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„Effektive Belastung relativiert sich stark“: Sprit ist in Deutschland inflationsbereinigt nicht teurer als vor 15 Jahren

2026-05-01
In wirtschaft Vom admin

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Millionen Autofahrer ächzen unter den hohen Spritpreisen. Sowohl bei Benzin als auch bei Diesel wird der April voraussichtlich der teuerste Monat aller Zeiten sein, wie sich aus Daten des ADAC abschätzen lässt. In der Spitze war Diesel so teuer wie nie, Superbenzin verpasste seinen Rekord aus dem Jahr 2022 nur knapp. Doch inflationsbereinigt sind die Preise nicht mehr so außergewöhnlich.

Blickt man rein auf die Zahl, wird der April zum Rekordmonat. Für die ersten 29 Tage gibt es Durchschnittspreise, die der ADAC errechnet hat. Ihr Durchschnitt liegt für Superbenzin der Sorte E10 bei rund 2,11 Euro pro Liter, für Diesel bei rund 2,27 Euro.

Beides wären klare Rekorde. Die bisherigen Höchststände liegen bei 2,07 Euro für E10 im März 2022 und 2,16 Euro für Diesel im vergangenen März. Damit müsste der Preis am letzten Tag des April extrem abstürzen, um neue Rekorde zu verhindern. 

Das wirft die Frage auf, warum die Politik so schnell das Scheckbuch zückt.

Friedrich Heinemann, Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Doch um die Inflation bereinigt, sieht es anders aus: Denn nicht nur Kraftstoffe sind deutlich teurer geworden, sondern auch andere Waren und Dienstleistungen. So war das allgemeine Preisniveau im April gut 25 Prozent höher als im Durchschnitt des Jahres 2020, wie sich aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes errechnen lässt. 

2011 und 2012 waren inflationsbereinigt teilweise teurer

Rechnet man also die Spritpreise im April dementsprechend auf das allgemeine Preisniveau des Jahres 2020 um, sind es für E10 nur noch 1,68 Euro pro Liter, für Diesel 1,81 Euro. 

Vergleicht man das mit den ebenfalls preisbereinigten Monatspreisen seit Anfang 2011, ist der Dieselpreis zwar immer noch hoch, liegt aber deutlich unter dem Hoch von umgerechnet 1,98 Euro im März 2022. Und E10 fällt im Vergleich zu früheren Preisen sogar noch weiter zurück: Inflationsbereinigt war der Kraftstoff nämlich nicht nur in der Anfangsphase des Ukrainekrieges teurer als jetzt, sondern auch weite Teile der Jahre 2011 und 2012. 

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Autofahrer, die jetzt mehr als 100 Euro für eine Tankfüllung ausgeben, wird das kaum trösten. Sie können allerdings auf den Tankrabatt ab 1. Mai hoffen und auf die Preisentwicklung im Verlauf des April schauen. Zuletzt lagen die Preise ein gutes Stück unter den Hochs rund um Ostern. 

Und selbst diese Hochs sehen auf das 2020er-Niveau umgerechnet nicht mehr so drastisch aus: Bei Diesel werden aus den 2,447 Euro am 7. April dabei nämlich 1,95 Euro, bei E10 aus den 2,192 Euro am 6. April 1,75 Euro.

Gemessen an der allgemeinen Preisentwicklung sei der Sprit in den 2010er-Jahren „kontinuierlich billiger geworden“, sagt Friedrich Heinemann vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). „Dann kamen die zwei Preisschübe, in der Energiekrise nach Russlands Überfall und jetzt. Aber noch zur Jahreswende lagen die preisbereinigten Spritkosten mehr als zehn Prozent unter dem Niveau von Anfang der 2010er.“

Berücksichtige man nun noch, „dass die Kaufkraft zugelegt hat und der Spritverbrauch pro PS rückläufig war, relativiert sich die effektive Belastung der Autofahrer stark“. Das werfe die Frage auf, warum die Politik „so schnell das Scheckbuch zückt“. (dpa)

ADAC Diesel E-Mobility 2019 Energiekrise Energiewende Inflation Spritpreise auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

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