Wednesday, Mar 18, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite sport Fußball-Nationalmannsch...

Fußball-Nationalmannschaft: Applaus und Pfiffe: Nagelsmann und die „Hyänen im Busch“

2025-09-09
In sport Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Gewinner der Oscar-Nacht: „One Battle After Another“ bekommt den Preis für den besten Film

Die besten Momente der Oscars 2026: Historische Siegerinnen, ein Leo-Meme und Witze über die Trumps

Natürlich hatten auch Julian Nagelsmann die Pfiffe zur Pause in den Ohren geklungen. Und natürlich war der Bundestrainer darum heilfroh, dass es nach dem spät erzwungenen 3:1 (1:1) der Fußball-Nationalmannschaft gegen Nordirland doch noch einen Schluss-Applaus des Kölner Publikums gab - und er eine flammende Grundsatzrede an die Nation richten konnte.

Bei allem Verständnis für die Zuschauer, die für „teure Tickets eine gute Performance erwarten“, brächten solche Unmutsbekundungen das Team nicht weiter auf dem schwierigen Weg zur Weltmeisterschaft 2026.

„Wenn wir alle im Land eine Energie haben für alles, wird es einfach besser“, sagte Nagelsmann über die Fußball-Grenzen hinaus. „Und wenn wir alle wie Hyänen im Busch sitzen und warten, bis ich endlich wieder einen beißen und sagen kann, wie schlecht er ist und was er alles beschissen macht - ich glaube nicht, dass man sich da super entwickelt im Land.“ Er verstehe ja die Fans, „dass sie pfeifen, aber auf der anderen Seite habe ich den Wunsch für etwas anderes.“

Die emotionalen Schlussworte des Bundestrainers im Presseraum des Kölner Stadions hallten nach an einem Abend, der drei Tage nach dem 0:2 in der Slowakei lange auf einen weiteren sportlichen Tiefpunkt zusteuerte. 

Schadensbegrenzung - nicht mehr

Auch der Kapitän nahm sich des Fan-Themas an, wobei Joshua Kimmich die Stimmungswechsel klar einordnete: „Gerade beim 3:1 - und auch schon beim 2:1 - hat man gemerkt: wenn man den Menschen etwas anbietet, dann ist die Energie auch da. Natürlich sind die Fans auch kritisch, wenn es nicht so läuft.“ 

Erleichterung. Pure Erleichterung. In dieser Gefühlslage verließen Nagelsmann, die DFB-Oberen um Sportdirektor Rudi Völler und auch die Nationalspieler um den gefeierten Tor-Joker Nadiem Amiri am Ende das Kölner Stadion. 

Und der Bundestrainer nahm eine zentrale Erkenntnis mit nach Hause. „Wir haben viele Schritte noch zu gehen“, sagte Nagelsmann. Denn mehr als Schadensbegrenzung war der erste Sieg nach zuvor drei Niederlagen nicht. 

Nagelsmann spürt, dass der Weg zum Gruppensieg zäh bleibt, dass die Entwicklung der Mannschaft stockt, dass ihm zu viele Topspieler wie Jamal Musiala, Kai Havertz oder Nico Schlotterbeck verletzt fehlen. Die Qualität in der Breite fehlt. Deutschland ist weit entfernt von spanischen Paradies-Zuständen. Der Europameister präsentierte sich beim 6:0 in der Türkei weltmeisterlich.

Davon ist der viermalige Weltchampion Deutschland meilenweit entfernt. „Wir müssen eine gewisse Eingespieltheit hinkriegen. Aber da gibt es nicht diesen heiligen Weg, auch wenn den jeder sehen will“, sagte Nagelsmann. 

Bis zum Jahresende zählen nur Siege - egal wie. „Wir fahren gut damit, dass wir jetzt auf das Momentum schauen und uns auf die Spiele konzentrieren. Ich finde es vermessen, nach Donnerstag (in Bratislava), wo alles in Schutt und Asche lag, jetzt, weil wir gewonnen haben, wieder alles himmelhochjauchzend zu machen“, sagte der 38-Jährige. 

Nagelsmann: „Nur zu 50 Prozent zufriedenstellend“

Beim Blick in den Oktober mit dem Heimspiel in Sinsheim gegen Fußballzwerg Luxemburg, der gegen die Slowakei in letzter Minute mit 0:1 verlor, und dem Rückspiel gegen die Nordiren in Belfast stehen sechs Punkte über allem anderen. „Dieser Lehrgang war nur zu 50 Prozent zufriedenstellend. Der nächste sollte zu 100 Prozent zufriedenstellend sein, was die Ergebnisse betrifft“, sagte der Bundestrainer zur alternativlosen weiteren Zielsetzung. 

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

„Wichtig ist einfach, dass wir jetzt jedes Spiel ziehen“, sagte der Leipziger David Raum. „Wir wollen ganz oben mitspielen, wir sind eine große Nation. Wir brauchen die Selbstverständlichkeit. Wir müssen uns Selbstvertrauen aufbauen auf dem Weg zur Weltmeisterschaft - ohne nach links und rechts zu schauen.“

Nagelsmann nahm dafür „viele Erkenntnisse“ aus seinem 25. Länderspiel mit. Fünf Veränderungen hatte er in seiner Startelf vorgenommen. Besonders fruchteten aber, anders als in der jüngeren Vergangenheit, seine Wechsel im Spiel.

Der Mainzer Amiri stach in der energischen letzten halben Stunde mit seinem Premieren-Tor im DFB-Trikot als Top-Joker. Florian Wirtz besiegelte mit einem kunstvollen Freistoß das kleine Happy End. „Die letzten 30 Minuten waren wieder unser Gesicht, mit viel Energie und Power“, meinte Nagelsmann.

Amiri auf dem Gaspedal

Es war die Zeit der Schattenmänner. Amiri trieb im Trikot mit der 10 an, die sonst Musiala trägt. Maximilian Beier brachte Tiefgang und Tempo ins Angriffsspiel. Dazu kam Jamie Leweling, der „immer was probiert“ und die Mannschaft „mit seiner Lust mitgerissen“ habe, wie Nagelsmann lobte. 

Matchwinner war freilich der 28 Jahre alte Amiri, der das so wichtige 2:1 erzielte. Kapitän Joshua Kimmich nahm den Mainzer nach dem Schlusspfiff in den Arm, hob ihn hoch und schlug ihm anerkennend mehrmals kräftig auf den Rücken. „Nadiem ist immer auf dem Gaspedal. Er hat immer Lust, Spiele zu gewinnen. Er kam rein und hatte einfach Bock“, lobte Nagelsmann. „Ich war heiß, ich habe mich schon auf der Bank in die Situation hineingedacht“, berichtete Amiri glücklich. Es gab doch noch kleine Gewinner der Woche.

© dpa-infocom, dpa:250908-930-8906/2

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

2026-03-17

Auf einem Bild aus der Kindheit legt die Tochter die Arme um den Hals der Mutter, die Ältere auf dem...

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

2026-03-17

Um den rumänischen Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest ist eine Debatte entbrannt. ...

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

2026-03-17

Wo Egidio Marzona war, war auch die Kunst. Schwer vorstellbar, ein Gespräch mit ihm zu führen, ohne ...

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17

Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgeric...

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

Gut zwei Monate nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg wollen SPD und CDU ihr neues Bün...

Nächster Beitrag
Formel 1: McLaren in der Fairplay-Zange: Nutznießer Verstappen?

Formel 1: McLaren in der Fairplay-Zange: Nutznießer Verstappen?

EMPFOHLEN

Fußball-Nationalmannschaft: Undav erhöht mit starker Serie den Druck auf Nagelsmann

Fußball-Nationalmannschaft: Undav erhöht mit starker Serie den Druck auf Nagelsmann

2026-03-17
Debatte um Stadionsicherheit: Innenminister drohen DFB und DFL mit Polizeikosten

Debatte um Stadionsicherheit: Innenminister drohen DFB und DFL mit Polizeikosten

2026-03-17

MEISTGESEHEN

  • Basketball in der NBA: Schröder verliert mit Cleveland „Rückspiel“ gegen Dallas

    Basketball in der NBA: Schröder verliert mit Cleveland „Rückspiel“ gegen Dallas

  • Fußball: Löw über Özils Rücktritts-Erklärung: „Nie gelesen“

  • US-Fußball: MLS: Timo Werner verliert mit San José bei Startelf-Debüt

  • Ski Alpin: Ski-Star Vonn „noch nicht bereit“ für Zukunfts-Frage

  • Turniersieg in Indian Wells: Sinner feiert Tennis-Triumph – und Antonellis Formel-1-Sieg

  • Ski-Star Lindsey Vonn äußert sich zu möglichem Comeback: „Hört auf, mir vorzuschreiben, was ich tun oder lassen soll“

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.