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„Praxisgebühr ist sinnvoll“: Wirtschaftsweise Schnitzer fordert mehr Selbstbeteiligung von Kassenpatienten

2025-12-25
In politik Vom admin

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Die Politik sucht nach Wegen, um die Sozialsysteme in Deutschland zu stabilisieren und die Finanzierung sicherzustellen. Im Fokus steht dabei auch das Gesundheitssystem. Schon jetzt kommen auf viele gesetzlich Krankenversicherte wieder Kostenerhöhungen zu. Die Chefin der sogenannten Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat sich nun für eine höhere Selbstbeteiligung von Kassenpatienten und eine Praxisgebühr ausgesprochen.

„Deutschland ist Weltmeister bei Arzt- und Klinikbesuchen“, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrates Wirtschaft, der die Bundesregierung berät, der „Rheinischen Post“. „Wir müssen die Prävention stärken. Aber wir werden auch die Selbstbeteiligung erhöhen müssen“, sagte Schnitzer angesichts steigender Kassenbeiträge der „Rheinischen Post“.

„Eine Praxisgebühr ist sinnvoll, wenn es gelingt, sie bürokratiearm einzuziehen. Statt die Ärzte damit zu belasten, könnten die Krankenkassen sie einziehen“, sagte Schnitzer.

Zugleich muss man fragen, ob alles medizinisch Mögliche auch sinnvoll für den Einzelnen ist.

Monika Schnitzer, Wirtschaftsweise

Die Ökonomin warnte vor weiteren Beitragssteigerungen. „Der Beitrag droht auf 25 Prozent zu steigen. Das Gesundheitssystem muss effizienter werden.“ Dafür sollten etwa Homöopathie und andere Kassenleistungen ohne Evidenz gestrichen werden.

Schnitzer regte auch an, Behandlungen im höheren Alter zu hinterfragen. „Zugleich muss man fragen, ob alles medizinisch Mögliche auch sinnvoll für den Einzelnen ist“, sagte die 64-Jährige. „Wir werden immer älter und gerade im ganz hohen Alter steigen die Gesundheitskosten enorm an. Wir müssen diskutieren, ob es in einem solch hohen Alter sinnvoll ist, alle verfügbaren, aber häufig auch sehr belastenden Therapien anzuwenden“, sagte sie.

Lesermeinungen zum Artikel

„Ein unbedachter Moment (Unfall), die ungeahnte Krankheit (Schlaganfall, Herzinfarkt) und schon ist man auf Hilfe von Menschen angewiesen, die eben nicht nur ÖKONOMISCH denken, sonst würden sie diesen Job niemals machen. Leider ist der Begriff Solidarität zugunsten von Gewinnmaximierung schon seit langem aus dieser Gesellschaft verschwunden. Auch dies nicht ohne Zutun diverser Politiker und vor allem Ökonomen!“

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Streeck hatte bereits Debatte über Therapien für Ältere ausgelöst

Bereits im November hatte der CDU-Gesundheitspolitiker und Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck heftige Diskussionen ausgelöst, als er die Frage aufwarf, ob man sehr alten Menschen noch besonders teure Medikamente verordnen sollte. Es könne auch Fürsorge sein, auf Behandlungen zu verzichten, argumentierte der Arzt.

„Wer je erlebt hat, wie ein hochbetagter Mensch auf einer Intensivstation um sein Leben ringt, weiß: Nicht alles, was medizinisch möglich ist, ist auch menschlich vertretbar“, argumentierte Streeck und berichtete über persönliche Erfahrungen mit seinem Vater, der an Lungenkrebs erkrankte. Streeck war als Virologe in der Corona-Pandemie einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden.

Millionen Versicherte müssen 2026 mit höheren Zusatzbeiträgen rechnen. Nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox mit Stand 23. Dezember haben schon 31 Krankenkassen einen Anstieg für ihre Kunden angekündigt.

Betroffen sind etwa Versicherte der zwei großen bundesweiten Krankenkassen. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) steigt der Zusatzbeitrag von 2,45 Prozent auf 2,69 Prozent. Die DAK-Gesundheit erhöht ihn von 2,8 Prozent auf 3,2 Prozent. (lem)

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