Mit ihren sommerlichen Renn-Outfits haben die beiden deutschen Bronzemedaillen-Gewinner Leonie Walter und Marco Maier bei den Paralympics in Italien für ein ungewöhnliches Bild im Wintersport gesorgt. „Ich habe mich entschieden, den Rennanzug sommertauglich zu machen. Ich mag es nicht so warm. Wintersport sollte auch ein bisschen kühl sein“, sagte Walter nach ihrem Biathlonrennen in kurzer Hose und T-Shirt.
Noch am Vorabend hatte die 22-Jährige ihren ursprünglich langen Rennanzug im paralympischen Dorf spontan an Armen und Beinen kürzen lassen. „Ich friere nicht, es war trotzdem noch warm“, sagte die sehbeeinträchtigte Athletin, die den Schnee im Langlaufstadion von Tesero als „tief“ und „slushy“ beschrieb. Ihr Teamkollege Maier, ebenfalls in kurzer Hose und T-Shirt unterwegs, hatte die aufgeweichte Strecke tags zuvor sogar mit „Wasserski“ verglichen.
Kurze Hose als Bronze-Geheimnis?
Bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein bot die Siegerehrung der beiden einen starken Kontrast zu ihrem Kurzarm-Look: Sowohl Walter als auch Maier nahmen ihre Medaillen in Mütze und bis oben geschlossener Jacke entgegen. Bei den nächsten Rennen greifen aber vielleicht nicht nur die beiden dann wieder zu ihrem Sommer-Outfit. „Den Tipp mit der kurzen Hose müssen wir den anderen vielleicht noch geben“, scherzte Walter.
Bereits bei den Olympischen Spielen vor wenigen Wochen an selber Stelle hatten im Langlauf der Brite Andrew Musgrave und der Amerikaner John Steel Hagenbuch für einen Hingucker gesorgt, als sie bei strahlendem Sonnenschein nur mit einem Startnummern-Leibchen am Oberkörper bekleidet ins Rennen gegangen waren.
© dpa-infocom, dpa:260308-930-784138/1
Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.