Sunday, Feb 01, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite politik Koalition: Lösung des R...

Koalition: Lösung des Rentenstreits bis Jahresende?

2025-11-25
In politik Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Daten des Robert Koch-Instituts: Fast jeder Zweite erkrankt im Leben an Krebs

Nicki Minaj ist „der größte Fan des Präsidenten“: Diese US-Stars halten Donald Trump die Treue

Trotz ihres andauernden Rentenstreits zeigt sich die Bundesregierung optimistisch für eine Lösung bis zum Jahresende. „Gedulden Sie sich noch ein paar Tage, das Jahr ist ja nicht mehr so lang“, sagte der Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch erwartet nach eigenen Worten die Verabschiedung des umstrittenen Rentenpakets in der nächsten Woche. Sein Unionskollege Jens Spahn (CDU) spricht – wie bereits Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) – von einem Beschluss bis Jahresende.

Es fänden entscheidende Gespräche auch mit Richtung auf den Koalitionsausschuss an diesem Donnerstag statt, sagte Spahn. Eine Annäherung zeichnete sich aber nicht ab. Miersch sagte, für Zugeständnisse seiner SPD sehe er keinen Spielraum. Vertreterinnen und Vertreter der Jungen Gruppe der Unionsfraktion blieben bei ihrer Ablehnung des Vorhabens.

Spahn betonte aber die Notwendigkeit von Strukturreformen. Es gebe „echten Reformdruck“, sagte er. Er schlug vor, sich auf ein „Rentenpaket II“ mit einem Zeitplan zu verständigen, um das System vorzubereiten, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den 30er Jahren in Rente gehen. „Bevor es nicht zu strukturellen Reformen in der sozialen Sicherung und auch beim Haushalt gekommen ist im nächsten Jahr, werden wir Diskussionen über weitere Schulden und Veränderungen in diesem Bereich nicht mal auch nur beginnen.“

Die Kritik der Gegner

Die Junge Gruppe lehnt das Gesetzespaket mit der sogenannten Haltelinie beim Renten-Sicherungsniveau und der ausgeweiteten Mütterrente wegen der langfristigen Kosten ab. Ohne die 18-köpfige Gruppe hat die Koalition im Bundestag keine sichere Mehrheit. Ihre Kritik richtet sich dagegen, dass das Rentenniveau – also das Verhältnis zu Löhnen und Gehältern – nicht nur bis 2031 garantiert werden soll. Laut Entwurf soll es auch als Ausgangspunkt dienen für die weitere Niveauentwicklung danach: Mit dem Gesetz soll das Absicherungsniveau bei der Rente ab 2032 dauerhaft um einen Punkt höher liegen als ohne. Die Gegner stören sich an „Folgekosten von 120 Milliarden Euro“ in den Jahren nach 2032. 

Vize-Regierungssprecher Hille und Miersch wiesen darauf hin, dass die Führungen von CDU/CSU und SPD den Plänen längst zugestimmt haben. „Der Gesetzentwurf ist einstimmig im Bundeskabinett beschlossen worden“, betonte Hille - und zwar „auf Basis dessen, was im Koalitionsvertrag steht“.

Gesamtpaket

Hille wies wie schon SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas auf weitere Aspekte hin, die von dem Rentenpaket abhängen. Es sei ein „Gesamtpaket“.

Bereits Merz hatte argumentiert, auch die sogenannte Aktivrente solle im Januar starten: Nach einer CDU-Idee soll sie steuerfreien Verdienst bis 2.000 Euro nach Renteneintrittsalter ermöglichen. Zu dem geplanten Paket gehört außerdem noch die sogenannte Frühstartrente, wonach Kinder ab dem sechsten Lebensjahr pro Monat zehn Euro vom Staat für ein Altersvorsorgedepot bekommen sollen.

Vertrauensfrage außer Betracht

Den umstrittenen Gesetzentwurf mit der Vertrauensfrage zu verknüpfen, komme für Bundeskanzler Merz nicht in Betracht. „Nein“, bekräftigte Hille auf eine entsprechende Frage. Mit der Vertrauensfrage kann sich der Kanzler vergewissern, ob seine Politik im Bundestag eine Mehrheit hat.

Aus der Opposition hieß es, Merz und Spahn hätten offenbar keine stabile Grundlage in der eigenen Fraktion. „In der Regierung erleben wir Chaos und Führungslosigkeit“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann. 

Für SPD geht es um Kern der Koalition

SPD-Fraktionschef Miersch wies auf die Bedeutung des Rentenniveaus für seine Partei hin. Es sei für sie ein Hauptbestandteil der Koalition, sagte Miersch. „Und es ist im Übrigen auch etwas gewesen, was bei der Mitgliederentscheidung der SPD eine sehr, sehr wichtige Rolle gespielt hat“, so Miersch mit Blick auf die mehrheitliche Zustimmung Hunderttausender SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag im April 2025. 

Die SPD verweigere sich weiteren Reformen „in keiner Weise“. Aber erst komme dieses Gesetz. Auch Vize-Regierungssprecher Hille wies Forderungen zurück, die Rentenpläne ganz zurückzuziehen, bis die geplante Rentenkommission ihre Vorschläge für grundsätzliche Reformen macht. Diese Forderung hatten 22 namhafte Ökonomen und andere Wissenschaftler erhoben.

Senioren-Union: Gesetzentwurf zu starr

Die Senioren-Union der CDU warnte vor einer Koalitionskrise. „Wenn es das Datum allein ist, würde ich deshalb keine Koalitionskrise herbeiführen“, sagte ihr Vorsitzender Hubert Hüppe mit Blick auf den Streit um das Jahr 2032. Dennoch halte er den von Arbeitsministerin Bas vorgelegten Gesetzentwurf für „zu starr“. Vieles sei abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung: „Wenn die floriert, wird der Druck nicht so groß sein.“ Gehe es dagegen weiter bergab, seien ganz andere Fragen zu klären – etwa in Sachen Pflege- und Gesundheitssystem. 

Junge Gruppen der Union: „Mut zur Entscheidung“

Die Junge Union und die Jugendorganisation des Sozialflügels der CDU (JCDA) forderten die Bundesregierung auf, die Entscheidungen der geplanten Rentenkommission nicht vorwegzunehmen. „Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Rente liegen seit Jahren auf dem Tisch. Die Politik muss endlich den Mut zu Entscheidungen haben“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Der JCDA-Vertreter Gregory Gosciniak forderte, die Debatte dürfe nicht über die Köpfe der jungen Menschen hinweg geführt werden. Die Landesvorsitzende der JU Brandenburg, Laura Strohschneider, sprach in Potsdam von der „letzte(n) echte(n) Chance, den Generationenvertrag sichern zu können“. Mit dem Gesetzentwurf von Bas hätte ihrer Ansicht nach „niemand gewonnen“.

© dpa-infocom, dpa:251124-930-335129/3

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Festivalleiterin Tricia Tuttle im Interview: „Die Berlinale wird unter meiner Leitung niemals ein Land boykottieren“

Festivalleiterin Tricia Tuttle im Interview: „Die Berlinale wird unter meiner Leitung niemals ein Land boykottieren“

2026-02-01

Frau Tuttle, Ihre zweite Berlinale als Festivalleiterin steht an. Was haben Sie aus dem ersten Jahr ...

Leute: Elizabeth Jagger: „Mein Vater organisiert Spieltreffen“

Leute: Elizabeth Jagger: „Mein Vater organisiert Spieltreffen“

2026-02-01

Das britisch-amerikanische Model Elizabeth Scarlett Jagger hat ihren Vater, die Rocklegende Mick Jag...

Linksextremismus: Anschlag auf Stromversorgung - Polizei steht unter Druck

Linksextremismus: Anschlag auf Stromversorgung - Polizei steht unter Druck

2026-02-01

Die Höhe der Belohnung ist einmalig, die Fahnder vom Bundeskriminalamt (BKA) sprechen zur Begründung...

Leute: Riccardo Simonetti glaubt an die Krawatte

Leute: Riccardo Simonetti glaubt an die Krawatte

2026-02-01

Riccardo Simonetti (32) glaubt an die Krawatte. Hemden mit Krawatten und dreiteilige Anzüge seien „w...

Der prominente Wochenrückblick : Tratsch, teure Mode und ein Treppenwitz

Der prominente Wochenrückblick : Tratsch, teure Mode und ein Treppenwitz

2026-02-01

Am Freitag startete in Berlin mal wieder eine Modewoche, offiziell, wie üblich, unter dem englischen...

Nächster Beitrag
„Basta-Rufe aus Ministerien nicht angemessen“: Spahn pocht auf geplantes Rentenpaket und grundlegende Reformen

„Basta-Rufe aus Ministerien nicht angemessen“: Spahn pocht auf geplantes Rentenpaket und grundlegende Reformen

EMPFOHLEN

„Als ob die Deutschen Faulenzer wären“: Union weist DGB-Kritik an geplanter Aufweichung des Acht-Stunden-Tags zurück

„Als ob die Deutschen Faulenzer wären“: Union weist DGB-Kritik an geplanter Aufweichung des Acht-Stunden-Tags zurück

2026-02-01
Sonntagstrend: Union zieht in einer Umfrage mit AfD gleich – FDP rutscht ab

Sonntagstrend: Union zieht in einer Umfrage mit AfD gleich – FDP rutscht ab

2026-02-01

MEISTGESEHEN

  • Rente: Kühnert für kleine Altersbezüge für Abgeordnete

    Rente: Kühnert für kleine Altersbezüge für Abgeordnete

  • „Nürnberger Würstchen mit der Lizenz zum Tröten“: Ricarda Lang stichelt in Karnevalsrede gegen Markus Söder

  • „Kein Freifahrtschein für Blaumacher“: Kassenärzte-Chef plädiert für Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen

  • „Es geht um digitale Spanner-Aufnahmen“: Hubig will heimliches Filmen in Saunen oder am See strafbar machen

  • Militär: Pistorius verteidigt Bundeswehr gegen Trumps Nato-Kritik

  • „Höchste Gefahren für Leib und Leben“: Pistorius verteidigt Bundeswehr gegen Trumps Nato-Spott

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.