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Scholz übt Altkanzler: Ein merzvoller Vergleich

2025-11-25
In politik Vom Stephan-Andreas Casdorff

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Ein paar Monate hat sich der Ex-Kanzler zurückgehalten. Jetzt wird Olaf Scholz wieder sichtbar, genauer: sichtbarer.

Er ist in der SPD seines Bundeslandes Brandenburg unterwegs, macht Bürgergespräche in seinem Wahlkreis Potsdam, führt überhaupt Gespräche. Diszipliniert, ohne viel Aufhebens um sich zu machen.

Und kein kritisches Wort zu seinem Nachfolger. Da kann Friedrich Merz von Glück reden.

Stephan-Andreas Casdorff ist Editor-at-Large des Tagesspiegels. Er schaut zurück auf Scholz – und auf das, was er jetzt tut.

Denn wie oft hat der Scholz angegriffen, hart, als „Klempner der Macht“, als einen, der es einfach nicht kann, Kanzler zu sein. Bis er es selbst wurde.

Merz wollte der starke Anführer sein. Inzwischen wünschen sich viele, er wäre stärker. Kein Kanzler vor ihm war unbeliebter. Nicht einmal Scholz. Und der war schon nicht beliebt.

Die eigenen Leute erkennen Merz nicht wieder. Und die SPD dankt es ihm nicht einmal.

Stephan-Andreas Casdorff

In seiner Amtsführung zu zögerlich zu sein, ohne großes Konzept, besonders im Blick auf den Ukraine-Krieg und den Umgang mit der Wirtschaftskrise – diese immer wiederkehrende Kritik von Merz an Scholz fällt jetzt auf ihn selbst zurück. Und wie.

Er, der stets Entschlossenheit verlangt, reagiert, ja, wie? Zögerlich. Ohne großes Konzept. Weniger christ- als sozialdemokratisch. Die eigenen Leute erkennen Merz nicht wieder. Und die SPD dankt es ihm nicht einmal.

Scholz macht das, was er allein machen kann: Er versucht, das Positive aus der Ampelzeit mit sich zu verbinden. Das ist subtiler als offene Kritik.

Dass die Migration zurückgeht, fußt auch auf Beschlüssen, die er angeregt hat. Dass die Bundeswehr so viel mehr Geld bekommt, stützt sich auch auf seine Argumente für die „Zeitenwende“. Und dass die Infrastruktur mit vielen Milliarden als Sonderschulden verbessert werden muss – für seine Ampel ein großes Thema, für Merz das falsche. Damals.

Ex-Kanzler zu sein, ist auch die Suche nach der richtigen Balance. Scholz sagt, in seiner Position trage er Verantwortung über das Amt hinaus.

So ist er – auch. Das und der tägliche Merz lassen fast vergessen, wie wenig er seine Politik zu erklären vermochte, der „Scholzomat“. Fast.

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