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Fußball-Bundesliga: Aufatmen bei Werder: Erster Sieg nach 13 Spielen

2026-03-01
In sport Vom admin

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Der SV Werder kann doch noch in der Fußball-Bundesliga gewinnen. Nach 13 Spielen gelang den abgestürzten Bremern im Abstiegsduell gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim ein erlösendes 2:0 (0:0). 

Der dritte Saisontreffer der Stuttgarter Winter-Leihgabe Jovan Milosevic (57.) und ein Eigentor von Hennes Behrens (90.+7) beendeten die Negativserie und bescherten Daniel Thioune in dessen vierten Spiel als Werder-Trainer den ersten Sieg nach drei Niederlagen. Der Erfolg hätte höher ausfallen müssen, doch die Bremer Chancenauswertung war erneut schwach. 

Für die Heidenheimer wird die Situation indes nach dem elften Spiel ohne Sieg immer hoffnungsloser. Das Team von Trainer Frank Schmidt hat bei noch zehn Saisonspielen nun schon acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, auf den sich die Bremer durch den Erfolg verbesserten. 

Appell der Werder-Ultras an Mannschaft und Fans 

Vor dem Anpfiff hatte ein Sprecher der Werder-Ultras im Stadion einen dramatischen Appell an die Mannschaft und die Fans gerichtet und den Zusammenhalt zwischen Spielern und Anhänger beschworen. 

Es war auch eine Reaktion auf die Szenen nach dem 1:2 der Bremer beim FC St. Pauli, als die Spieler von Fans weggeschickt worden waren. „Es gibt keinen Riss“, betonte der Sprecher. „Wir wollen jetzt den Schulterschluss mit der Mannschaft.“ 

Werder von Beginn an überlegen

Die Gastgeber schienen den Appell erhört zu haben und waren von Beginn an vor 40.000 Zuschauern die überlegene Mannschaft. Die Heidenheimer warteten ab, zeigten kaum Initiative für die Offensive. Die Bremer wussten spielerisch zu gefallen, klare Möglichkeiten erspielten sie sich lange nicht. 

Erst Jens Stage (19.) sorgte mit einem Kopfball für einen Aufreger. Doch Heidenheims Torwart Frank Feller, der erstmals in dieser Saison für den erkrankten Stammkeeper Diant Ramaj spielte, war auf dem Posten. Sieben Minuten später gab es die vermeintliche Werder-Erlösung: Doch der Treffer von Olivier Deman wurde wegen Abseits von Milosevic nach Videobeweis zurecht wieder einkassiert.

Die Bremer steckten die Enttäuschung weg, machen weiter Druck gegen die beinahe nur in der Defensive stattfindenden Gäste. Milosevic (36.) vergab aus vier Metern nach schöner Vorarbeit vom Romano Schmid. 

Turbulente Phase vor der Pause

Erst fünf Minuten vor der Pause meldeten sich die Gäste in der Offensive an - und es begann eine turbulente Phase. Arijon Ibrahimovic (41.) verpasste mit einem Schuss nur knapp das Werder-Tor, Omar Traoré verfehlte wenig später per Kopf ebenso knapp die Führung. 

Aber auch Werder war mit dem Vergeben von Chancen noch nicht durch: Schmid schaffte es, in der Nachspielzeit frei stehend erst den Pfosten und anschließend nur das Außennetz zu treffen. 

Heidenheim nach der Pause zunächst besser, doch Werder trifft

Nach dem Wechsel wurden die Heidenheimer zunehmend stärker. Werder wirkte in den ersten Minuten unerklärlich passiv, fand erst langsam wieder ins Spiel - und ging in Führung. Nach Flanke von Schmid stand Mittelstürmer Milosevic an der richtigen Stelle und nickte den Ball ins Tor. 

Die Heidenheimer reagierten, versuchten, Druck zu machen. Doch die Bremer ließen lange Zeit kaum etwas zu, überzeugten kämpferisch und suchten ihr Heil in einigen Kontern. Der eingewechselte Justin Njinmah (87.) hätte noch erhöhen können. In der Nachspielzeit erledigte das der Heidenheimer Behrens. Danach folgte der Abpfiff - und pure Erleichterung im Weserstadion.

© dpa-infocom, dpa:260228-930-750197/1

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