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Fußball-EM: Am Ball wie Lamine Yamal: Supertalent Sydney Schertenleib

2025-07-17
In sport Vom admin

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Fällt der Name Sydney Schertenleib, schwärmen alle. Von technischer Finesse und Kreativität, von Zauberpässen, Traumtoren. Und auch oft aufgezählt in den vielen Porträt-Geschichten: vom Supertalent. Eine „absolute Ausnahmespielerin“ sei die 18 Jahre junge Schweizerin, sagt Inka Grings, Schertenleibs frühere und erste Trainerin im Profigeschäft. Die Boulevard-Zeitung „Blick“ titelte bereits vor der Fußball-EM: „Nati-Juwel Schertenleib lässt uns träumen.“

Das gilt umso mehr vor dem Viertelfinale am Freitag (21.00 Uhr/DAZN) gegen Weltmeister und Turnierfavorit Spanien. In dem von einer Erkältungswelle - fünf Spielerinnen zeigten milde Symptome - geplagten Gastgeberinnen-Team soll Schertenleib mit Zauberpässen und Dribblings den Außenseiter im Wankdorfstadion zu einem neuen Wunder von Bern führen. 

„Ihr Limit ist himmelhoch“

„Ich war schon oft von talentierten Spielerinnen umgeben, und manche waren wirklich, wirklich gut. Aber ich habe noch nie erlebt, dass sich jemand in so kurzer Zeit so stark entwickelt hat“, sagte Nationaltrainerin Pia Sundhage (65) im Züricher „Tages-Anzeiger“ über die Gepriesene. „Ihr Limit ist himmelhoch.“

Zumal Schertenleib, die bereits auf 16 Länderspiele kommt, 1,78 Meter misst. „Sydneys Pluspunkt für die Zukunft: Sie ist kopfballstark, das habe ich auch immer wieder gesehen. Eine extrem wichtige Waffe heutzutage“, urteilt Grings, 2005 sowie 2009 deutsche EM-Torschützenkönigin und Sundhages Vorgängerin als Schweizer Nationaltrainerin.

Nun heißt es also: Supertalent gegen Supergegner. Schertenleib gegen ihre Wahlheimat. Im vergangenen Jahr wechselte die jüngste Spielerin der EM-Endrunde vom Grasshopper Club aus Zürich zum FC Barcelona. Feinschliff in La Masia, der berühmten Fußballschule des katalanischen Clubs. „Das ist für ihren Spielstil der absolut richtige Schachzug gewesen“, meint die 46 Jahre alte Grings.

Lamine Yamal und Schertenleib: Medial ein großes Thema

Einsätze bei den Profis sind in Barcelona ebenso inbegriffen wie Vergleiche mit Lionel Messi oder Lamine Yamal. Letzterer, seit dieser Woche und nach kontrovers diskutierter Party-Nacht ebenfalls 18, kommuniziert mit Schertenleib in den sozialen Medien, wie die traditionellen Medien prominent berichteten. 

Man unterstütze sich gegenseitig ein wenig, sagte Schertenleib in einer Medienrunde. Bei einem Werbetermin habe man sich zufällig kennengelernt. Und fußballerisch gleich verstanden. Von Star-Allüren, wie sie Yamal nachgesagt werden, ist bei Schertenleib allerdings wenig bekannt. „Sie ist großartig, total bescheiden. Am Anfang war sie zurückhaltend“, erzählt Grings.

Wer Schertenleib fußballerisch beschreiben will, muss nur einen Zweikampf zwischen ihr und der inzwischen zur deutschen Kapitänin aufgestiegenen Janina Minge aus dem Champions-League-Viertelfinale im März heranziehen. Schertenleib schiebt der heran rauschenden Wolfsburgerin den Ball im Strafraum durch die Beine, blickt kurz auf und trifft dann satt aus 15 Metern in den Winkel. Ihr erstes Tor in der Königsklasse. Vier Minuten nach ihrer Einwechslung.

Ihr Ziel ist der Ballon d'Or

Solche Kunstschüsse will Grings häufiger von ihr sehen. „Sie muss selbst auch zum Abschuss kommen, weil dann wirst du zur Weltklassespielerin.“ Der Weg dahin ist vorgezeichnet, denn sportliche Bescheidenheit ist Schertenleib fremd. Sie selbst spricht offen davon, eines Tages den Ballon d'Or gewinnen zu wollen. Ihr „größtes Ziel“, sagt sie.

Eine kleine Schwäche gebe es noch, findet Grings: „Sie muss grundsätzlich gefährlicher vor dem Tor werden, weil sie hat auch einen extrem starken Schuss.“ Als Vorlagengeberin sei Schertenleib schon hervorragend, „gerade mit den Pässen in die Schnittstellen.“ Wie beim 2:0 in der EM-Vorrunde gegen Island, als die Barça-Künstlerin das erlösende 1:0 vorbereitete.

Bei den „Buben“ gelernt

Aufgewachsen ist Schertenleib nahe Zürich. Vom FC Wädenswil ging es früh zum FC Zürich, zu den „Buben“, wie sie in der Schweiz zum männlichen Nachwuchs sagen. U9, U11, U15. Für Grings, von Anfang 2021 bis Ende 2022 FCZ-Trainerin, war klar: Die muss hoch! In der Liga durfte Schertenleib dann auch ran, in der Champions League aufgrund einer Altersbegrenzung nicht.

„Wir hatten eine gute, intensive Mannschaft. Sie hat dort relativ zügig gelernt, mit dem Körper gegenhalten zu müssen“, erinnert sich Grings. „Dass sie das eine oder andere Duell natürlich am Anfang verloren hat, war auch klar. Aber sie kannte die Intensität schon von den Jungs.“ 

Viel im Training war Schertenleib bei Grings nicht, weil sie zunächst weiter mit den Elite-Buben kicken wollte. „Dass du dann im Spiel keinen Unterschied gesehen hast, spricht dann halt für eine Ausnahmequalität.“ Schertenleib habe auch so gespürt, wie das Spiel läuft. Sie sei „extrem schnell“ im Kopf.

Ihr Auftreten: Für die eine oder andere „ungewohnt“

Auch außerhalb des Platzes fiel die Hochbegabte auf. Ein bisschen ungewohnt sei ihr Auftreten für die eine oder andere gewesen, „weil sie eher einen chilligen Stil hat, ein bisschen American Style. Und das kommt ja nicht überall immer so gut an, weil man dann immer das Gefühl hat, dass sie vielleicht nicht wirklich 'ready' ist“, beschreibt Grings. „Für mich war aber klar, dass sie eine absolute Ausnahmespielerin ist und ihren Weg gehen wird.“

© dpa-infocom, dpa:250716-930-803783/1

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

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