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Dschungel als Jurassic-Set: Filmreif: Thailands Traumkulissen locken Hollywood

2025-08-01
In gesellschaft Vom admin

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Thailand hat eine neue Attraktion: Dinosaurier. Nun ja, nicht im wörtlichen Sinne. Aber seit sich bei Filmfans in aller Welt herumspricht, dass „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ - der jüngste Blockbuster der Dino-Saga - in den Dschungeln des Königreichs gedreht wurde, reibt sich die Tourismusindustrie die Hände. Längst haben Hollywood-Produzenten die herrliche Natur Thailands für sich entdeckt. Tendenz steigend.

Die von der Regierung in Bangkok betriebene Agentur „Thai Film Office“ setzt auf ihrer Facebook-Seite bereits gekonnt einen Dinosaurier in Szene und feiert das Land als ultimatives „Film-Paradies“. Und hoch auf der Dino-Welle reitend, soll schon Anfang August in Bangkok ein riesiger Themenpark namens „Jurassic World: The Experience“ eröffnet werden. Die Behörden wollen die filmreifen Sets in bare Münze verwandeln - und hoffen, damit auch die nach der Corona-Pandemie noch immer kränkelnde Tourismusbranche wiederzubeleben. 

Tatsächlich hat Thailand landschaftlich so ziemlich alles, was das Produzentenherz begehrt - von einsamen Traumstränden über imposante Tempelanlagen bis hin zu wilden Nationalparks mit Wasserfällen und Kalksteinfelsen. „Jurassic World“-Hauptdarstellerin Scarlett Johansson schwärmte in verschiedenen Interviews von den Dreharbeiten auf einsamen Inseln voller Naturgewalten in der südlichen Provinz Krabi, wo die Urzeit-Echsen perfekt in Szene gesetzt wurden. 

Förderprogramm als Anreiz

Aber es gibt auch finanzielle Anreize, die zum Erfolg beitragen: Seit Januar bietet das Land einen Cashback für ausländische Filmproduktionen von bis zu 30 Prozent ihrer Ausgaben. Auch viele asiatische Produktionen wissen das zu schätzen, etwa aus Indien, Südkorea oder China.

„Thailand bietet eine vielfältige Auswahl an Kulissen, von pulsierenden Städten bis hin zu traumhaften Urlaubsdestinationen – und das zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagte Jurairat Mongkolwongsiri, stellvertretende Vertriebsdirektorin von Thailands führender Hotelgruppe Centara Hotels & Resorts, der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kämen die reiche Kultur und viele erfahrene lokale Produktionspartner - eine äußerst attraktive Mischung für Filmschaffende aus aller Welt.

Auch ein Centara-Hotel war schon Drehort eines Oscar-prämierten Films: Vor 40 Jahren entstanden im heutigen Centara Grand Beach Resort & Villas Hua Hin, drei Autostunden von Bangkok, Teile des Antikriegsdramas „The Killing Fields – Schreiendes Land“ (1984). Ein Jahrzehnt später diente das ikonische Gebäude aus dem Jahr 1922 als Location im Action-Streifen „The Quest – Die Herausforderung“ mit Jean-Claude Van Damme und Roger Moore.

Apropos Roger Moore: Schon in den 1970er Jahren lieferte sich der britische Schauspieler als James Bond - Agent 007 in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ ein Schießduell auf der herrlichen Insel Khao Phing Kan bei Phuket. Bis heute vermarktet das Land das Eiland und die imposante vorgelagerte Felsnadel Khao Tapu als „James-Bond-Insel“. 

Aber wohl erst Danny Boyles Hippie-Drama „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio löste erstmals einen wahren Touristen-Hype aus. Nachdem der Streifen 2000 in die Kinos gekommen war, pilgerten jahrelang Heerscharen von Touristen auf die ansonsten unbewohnte Insel Phi Phi Leh, um die traumhafte Maya Bay zu bestaunen. Am Ende waren es fast 6000 am Tag. Das Paradies mutierte zum überfüllten Alptraum. Zuletzt machten auch die Selfies keine Freude mehr. Erst seit einer mehrjährigen Schließung ab 2018 wird der Andrang besser geregelt.

Als bekannt wurde, dass Thailand als Setting der jüngsten Staffel der preisgekrönten HBO-Serie „The White Lotus“ auserkoren wurde, schossen bei Online-Reisebüros wie Expedia oder Hotels.com wiederum die Suchanfragen in die Höhe, speziell zur Insel Koh Samui, wo große Teile der bissigen Satire gedreht wurden. 

Reise zu Drehorten als Trend

Der Trend, Schauplätze der eigenen Lieblingsserie oder eines Blockbusters zu besuchen, ist so angesagt wie nie. Jurassic-Fans wird es schon bald an einige der schönsten Drehorte in der Provinz Krabi direkt an der Andamanensee ziehen. Das bestätigen auch Hotel-Experten. 

„Produktionen wie "The White Lotus" tragen sicherlich dazu bei, das Interesse zu wecken und die Reisenachfragen zu steigern“, erklärte Centara-Sprecherin Mongkolwongsiri weiter. „Bei Centara haben wir zu Reisezielen wie Krabi und Koh Samui ein spürbares Wachstum verzeichnet – mit einem durchschnittlichen Anstieg der Auslastung unserer Hotels in diesen Gebieten um 10 bis 30 Prozent.“

Die Liste der in Thailand gedrehten Filme wird derweil immer länger. Weitere US-Produktionen aus den letzten Jahren, die es ins Königreich zog, waren etwa der Science-Fiction-Actionthriller „The Creator“ von Gareth Edwards (2024) sowie ein Jahr zuvor die Kriegs-Dramedy „The Greatest Beer Run Ever“ mit Zac Efron, Russell Crowe und Bill Murray. Viele Vietnam-Szenen entstanden hier unter anderem in Bangkok und Hua Hin.

Viele Millionen für Thailands Wirtschaft

Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres flossen laut „Thai Film Office“ rund 2,8 Milliarden Thai Baht (rund 75 Millionen Euro) durch internationale Filmdrehs in die nationale Wirtschaft. Vom 1. Januar bis 30. Juni wurden stolze 279 ausländische Filme ganz oder teilweise in Thailand gedreht. 

„Thailand festigt seinen Ruf als führende internationale Filmlocation“, jubelte die Agentur. Und auch die stellvertretende Regierungssprecherin Sasikarn Wattanachan gab sich zuletzt zuversichtlich und erklärte, nach „Jurassic World“ und „White Lotus“ würden sicher schon bald weitere Blockbuster-Produktionen folgen.

© dpa-infocom, dpa:250731-930-859835/1

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