen“, schrieb der Regierungssprecher.

Gesamtkosten im dreistelligen Milliardenbereich

FCAS steht für „Future Combat Air System“ und wäre bei einer Realisierung das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt. Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst.

Ursprünglich war Ende August geplant

Die Entscheidung über die Realisierung sollte ursprünglich bis zum deutsch-französischen Ministerrat Ende August in Toulon fallen. Daraus wurde nichts. Kurz vor dem Treffen beider Kabinette verkündete Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Verschiebung der Entscheidung und setzte mit dem Jahresende eine neue Zielmarke. Beide Seiten zeigten sich fest entschlossen, die Zeitvorgabe diesmal einzuhalten, um Planungssicherheit zu bekommen. 

„Wir halten an dem Plan fest, bis zum Ende des Jahres eine Entscheidung zu treffen“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) noch im November. „Ganz egal, wie die aussieht, es wird bis zum Ende des Jahres eine Entscheidung geben.“

Differenzen über Beteiligung der Unternehmen

Daraus wurde jetzt wieder nichts. Die Verhandlungen ziehen sich vor allem wegen tiefgreifender Differenzen über die jeweilige Beteiligung der Unternehmen Dassault (Frankreich), Airbus Deutschland und Indra (Spanien) in die Länge. Dassault will 80 Prozent des Projekts an sich ziehen. Von deutscher Seite wurde dagegen schon im Sommer die Erwartung geäußert, dass sich Dassault „an die bestehenden Vereinbarungen“ hält, nach der die Unternehmen gleichermaßen beteiligt werden sollen. 

Zwei Kampfjets als Kompromiss?

Als Kompromiss wird in Fachkreisen inzwischen eine Lösung mit zwei Kampfjets diskutiert, die dann wie bisher die Rafale und der Eurofighter von Dassault und Airbus produziert würden. Dann würde sich das Gemeinschaftsprojekt im Wesentlichen auf die sogenannte „Combat Cloud“, ein Datennetzwerk für militärische Ressourcen, und die begleitenden Drohnen beschränken. Es würde aber zusätzliche Kosten verursachen und Probleme beim Export des Systems wegen der Konkurrenz zwischen den beiden Kampfjets bedeuten. 

Spekuliert wird auch über ein mögliches Umschwenken Deutschlands auf ein Konkurrenzprojekt, das Global Combat Air Programme (GCAP) der Briten, Italiener und Japaner. Eines Scheitern von FCAS hätte aber nicht nur für die deutsch-französische Rüstungskooperation erhebliche Folgen, sondern für die Beziehungen beider Länder insgesamt. Wann es die nächsten Schritte zu einer Klärung gibt, ist unklar.

© dpa-infocom, dpa:251231-930-482405/1

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Tag 5 bei der Berlinale: Der Bär muss was essen

Tag 5 bei der Berlinale: Der Bär muss was essen

2026-02-17

Man ist, was man isst. In Kinosälen mampfen die Leute inzwischen alles. Bei einem Film über eine que...

Bekannt aus „Der Pate“ und „Apocalypse Now“: US-Schauspieler Robert Duvall im Alter von 95 Jahren gestorben

Bekannt aus „Der Pate“ und „Apocalypse Now“: US-Schauspieler Robert Duvall im Alter von 95 Jahren gestorben

2026-02-17

Hollywood-Star Robert Duvall ist nach übereinstimmenden US-Medienberichten tot. Der 95-Jährige starb...

Autoverkehr: Staugefahr auf der A115

Autoverkehr: Staugefahr auf der A115

2026-02-17

Wegen des Neubaus der Ringbahn- und der Westendbrücke drohen vor allem ab dem Berufsverkehr längere ...

SPD in Berlin: Michael Müller: „Ich wache nicht morgens auf und weine“

SPD in Berlin: Michael Müller: „Ich wache nicht morgens auf und weine“

2026-02-17

Dass Bundestagsabgeordnete es nicht wieder ins Parlament schaffen, kommt immer wieder vor. Es ist ab...

Wahlen: Krach: Bund muss Berlin stärker finanziell unterstützen

Wahlen: Krach: Bund muss Berlin stärker finanziell unterstützen

2026-02-17

SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach fordert ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes für die H...

Nächster Beitrag
Handy-Alternative: Forscher bemängeln Sicherheitslücke bei Kinder-Smartwatch

Handy-Alternative: Forscher bemängeln Sicherheitslücke bei Kinder-Smartwatch

EMPFOHLEN

Arbeitnehmergruppe in CDU/CSU: „Wir brauchen einen Rat für Soziale Sicherheit im Kanzleramt“

Arbeitnehmergruppe in CDU/CSU: „Wir brauchen einen Rat für Soziale Sicherheit im Kanzleramt“

2026-02-17
„Kinder haben ein Recht, ungestört aufzuwachsen“: Justizministerin bekräftigt SPD-Forderung nach Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige

„Kinder haben ein Recht, ungestört aufzuwachsen“: Justizministerin bekräftigt SPD-Forderung nach Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige

2026-02-17

MEISTGESEHEN

  • Armin Laschet bei „Caren Miosga“: Aus deutscher Sicht steht die Atomfrage nicht direkt zur Entscheidung an

    Armin Laschet bei „Caren Miosga“: Aus deutscher Sicht steht die Atomfrage nicht direkt zur Entscheidung an

  • Bis zum Frühjahr könnte Empfehlung vorliegen: Rentenkommission will offenbar über Rente mit 70 beraten

  • „Zur Mitte der Legislaturperiode“: Klingbeil will kleine und mittlere Einkommen bei Steuer entlasten

  • „Weiterhin notwendig“ : Dobrindt verlängert Grenzkontrollen bis mindestens September

  • Besser als jeder Alleingang: Die Debatte über europäische Atomwaffen darf kein Tabu mehr sein

  • Vetternwirtschafts-Vorwurf gegen AfD: SPD fordert Verschärfung des Abgeordnetengesetzes

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.