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Champions League: „Freigeist“ mit neuer Disziplin: Adeyemi glänzt beim BVB

2025-10-01
In sport Vom admin

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Karim Adeyemi klatschte motiviert in die Hände und lachte. Vom trüb-nebligen Dortmunder Herbstwetter ließ sich der deutsche Nationalspieler beim Abschlusstraining vor dem Champions-League-Duell mit Athletic Bilbao nicht die Laune verderben. Kein Wunder: Bei Adeyemi läuft's. Der 23-Jährige ist einer der großen Gewinner des überzeugenden BVB-Saisonstarts.

Trotz zuletzt viel Lobes von den Teamkollegen und aus dem Umfeld von Borussia Dortmund bleibt der pfeilschnelle Angreifer bescheiden. „Ich habe jetzt fünf Spiele ganz gut gespielt. Da kann man aber noch nicht sagen, das ist konstant“, sagte er nach dem 2:0-Sieg am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 05. „Ich brauche auf jeden Fall mehr Spiele, die so verlaufen.“

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Adeyemi hat unter Kovac das Verteidigen neu gelernt

In den letzten drei Partien glänzte Adeyemi jeweils als Torschütze. Was er mit dem Ball, im Eins-gegen-Eins und vor dem Tor draufhat, zeigte er auch in den vergangenen Spielzeiten bereits immer wieder mal. Früher folgten auf herausragende Partien aber auch regelmäßig längere Phasen, in denen Adeyemi unauffällig agierte, seine Klasse nicht abrufen konnte.

Dass er in dieser Saison bisher anders auftritt, ist ein Grund dafür, dass er einen ganz neuen Stellenwert bei seinem Club und den BVB-Fans genießt - aber nicht der einzige.

Unter Trainer Niko Kovac, der sehr viel Wert auf Disziplin und gemeinsames Verteidigen legt, hat sich Adeyemi enorm weiterentwickelt. Der feine Techniker, der sich selbst eigentlich eher als „Freigeist“ sieht, arbeitet viel konsequenter mit nach hinten als noch in seinen Anfangsjahren beim BVB. Er scheint verstanden zu haben, dass nur so gemeinsamer und nachhaltiger Erfolg möglich ist.

„Ich rede mit Karim, glaube ich, am häufigsten. Weil ich von seinen Qualitäten sehr, sehr überzeugt bin. Er hat so viel in sich“, sagte Kovac. „Er muss es verstehen, dass Fußball nicht nur in eine Richtung funktioniert, sondern auch in die andere Richtung. Da bin ich pausenlos dran, ihn zu bearbeiten.“ Kovac ergänzte: „Ich sehe, wie er Fortschritte macht. Als Trainer ist man nie zufrieden, aber ich sehe schon auf jeden Fall die richtige Richtung.“

Kein Aufeinandertreffen mit Nico Williams

Ein Indiz dafür sind auch Aussagen von Adeyemi selbst. „Wir haben jetzt gerade einen guten Lauf, weil wir defensiv sehr gut stehen. Aber das erwartet der Trainer auch von uns“, erklärte er. „Vielleicht geht er mehr darauf ein, dass wir alle verteidigen müssen – deswegen läuft es da so gut.“ In der Bundesliga hat Borussia Dortmund saisonübergreifend 13 Spiele in Serie nicht verloren. Zuletzt siegte der BVB zudem in der Liga viermal nacheinander zu null.

Gewinnen die Westfalen an diesem Mittwoch (21 Uhr/DAZN) auch gegen die Spanier aus Bilbao, bei denen Ausnahmefußballer Nico Williams ausfällt, wäre Dortmund auch in der Königsklasse mit vier Punkten nach zwei Spielen auf Kurs. Zum Auftakt gab es ein spektakuläres 4:4 bei Juventus Turin.

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Gerüchte um Barça-Interesse

Auch in Italien traf Adeyemi. Welch wichtige Rolle der gebürtige Münchner, der vor drei Jahren aus Salzburg kam, mittlerweile beim Revierclub einnimmt, zeigt sich auch neben dem Platz. Der meist gut aufgelegte Außenstürmer gibt nach den Spielen nun häufig Interviews, vertritt die Mannschaft nach außen.

In erster Linie sind es aber natürlich seine Leistungen, die auffallen. Immer wieder gibt es Gerüchte um mögliche Adeyemi-Interessenten aus dem Ausland. Angeblich soll der FC Barcelona mit dem früheren Bundestrainer Hansi Flick ein Auge auf ihn geworfen haben.

„Wir werden uns natürlich strecken müssen, um solche Spieler zu halten“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl jüngst im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF zu Adeyemi, aber auch zu anderen begehrten Dortmundern wie Nico Schlotterbeck. Adeyemis Vertrag beim Revierclub gilt noch bis 2027.

Dass ihm trotz seiner überragenden Form aktuell nicht alles gelingt, wurde übrigens im Training deutlich. Als Adeyemi versuchte, einen hohen Pass elegant mit der Hacke anzunehmen, versprang der Ball deutlich. „Hoppala“, kommentierte Adeyemi salopp und lächelte.

© dpa-infocom, dpa:250930-930-104883/2

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