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Revanche zwischen Mayweather und Pacquiao : Das Boxen macht sich lächerlich, live auf Netflix

2026-02-25
In sport Vom Julian Graeber

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Der Boxsport war mal eine große Nummer. Für Muhammad Ali, George Foreman, Mike Tyson und Lennox Lewis standen viele Menschen mitten in der Nacht auf. Hierzulande gab es mit Henry Maske, Sven Ottke und den lange für einen Hamburger Boxstall kämpfenden Klitschko-Brüdern herausragende Weltmeister.

Um zu verstehen, wie es heute um das Boxen bestellt ist, lohnt ein Blick auf die aktuellen Titelträger. Vom Ukrainer Oleksandr Usyk hat vielleicht der eine oder andere schon mal gehört, der Rest ist nur absoluten Fans ein Begriff.

Mike Tyson (links) kämpfte 2024 gegen Influencer Jake Paul.

© IMAGO/Imagn Images/IMAGO/Kevin Jairaj

Noch deutlicher wird der deprimierende Status Quo aber beim Blick auf die öffentlichkeitswirksamsten Kämpfe der vergangenen Jahre. 2024 stieg Tyson im Alter von 58 Jahren gegen Influencer Jake Paul in den Ring und verlor nach Punkten. Im vergangenen Dezember versuchte es Paul erneut, hatte gegen den früheren Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua aber keine Chance.

Übertragen wurden diese Events von Netflix – und weil die Abrufzahlen trotz aller sportlichen Irrelevanz gut waren, hat der Streaminganbieter sich etwas Neues einfallen lassen. Wie am Dienstag bekannt wurde, soll es im September einen zweiten Kampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao geben.

Julian Graeber hat sich früher einige Nächte mit großen Kämpfen um die Ohren geschlagen. Für Mayweather gegen Pacquaio II würde er nicht aufstehen.

2015 war das erste Duell der beiden ein Großereignis und wurde als „Kampf des Jahrhunderts“ vermarktet. Mayweather kassierte 180 Millionen Dollar als Gage und gewann einstimmig nach Punkten. Pacquiao durfte sich mit 120 Millionen Dollar trösten.

Viele legendäre Rivalitäten bekamen einen zweiten oder dritten Akt, man denke nur an Ali gegen Joe Frazier. Doch um Mayweather gegen Pacquiao II ernst zu nehmen, ist einfach zu viel Zeit vergangen.

Klassentreffen der Box-Opas

Der US-Amerikaner ist an diesem Dienstag 49 Jahre alt geworden, sein alter Widersacher von den Philippinen ist 47. Als Vorbereitung will Mayweather gegen Tyson kämpfen – und mehr muss man zu diesem Klassentreffer der Box-Opas eigentlich nicht wissen.

Die früheren Ikonen und Netflix spielen mit der Nostalgie der Fans. Der Boxsport lebt schon immer von besonderen Charakteren, von der Show, von starken Emotionen. Die aktuelle Weltspitze lässt die meisten Menschen jedoch kalt, daher kramt der Streaminganbieter die alten Helden hervor.

Finanziell lohnt sich das gewiss, schließlich steigt einer wie Mayweather, Spitzname Money, nicht umsonst in den Ring. Das Boxen als Sportart macht sich durch solche Kämpfe aber lächerlich.

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