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Nach der Umweltkatastrophe: Fischbestand in Oder wächst – Risiko durch Alge bleibt

2025-08-09
In gesellschaft Vom admin

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Drei Jahre nach der Umweltkatastrophe in der Oder erholt sich der Fischbestand in dem deutsch-polnischen Fluss nach Ansicht eines Experten zunehmend. „Wenn nichts weiter passiert, können wir 2026 oder 2027 von einer vollständigen Erholung ausgehen“, sagte der Fischökologe am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, Christian Wolter, der Deutschen Presse-Agentur. Zander und Hecht etwa wachsen ihm zufolge in der Oder sehr gut. 

Im Sommer 2022 war es in der Oder zu einem massenhaften Fischsterben gekommen. Hoher Salzgehalt im Fluss, Niedrigwasser, hohe Temperaturen und das Gift der Algenart Prymnesium parvum, die auch Goldalge genannt wird, gelten als Ursachen. 

Fischer an der Oder bleiben vorsichtig

Inzwischen habe sich die Fischerei weitgehend normalisiert, sagte der Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes, Lars Dettmann. „Aber man kann nicht so fischen als wäre nichts gewesen.“ Die Berufsfischer seien noch mit angezogener Bremse tätig, damit sich der Fischbestand in der Oder gut reproduzieren könne. „Es braucht diese fünf bis sechs Jahre bis wir da angekommen sind, wo wir vor dem Fischsterben waren.“ 

Laut Forschungsinstitut IGB konnte sich die Brackwasseralge Prymnesium parvum 2022 in dem stark mit Salz angereicherten Wasser massenhaft vermehren. Durch ihr produziertes Gift seien rund 1.000 Tonnen Fisch sowie Muscheln und Schnecken verendet, schätzten die Wissenschaftler. Fast ein Jahr nach der Umweltkatastrophe fehlten in der Oder laut Analysen noch mehr als die Hälfte der Fische. Die Sorge von Umweltschützern bleibt, dass sich ein Massensterben bei Fischen wiederholen könnte.

Ein vermehrtes Wachstum der Alge ist in der Oder derzeit aber nicht festgestellt worden. Der Befund sei unauffällig geblieben, sagte Fischökologe Wolter. „Das war in diesem Jahr sehr positiv.“ 

Wann produziert die Goldalge eigentlich Gift?

Jedoch gibt die Alge, die 2022 erstmals in der Oder gefunden wurde, der Wissenschaft auch Rätsel auf. Es sei eine unbefriedigende Situation, nicht zu wissen, wann sie Gift produziere und wann nicht, sagte Wolter. Eine Massenentwicklung der Alge müsse verhindert werden, weshalb der noch immer hohe Salzgehalt der Oder sinken müsse. Forscher gehen davon aus, dass sich die Goldalge in der Oder etabliert hat. Es gilt als kompliziert, ihre Giftproduktion zu erforschen. 

Die ehemalige Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hatte wiederholt gefordert, Polen müsse die Einleitung von salzigem Abwasser in den Fluss eindämmen. Das Nachbarland kündigte 2024 an, Salzeinleitungen vor allem aus dem Bergbau in die Oder und ihre Nebengewässer verringern zu wollen.

Die Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei forschen seit 2023 zu den Ursachen des Fischsterbens und der Alge. Das bis ins Jahr 2026 laufende Projekt wird mit Mitteln des Bundes von mehr als 4,8 Millionen Euro gefördert. (dpa)

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