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Asien Cup: Australien: Fünfte iranische Fußballerin verzichtet auf Asyl

2026-03-17
In sport Vom admin

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Eine fünfte Spielerin der iranischen Frauen-Fußballnationalmannschaft hat ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen und das Land verlassen. Australische Medien berichteten unter Berufung auf iranische Staatsmedien, dass es sich dabei um die Kapitänin des Teams handele. Sie soll in der Nacht aus Australien abgeflogen sein, auf dem Weg in ihr vom Krieg stark beeinträchtigtes Heimatland.

Team hält sich in Malaysia auf

Damit haben inzwischen fünf der sieben Teammitglieder, denen die australische Regierung nach dem Asien Cup humanitäre Visa gewährt hatte, ihre Asylgesuche wieder zurückgezogen. Sie befinden sich zusammen mit dem gesamten Team in Malaysia, eine direkte Rückreise in den Iran ist derzeit nicht möglich. Zwei Frauen wollen hingegen weiterhin in Australien bleiben.

Nach dem Turnier hatten zunächst fünf Mitglieder Asyl beantragt und die Zusage mit Australiens Innenminister Tony Burke gefeiert. Kurz darauf erhielten eine weitere iranische Fußballerin sowie ein Mitglied des Teams ebenfalls Asyl.

Zwei Spielerinnen sind bei Brisbane Roar untergekommen, wie der Club mitteilte. Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh „wurden in den Trainingsanlagen des Vereins willkommen geheißen, damit sie am Training mit unserem A-League-Frauenkader teilnehmen können“. Der Verein bekräftige damit das „Engagement, ihnen ein unterstützendes Umfeld zu bieten“.

Stiller Protest sorgte für Wirbel

Das Schicksal des iranischen Teams hatte in der vergangenen Woche für großen Wirbel gesorgt. Die Auswahl war wegen eines stillen Protests beim in Australien ausgetragenen Asien Cup in der Heimat in die Kritik geraten.

Beim ersten Gruppenspiel hatten die Spielerinnen während der Nationalhymne geschwiegen – im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als „Verräterinnen“, auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen und salutierten. Beobachter befürchten, dass den Frauen im Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten - oder, dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.

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„Sie standen unter großem Stress. Sie wussten nicht, was sie tun sollten, sie machten sich Sorgen um ihre Familie, ihr Vermögen im Iran und fragten sich, welche Entscheidung jetzt die beste sei“, hatte Naghmeh Danai, die Migrationsberaterin der australischen Regierung, in der vergangenen Woche berichtet, nachdem sie mit den Asylsuchenden gesprochen hatte.

Team wartet auf Anweisungen für Heimreise

Die fünf Spielerinnen, die in die Heimat zurückwollen, würden in Malaysia „bestens versorgt“, sagte der Generalsekretär der Asian Football Confederation (AFC), Windsor Paul John. Sowohl der AFC als auch der malaysische Fußballverband (FAM) leisteten umfassende logistische, moralische und emotionale Unterstützung. „Sie wissen genau, dass sie selbst entscheiden können, wohin und wann sie abreisen. Wir sind hier, um sie bei ihren Entscheidungen bestmöglich zu unterstützen.“ Die Mannschaft wartet derzeit auf Anweisungen ihres Verbandes und auf die Organisation möglicher Flugverbindungen.

© dpa-infocom, dpa:260316-930-821953/3

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