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„Nicht wahllos getötet“: Angeklagter Berliner Palliativarzt erzählte Ehefrau vom Töten

2026-04-17
In gesellschaft Vom Kerstin Gehrke

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Schweigend sitzt Pallitaivarzt Johannes M. seit neun Monaten im Mordprozess. Doch in Telefonaten mit seiner Ehefrau sprach er über die Vorwürfe – und bestärkte die Ermittler, die die Gespräche mithörten. Es sind neue Einblicke in die Gedankenwelt eines Mannes, der mindestens 15 Patientinnen und Patienten ermordet haben soll.

Nicht von Schuld war nach Angaben eines Kriminalbeamten die Rede. Er habe „nicht wahllos getötet“, zitierte der Zeuge vor dem Landgericht. Es sei „gut durchdacht“ gewesen, er würde „wieder so handeln“.

Zu den Gesprächen war es nach der Festnahme von M. Anfang August 2024 gekommen. Aus der U-Haft heraus konnte der inzwischen 41-Jährige mit seiner Frau telefonieren. Ihren Anschluss allerdings hörte die zuständige Mordkommission ab. An etwa 25 Gespräche könne er sich erinnern, sagte der Beamte im Zeugenstuhl. Das Paar habe die Anklage in den Gesprächen am Telefon besprochen.

Getätigt wurden Äußerungen, die auf ein mögliches Motiv Sterbehilfe des Palliativmediziners schließen lassen. Von einem „moralischen Handeln mit falschen Mitteln“ habe M. seiner Frau gegenüber gesprochen. Die Gesellschaft sei noch nicht weit genug, es müsse Gesetzesänderungen geben, habe M. am Telefon gesagt.

Er habe schon lange getötet – ohne Freude, es habe ihn aber auch „nicht wirklich fertig gemacht“, habe er seiner Frau im Gespräch über die Vorwürfe offenbart. Er habe immer Vorgespräche mit den Patienten geführt. „Ich habe keinen Menschen ermordet“, zitierte der Beamte weiter. Er habe darauf geachtet, dass es „nicht qualvoll“ war. Allerdings habe er „so viele kriminalistische Fehler gemacht“, das ärgere ihn.

Laut Anklage soll sich Johannes M. zwischen September 2021 und Juli 2024 als „Herr über Leben und Tod“ geriert haben. 15 schwer kranke Menschen soll er jeweils mit einem tödlichen Medikamenten-Gemisch ermordet haben, um seine eigenen Vorstellungen von deren Sterben und Zeitpunkt des Lebensendes zu verwirklichen. Bei mehreren Taten habe er Feuer gelegt, um Spuren zu vertuschen. Ermittlungen zu weiteren Fällen laufen noch. Der Prozess geht am Montag weiter.

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