Theatermacher Oliver Reese bedauert den erneuten Wechsel an der Spitze der Senatskulturverwaltung. „Für die Berliner Kulturlandschaft ist es fatal, dass innerhalb einer Legislaturperiode bereits der zweite Senatoren-Rücktritt erfolgt“, teilte der Intendant des Berliner Ensembles mit. „Während Joe Chialo als Kultursenator eindeutig eine Fehlbesetzung war, hat Sarah Wedl-Wilson sich für die Kultur stark gemacht.“
„Sie hat das angespannte Verhältnis zwischen dem Regierenden Bürgermeister und der Kulturszene in einen konstruktiven Dialog überführt und sich erfolgreich für eine Reduktion der drastischen Kürzungen eingesetzt“, teilte Reese der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die bisherige Kultursenatorin Wedl-Wilson tritt zurück, nachdem der Landesrechnungshof die Förderung mehrerer Projekte im Bereich der Antisemitismusprävention als rechtswidrig bewertet hatte. Ihre Nachfolge steht bisher nicht fest. Reese teilte mit, Wedl-Wilsons Rücktritt sei konsequent. „Persönlich bedaure ich es jedoch, dass sie ihr Amt niederlegen muss.“ (dpa)