Sunday, Feb 01, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite sport Gehälter, Hallen, Sicht...

Gehälter, Hallen, Sichtbarkeit: Deutschland kann in Sachen Frauensport von Berlin lernen

2025-03-09
In sport Vom Inga Hofmann

ÄHNLICHE ARTIKEL

Wenn das Pflegeheim plötzlich teurer wird: Was erlaubt ist und was nicht

Gründer der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt: Berliner Entertainment-Legende Holger Klotzbach ist tot

Marode Sportstätten, wenige Schwimmhallen und lange Wartelisten – man kann am Berliner Sport so einiges kritisieren. Aber bei der Förderung des Frauensports sind viele Vereine auf einem ziemlich guten Weg.

Vom Fußball über den Basketball bis hin zum Eishockey kann man seit Jahren sportliche Erfolge und gefüllte Zuschauertribünen beobachten. Und das hat triftige Gründe, von denen der Rest der Republik sich insbesondere zum Frauentag einiges abschauen kann.

Erstens: Schafft professionelle Strukturen! Der 1. FC Union hat es vorgemacht, indem er seine Fußballerinnen mit Profiverträgen ausstattete und ihnen Gehälter zahlte. Was folgte, war der Aufstieg in die Zweite Liga, und schon bald könnte der Durchmarsch in die Bundesliga gelingen. Genau wie die Männer sind die Frauen in der Abteilung Profifußball angegliedert. Sie sind keine nette Ergänzung, sondern gleichwertiger Bestandteil.

Dina Orschmann (l.) und Sarah Abu Sabbah (r.) vom 1. FC Union

© imago/Matthias Koch/IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Zweitens: Gebt Frauen eine Bühne! Im vergangenen Jahr gewannen Albas Basketballerinnen zum ersten Mal in der Vereinshistorie die Meisterschaft – und das in der ausverkauften Sömmeringhalle. Seit die Basketballerinnen ihre Heimspiele dort austragen, kommen meist über 1000 Fans, in der Liga liegt der Schnitt insgesamt nicht einmal bei der Hälfte. Das Publikum ist jung, weiblich und begeisterungsfähig.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Drittens: Probiert verschiedene Wege aus! Spannung entstand im Berliner Fußball, als Viktoria, Hertha und Union begannen, verschiedene Wege zu testen. Viktoria orientiert sich am US-Vorbild des Angel City FC mit prominenten Investorinnen, Hertha kooperiert mit Hertha 03 Zehlendorf und Union rekrutiert aus dem eigenen Nachwuchs. Das bringt Abwechslung.

Viertens: Lasst Frauen mitentscheiden! Auch die BR Volleys wollten das Projekt Frauenförderung angehen und zogen dafür in Erwägung, den Zweitligisten BBSC einzugliedern. Bei den Volleyballerinnen stieß das auf Protest. Sie wollten nicht, dass über ihre Köpfe hinweg entschieden wird. Also entschieden Volleys und BBSC sich stattdessen für eine Kooperation – mit Erfolg: Beim gemeinsamen Spieltag war das spannungsreiche Duell der Frauen definitiv das Highlight.

Die Volleyballerinnen vom BBSC

© Frank Ziegenrücker

Fünftens: Schafft Sichtbarkeit! Bei den Spielen vieler Männermannschaften wird auf die Spiele der Frauen aufmerksam gemacht und die sozialen Medien bieten eine Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen. Trotzdem ist auch in Berlin noch Luft nach oben.

Das zeigt ein Blick aufs Eishockey: Sensationelle Erfolge der Frauen laufen häufig unter dem Radar, wie der von Eisbärin Laura Kluge, die kürzlich einen Vertrag in der ersten richtigen Eishockey-Profiliga für Frauen, der nordamerikanischen Professional Women’s Hockey League, unterschrieb. Wer so erfolgreich Spielerinnen ausbildet, darf das gern auch zeigen.

Inga Hofmann ist Redakteurin im Sport-Ressort und freut sich über die Entwicklungen der letzten Jahre im Berliner Sport.

Alba Berlin BR Volleys Eisbären Berlin

ÄHNLICHE ARTIKEL

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

2026-01-25

Jeder einmal auf dem Mond! Heinz Bolten-Baeckers muss Hellseher gewesen sein, als er das Versprechen...

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

2026-01-25

Der Grabstein, den ihm „seine Freunde“ gewidmet haben, würdigt ihn in großen Lettern als Kammergeric...

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

2026-01-25

Am 23. Januar 2026 ist der Impresario Holger Klotzbach nach schwerer Krankheit in Berlin gestorben. ...

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

2026-01-25

Die Musik ist zäh und langsam, fast schon einschläfernd. Im Normalfall ist eine solche Beschreibung ...

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

2026-01-25

Die 90. Grüne Woche geht in ihr letztes Wochenende. Heute und am Sonntag werden zum Abschluss der ze...

Nächster Beitrag
Fußball-Bundesliga: „Scheiß-Tag“: Bayer patzt und bangt um Wirtz

Fußball-Bundesliga: „Scheiß-Tag“: Bayer patzt und bangt um Wirtz

EMPFOHLEN

Fußball-Bundesliga: Kompany vor Augsburg: So steht es um Musiala und Davies

Fußball-Bundesliga: Kompany vor Augsburg: So steht es um Musiala und Davies

2026-01-25
Basketball: NBA: Starker Schröder kann Niederlage nicht verhindern

Basketball: NBA: Starker Schröder kann Niederlage nicht verhindern

2026-01-25

MEISTGESEHEN

  • Australian Open: Keine weitere Outfit-Show: Osaka zieht verletzt zurück

    Australian Open: Keine weitere Outfit-Show: Osaka zieht verletzt zurück

  • Australian Open: Letzter Auftritt in Melbourne: Wawrinka scheidet aus

  • Rodeln: Olympia-Doppel stürzt - Rodlerinnen Storch/ Patz überzeugen

  • Drittschwächste Offensive der Liga: Die mangelnde Effizienz gefährdet den Aufstieg von Hertha BSC

  • Australian Open: Trotz Hitze und Krämpfen: Sinner in Melbourne weiter

  • Fußball-Bundesliga: Ein Hamburg-Derby zum Vergessen: Nur Vuskovic-Wut bleibt

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.