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Erfahrungen aus dem Ukrainekrieg: Bundesamt gibt Bürgern Ratschläge für den Fall von Luftangriffen auf Deutschland

2025-10-25
In politik Vom admin

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„Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt“, schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einleitend in seinem neuen Ratgeber. Er heißt „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ und wurde im Oktober in einer überarbeiteten Version ins Internet gestellt. Denn auch in einem der sichersten Länder können Katastrophen passieren – dieser Tage mehr denn je.

Man denke an Unwetter infolge der Klimakrise, eine weitere Pandemie, Cyberattacken oder gar den Kriegsfall, der heute zumindest wahrscheinlicher ist als vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

Die BBK-Veröffentlichung dient der Vorbereitung der Bevölkerung auf Krisen, die den Alltag unterbrechen. Was tun, wenn plötzlich die so selbstverständliche Versorgung mit Strom, Wasser und/oder Mobilfunk nicht mehr funktioniert? Was tun, wenn die Regale im Supermarkt leer sind, weil Waren wegen ausgefallener IT-Systeme nicht bestellt werden können?

Vorräte für den Notfall – und warum ein altes Radio noch wichtig werden könnte

  • Das BBK empfiehlt Essensvorräte für möglichst zehn Tage, aber auch ein Vorrat für zumindest drei Tage helfe.
  • Am besten sei Essen, das nicht gekühlt und nicht gekocht wird – oder nur mit wenig Energie, um den Camping-Kocher zu schonen.
  • Als Wasservorrat werden zwei Liter pro Tag pro Person empfohlen, davon sind 0,5 Liter als Kochwasser gedacht.
  • Geladene Powerbanks seien wichtig, weil sie zum Beispiel Handys mit Strom versorgen können.
  • Ein batteriebetriebenes Radio funktioniert im Unterschied zum Fernseher auch ohne Stromkabel, sodass die Versorgung mit Notfallinformationen sichergestellt ist.

Im neuen Ratgeber geht es auch um Krieg. Im Kontext der russischen Invasion in der Ukraine hätten sich viele Bürgerinnen und Bürger mit Sorgen und Fragen zu dem Thema an das Bundesamt gewandt, schreibt das BBK in einer Begründung.

Zwar benenne der Ratgeber keine neue Gefahrenlage, wie das Amt dem Tagesspiegel auf Nachfrage mitteilte. Dennoch wurden neue Themen aufgenommen. Daher geht es nun neben Desinformation und der mentalen Gesundheit eben auch um Schutzorte für den Fall eines Luftangriffs.

Die Zwei-Wände-Regel beim Luftangriff

Kamikaze-Drohnen, Bomben und Raketen schlagen in Wohnhäuser ein: Für Menschen in der Ukraine sieht so seit Jahren der Alltag aus. Erst am Donnerstag meldeten die Behörden wieder einen Luftangriff auf Kiew mit neun verletzten Zivilisten, bei dem zwei Wohnhäuser direkt getroffen worden sein sollen. Das Bild oben zeigt die Folgen einer Attacke am Tag zuvor. Auch in Deutschland scheint ein Krieg laut BBK „nicht mehr so ausgeschlossen zu sein wie noch vor einigen Jahren“. Außerdem habe das Amt „gezielt untersucht, wo in Deutschland Informations- und Aufklärungsbedarf besteht“, hieß es.

„Schutz vor Explosionen“ – so heißt ein neuer Abschnitt in der Broschüre, der sich um die Folgen eines Luftangriffs dreht. Die Gefahr gehe in diesem Fall von Druckwellen, umherfliegenden Trümmern und Glassplittern aus. Daher sollten bei einer Luftattacke zwei Wände „zwischen Ihnen und dem Außenbereich liegen“. Das BBK hat damit eine Regel in die Broschüre aufgenommen, die in der Ukraine längst Basiswissen ist.

Warum zwei Wände als Schutz? Schlägt von außen zum Beispiel eine Kamikazedrohne in ein Haus ein, kann die zweite Wand vor Splittern und Trümmern schützen, die einen verletzten oder töten können, wenn man beispielsweise im Wohnzimmer bleibt. Geeignete Schutzräume sind laut BBK:

  • Fensterlose Keller
  • Wenn kein Keller vorhanden ist, „sind auch innenliegende Räume wie Treppenhäuser, Bäder oder Flure geeignet“.

Das Dachgeschoss sollte hingegen gemieden werden, der Schutz sei hier zu gering.

Illustration der Zwei-Wände-Regel aus der Broschüre des BBK.

© Foto: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Was ins Notgepäck gehört

  • Warme Kleidung, Regenschutz und idealerweise feste Schuhe.
  • Wechselkleidung
  • Wichtige Dokumente
  • Geladene Powerbank
  • Erste-Hilfe-Material
  • Persönliche Medikamente und Hygieneartikel
  • Haltbare Lebensmittel und wiederbefüllbare Trinkflasche
  • Bargeld

Käme es tatsächlich zu einem Angriff auf Deutschland, würde das BBK unter anderem die Warnung der Bevölkerung übernehmen. Das passiert mit Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunk und Sirenen, die jährlich am bundesweiten Warntag getestet werden. „Die Warnsysteme in Deutschland funktionieren zuverlässig“, sagt das BBK. (TMA mit Reuters)

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