Die deutschen Biathleten haben den ersten Weltcup nach den Olympischen Spielen ohne Podestplatz beendet. Im abschließenden Massenstart von Kontiolahti wurde Philipp Nawrath guter Siebter. Philipp Horn hatte weniger Glück und landete nach vier Strafrunden nur auf dem enttäuschenden Rang 26. Mehr deutsche Starter hatten sich nicht für das 30er Feld qualifiziert.
„Es war ein schönes Rennen. In der Loipe habe ich mich mehr ganz so frisch gefühlt, vor allem das letzte Schießen war gut“, sagte Nawrath im ZDF. Zuvor hatte es für die DSV-Skijäger zu Platz fünf im Einzel durch Nawrath und Rang sechs in der Staffel gereicht.
Laegreid siegt - Kleine Kugel für Perrot
Seinen ersten Saisonsieg feierte derweil der Norweger Sturla Holm Laegreid. Der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison kam fehlerfrei durch und hatte nach 15 Kilometern 16,5 Sekunden Vorsprung auf den Gesamtweltcupführenden Eric Perrot (1 Fehler). Der Franzose sicherte sich nach dem Einzel auch die kleine Kristallkugel für die Disziplinwertung im Massenstart. Rang ging an Laegreids Teamkollegen Vetle Sjaastad Christiansen (1/+ 24,1 Sekunden).
Nawrath begann mit zwei tadellosen Liegendeinlagen. Im ersten Stehendanschlag ließ er dann eine Scheibe stehen und musste 150 Extra-Meter laufen. Dennoch hielt er sich in den Top Ten. Im finalen Schießen räumte der 33-Jährige dann alle fünf Scheiben ab und war mit seinem Rennen zufrieden.
Schießzeiten zu langsam
Anders lief es bei Horn. Der Thüringer musste gleich viermal in die Strafrunde und hatte auch in Loipe offenbar Probleme. Denn der 31-Jährige, mit einer der stärksten Läufer, hatte am Ende in der Laufzeit 1:50,4 Minuten Rückstand auf den Schnellsten im Feld, den Norweger Johan Olva Botn. Auffällig auch wieder: Nawrath und Horn hatten mit die langsamsten Schießzeiten, am Ende entscheidende Sekunden im Kampf um das Podest.
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