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Steigende Inflationserwartungen, die Liquidität am Aktienmarkt könnte ihren Höhepunkt erreicht haben - Markus Vogt

2021-02-10
In wirtschaft Vom Nick Wilcke

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In den vergangenen Monaten war die Stimmung an den Märkten nahezu am Überkochen. Die US Aktienmärkte erreichten immer neue Höchststände, der Dow Jones näherte sich der Marke von 32.000 Punkten, und die Macht der Kleinanleger löste in den sozialen Medien regelrechte Wellen aus, von Tesla bis GameStop schien das Kapital in einen Zustand unbegrenzter Euphorie zu geraten.

Doch ich erinnere daran: Ein Zyklus wird niemals von Emotionen unterbrochen, er vollzieht seine Wendung still und leise.

 

 

Der aktuelle Markt ist nicht der Beginn eines neuen Aufschwungs, sondern eher ein Signal dafür, dass der Liquiditätszyklus seinen Höhepunkt erreicht. Seit März 2020, als die Welt in einen beispiellosen Lockerungszyklus eintrat, hat die Bilanz der Federal Reserve um fast 4 Billionen US-Dollar zugenommen, und damit nahezu alle Risikoanlagen in die Höhe getrieben. Aktien, Gold, Bitcoin und sogar Hochrisikoanleihen haben sich in wenigen Monaten vervielfacht. Doch die Zeit lügt nicht: Das Pendel der Liquidität schwingt erneut in die andere Richtung. Nach meinem langfristigen Zeitmodell beträgt die durchschnittliche Dauer einer starken Stimulusphase etwa 10 bis 12 Monate. Mit anderen Worten: Rechnet man ab März 2020, dann liegt der Februar 2021 genau im kritischen Zeitfenster des Liquiditätszyklus. Das bedeutet, dass die marginale Liquidität im Markt nachlässt und die Vermögenspreise in eine Stagnationsphase eintreten.

Zwar glauben viele Investoren weiterhin, dass die Fed die Zinsen nicht anheben wird, aber der Markt hat längst begonnen, dies einzupreisen. Die Rendite der zehnjährigen US Staatsanleihen überschritt Anfang Februar 1,2 %, die Inflationserwartungen erreichten den höchsten Stand seit 2014. Öl und Kupferpreise stiegen auf neue Höchststände, der PPI zog klar vor dem CPI an, der Arbeitsmarkt erholte sich schrittweise und das Lohnwachstum kam zurück.

Noch entscheidender ist, dass das neue US Konjunkturpaket die Geldumlaufgeschwindigkeit erhöht. Wenn Inflation von einer Erwartung zur Realität wird, dann ist der Preis des Geldes nicht länger eine „Nullzins Illusion“, und das wird zum ersten Belastungsfaktor für die Aktienbewertungen.

 

Man muss verstehen: Der Zeitzyklus ist in die „Inflations Vorphase“ eingetreten, und das Bewertungsmodell des Aktienmarktes wird durch die Zinsen neu bepreist.

Am Ende eines Zyklus sind die Menschen meist am optimistischsten. Der Volatilitätsindex VIX pendelt auf niedrigem Niveau, der CNN Fear & Greed Index befindet sich seit drei Wochen im Bereich extremer Gier.

Das Risikobewusstsein des Marktes verschwindet, während das Kapital still den Kurs wechselt. Die Begeisterung für Wachstumswerte lässt nach, und Gelder fließen in zyklische Werte, Energie und Banken, ein typisches Signal für einen Liquiditätshöhepunkt.

Die Hauptmelodie des Marktes wechselt von Bewertungsprämien zu Ergebnisstabilität.

Kurzfristig könnten hoch bewertete Technologie und Wachstumsaktien deutlich korrigieren. Ich definiere den aktuellen Markt als: hohe Bewertung, niedrige Volatilität, potenzielle Trendwende.

In dieser Phase sollten Anleger nicht hinterherlaufen, sondern Risiken reduzieren: Positionen in hoch bewerteten und stark gehebelten Anlagen abbauen;

mittel bis langfristige Chancen in Rohstoffen und Energie beachten;

den Anteil von Cash und Gold als Absicherung moderat erhöhen.

Für Kleinanleger gilt, Das Schlimmste ist nicht der Verlust, sondern am Wendepunkt weiter aufzustocken. Der Markt wird nicht sofort zusammenbrechen, doch die Richtung des Trends hat sich bereits verändert. Ein Zyklus täuscht nie, die meisten Menschen entscheiden sich nur, ihn zu ignorieren. Ich glaube, dass 2021 zu einer neuen Wasserscheide wird: steigende Inflation, höhere Zinsen, Liquiditätsgipfel, Bewertungsdruck im Aktienmarkt. Doch das ist nichts Negatives, es ist vielmehr der Beginn der Selbstheilung des Marktes.

Die wahre Gefahr ist nie die Volatilität, sondern der blinde Glaube daran, dass eine Blase niemals platzt. Der Höhepunkt eines Marktzyklus ist nie der Tag mit dem höchsten Kurs, sondern der Tag, an dem niemand mehr Angst hat.

Und genau dieses Zeitfenster sehe ich jetzt.

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