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Ferienstreit mit den Südländern: Als käme es direkt aus dem Sommerloch

2025-07-17
In politik Vom Stephan-Andreas Casdorff

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Was für ein Streit: Die großen Ferien in Bayern und in Baden-Württemberg dauern seit Jahrzehnten jedes Jahr von Anfang August bis Mitte September – und das ärgert die anderen Bundesländer. Die haben rotierende Termine. Deshalb will die nordrhein-westfälische Schulministerin Dorothee Feller eine Neuregelung. Als gäbe es keine wichtigeren Themen.

Zumal es nicht nach einem Kompromiss aussieht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lässt da nicht mit sich reden, und auch der Stuttgarter Regierungschef Winfried Kretschmann sagt nein. Der ist auch noch Lehrer. Und Grüner, nicht wie Söder politisch schwarz.

Da geht es nicht um Konkurrenz der Länder

Die Härte hat damit höchstens am Rande mit dem Konkurrenzverhältnis zwischen Söder und Hendrik Wüst zu tun, dem Christdemokraten an der Spitze der NRW-Regierung. Der Grund für den späten Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg liegt woanders: im Ablauf des Schuljahres.

Bei denen im Süden dauern die Pfingstferien zwei Wochen und enden damit später als im Norden. Damit zwischen Pfingst- und Sommerferien genügend Zeit für Unterricht, Prüfungen und Zeugnisse, vielleicht auch für die Klassenfahrt bleibt, liegt der Ferienstart der beiden Südländer bundesweit dauerhaft am Ende.

Das will der Christsoziale Söder, evangelisch, auf keinen Fall: Ärger mit den christlichen Kirchen.

Stephan-Andreas Casdorff ist Editor-at-Large des Tagesspiegels. Schule ist für ihn ein herausragend wichtiges Thema – er hat selbst Kinder im schulpflichtigen Alter.

Würde also beispielsweise Bayern den Termin mit Nordrhein-Westfalen getauscht haben, hätten die großen Ferien im Freistaat bereits am vergangenen Montag begonnen – nur drei Wochen nach Ende der bayerischen Pfingstferien. Oder hätten die Bayern dieses Jahr mit Thüringen tauschen müssen, wären die Kinder zwischen den beiden Ferien nur eine Woche in der Schule gewesen.

Würden Bayerns Sommerferien vorverlegt, müssten die (besonders langen) Pfingstferien verkürzt werden. In Nordrhein-Westfalen etwa gibt es zu Pfingsten nur einen freien Schultag. Das will der Christsoziale Söder, evangelisch, auf keinen Fall: Ärger mit den christlichen Kirchen. Und hat auch da Kretschmann an seiner Seite.

Der Regierungschef im Ländle ist nicht nur Grüner, sondern dazu noch sehr christkatholisch. So wird daraus gewissermaßen eine ökumenische Koalition. Mit der Hilfe der Kinder beim Einbringen der Ernte ist der späte Termin schon ewig nicht mehr zu begründen.

Aber der Streit wirkt sowieso, als habe sich schon das Sommerloch aufgetan. Warum ist das Thema überhaupt eines? Eine Neuregelung gäbe es, wenn, erst von 2030 an. Ja, dann lass die beiden Südländer doch Ferien machen, wie sie wollen. Haben die Schulminister der Länder keine anderen, wichtigeren Themen?

Lehrermangel, Stundenausfall, besonders aber der künftige Umgang mit der alles, auch den Unterricht, verändernden KI – hier müssen vor 2030 Lösungen gefunden werden. Schüler und Lehrer müssen schnell viel lernen. Und da sind die Leistungen eher mangelhaft.

Baden-Württemberg Bayern Hendrik Wüst Lehrer Markus Söder Nordrhein-Westfalen Schule Thüringen Winfried Kretschmann auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

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