Nahe dem U-Bahnhof Hermannstraße in Berlin‑Neukölln ist am Donnerstagabend ein 27-Jähriger angeschossen worden. Angaben der Polizei zufolge fielen gegen 19.20 Uhr mehrere Schüsse.
Seine Verletzung konnte die Besatzung eines Rettungswagens ambulant behandeln, teilte die Polizei am Freitag mit. Zuvor soll sich der 27-Jährige mit einem 29-Jährigen im Anita-Berber-Park aufgehalten haben. Eine fünf- bis sechsköpfige Gruppe soll auf die beiden zugekommen sein, ein Mann habe dann eine Pistole aus seiner Bauchtasche gezogen.

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Die beiden Männer rannten daraufhin den Angaben nach in Richtung Hermannstraße, woraufhin ihnen der bewaffnete Mann folgte und mehrmals geschossen haben soll. Für die Spurensuche, beispielsweise die Sicherung von Patronenhülsen, wurden der Park sowie der Bereich zwischen Jonasstraße und Leinestraße bis circa 0.30 Uhr gesperrt.
Die Berliner Polizei ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Die neu eingerichtete Sonderermittlungsgruppe BAO Ferrum des Landeskriminalamtes Berlin sowie die Ermittlungsgruppe Telum der Staatsanwaltschaft Berlin haben in diesem Fall die Ermittlungen übernommen.
In der jüngeren Vergangenheit häufen sich Schusswaffeneinsätze auf Berlins Straßen. Es ist nur Wochen her, dass binnen weniger Tage mehrfach auf Lokale in der Hermannstraße geschossen wurde. Wegen der Entwicklung wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) „Ferrum“ (lateinisch, übersetzt: „Eisen“) eingerichtet. (Tsp)