Wednesday, Mar 18, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite wirtschaft Konjunktur: Dämpfer: If...

Konjunktur: Dämpfer: Ifo-Index sinkt - Wirtschaft regional gespalten

2025-09-25
In wirtschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Alle Gewinner der Oscar-Nacht: „One Battle After Another“ bekommt den Preis für den besten Film

Die besten Momente der Oscars 2026: Historische Siegerinnen, ein Leo-Meme und Witze über die Trumps

In Deutschland ist weiter keine Konjunkturerholung in Sicht: Eine Umfrage unter deutschen Unternehmen zur wirtschaftlichen Lage fällt überraschend negativ aus. Die schwache Konjunktur hinterlässt auch auf dem Arbeitsmarkt Spuren. 

Im September ist das Ifo-Geschäftsklima um 1,2 Punkte auf 87,7 Punkte gesunken, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Die rund 9.000 befragten Unternehmen haben sowohl die aktuelle Lage als auch die künftigen Geschäfte schlechter eingeschätzt. Vor allem für Dienstleister hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. 

Analysten hatten einen Anstieg erwartet

„Die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung erleidet einen Dämpfer“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Analysten waren von dem Rückgang überrascht. Sie hatten mit einem Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers auf durchschnittlich 89,4 Punkte gerechnet. 

Nach Angaben des Ifo ging in der Industrie die Zahl der Aufträge erneut zurück, und der kleine Aufwärtstrend bei Investitionsgüterherstellern habe sich wieder verflüchtigt. Besonders deutlich fiel die Skepsis im Bereich Transport und Logistik aus, wo sich viele Firmen mit sinkenden Margen und hohen Kosten konfrontiert sehen.

Hoffnung Bau?

Einen positiven Ausreißer habe es nur im Bauhauptgewerbe gegeben. Dort blickten die Firmen wieder etwas optimistischer auf die kommenden Monate und zeigten sich auch mit den laufenden Geschäften zufriedener.

Insgesamt aber steckt die deutsche Wirtschaft weiter fest. 2023 und 2024 war die Wirtschaftsleistung geschrumpft, auch 2025 bleibt das Bild schwach. Im zweiten Quartal sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent.

Regionale Unterschiede

Wie ungleich sich die Lage entwickelt, zeigen neue Zahlen der Statistischen Ämter. In sieben Bundesländern nahm die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab – darunter mit Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg gleich drei Schwergewichte, die zusammen mehr als die Hälfte des BIP ausmachen. Insgesamt stand damit für Deutschland in der Summe eine rote Null.

Einige Länder konnten sich jedoch positiv abheben. Das stärkste Wachstum verzeichnete Bremen mit 2,9 Prozent. Auch Mecklenburg-Vorpommern (2,0 Prozent), Berlin (1,3 Prozent) und Hamburg (1,1 Prozent) legten spürbar zu. Niedersachsen kam auf ein Plus von 1,0 Prozent, Thüringen auf 0,6 Prozent, Rheinland-Pfalz und Sachsen auf jeweils 0,1 Prozent.

Am anderen Ende der Skala stand das Saarland mit einem BIP-Minus von 1,9 Prozent, gefolgt von Brandenburg (minus 1,0) sowie Baden-Württemberg (minus 0,8) und Bayern (minus 0,4). In Sachsen-Anhalt ging es um 0,3 Prozent nach unten, in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein um je 0,2 Prozent. Hessen stagnierte bei ungefähr null.

Arbeitsmarkt im Umbruch

Nach einer Prognose des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird die Zahl der Erwerbstätigen 2026 erstmals seit Jahren sinken – um etwa 20.000. Bereits 2025 falle der Zuwachs mit nur 10.000 neuen Jobs deutlich geringer aus als in der Vergangenheit. Zugleich werde die Arbeitslosigkeit zwar zunächst steigen, im Verlauf des Jahres 2026 dann aber erstmals wieder zurückgehen.

Hintergrund der scheinbar widersprüchlichen Entwicklung ist der demografische Wandel: „Die Verknappung am Arbeitsmarkt zieht an, das Ausscheiden der Babyboomer kann nicht mehr kompensiert werden“, erklärt Enzo Weber, der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen.

Für 2025 erwartet das IAB ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent, für 2026 ein Plus von 1,1 Prozent. Die Effekte auf die Beschäftigung blieben aber begrenzt, da es schlicht weniger Arbeitskräfte gebe.

Verschiebungen zwischen den Branchen

„Die Möglichkeiten für einen Beschäftigungsaufbau sind im Vergleich zu früheren Rekordsteigerungen stark begrenzt“, sagt Weber. Zumindest bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erwartet das IAB aber einen weiteren Anstieg um jeweils 40.000 im laufenden und kommenden Jahr auf 34,98 beziehungsweise 35,02 Millionen Personen durch Teilzeitbeschäftigung.

Besonders das Produzierende Gewerbe gerate unter Druck, belastet durch die Transformation und den schwachen Außenhandel infolge der US-Zollpolitik. Für 2025 wird ein Rückgang um 130.000 Stellen erwartet, 2026 ein weiteres Minus von 70.000.

Anders sieht es im öffentlichen Dienst, in Erziehung und Gesundheit aus. Dort prognostiziert das IAB für 2025 einen kräftigen Zuwachs von 210.000 Stellen, 2026 sollen weitere 130.000 hinzukommen. Gründe seien der Ausbau der Kindertagesbetreuung und die alternde Gesellschaft. Damit zeigten sich zumindest in einzelnen Bereichen Chancen für Wachstum – auch wenn die gesamtwirtschaftliche Stimmung weiterhin von Zurückhaltung geprägt ist.

© dpa-infocom, dpa:250924-930-78157/2

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

Lena Goreliks Roman „Alle meine Mütter“ : Die Scham vor der eigenen Scham

2026-03-17

Auf einem Bild aus der Kindheit legt die Tochter die Arme um den Hals der Mutter, die Ältere auf dem...

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

„Würge mich“: Rumäniens ESC-Beitrag sorgt für Diskussionen

2026-03-17

Um den rumänischen Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest ist eine Debatte entbrannt. ...

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

Zum Tod des Sammlers Egidio Marzona: Sein Blick auf die Kunst veränderte die Dinge

2026-03-17

Wo Egidio Marzona war, war auch die Kunst. Schwer vorstellbar, ein Gespräch mit ihm zu führen, ohne ...

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

Brandstiftungen: Autobrände vor Gefängnissen – Prozess gegen vier Männer

2026-03-17

Nach mehreren Fahrzeugbränden vor Gefängnissen kommen vier Männer heute (9.30 Uhr) vor das Landgeric...

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

Neue Koalition: SPD und CDU besiegeln Koalition in Brandenburg

2026-03-17

Gut zwei Monate nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg wollen SPD und CDU ihr neues Bün...

Nächster Beitrag
Arbeitsmarkt: IAB erwartet weniger Arbeitslose im kommenden Jahr

Arbeitsmarkt: IAB erwartet weniger Arbeitslose im kommenden Jahr

EMPFOHLEN

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

Urlaub: Mietwagen zu Ostern teurer - in Österreich billiger

2026-03-17
Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

Debatte um Schienenmaut: Gutachten sieht keine Finanzierungslücke bei Umstellung von Voll- auf Grenzkosten

2026-03-17

MEISTGESEHEN

  • Verspätungen: So viel Entschädigung zahlte die Bahn 2025 an Reisende

    Verspätungen: So viel Entschädigung zahlte die Bahn 2025 an Reisende

  • Hessens Ministerpräsident zeigt sich skeptisch: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Finanzbranche: Unicredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor

  • Iran-Krieg: Spritpreise steigen am Wochenende leicht

  • Tarifverhandlungen Nahverkehr: Verdi ruft zu ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf

  • Vereinigung Cockpit: Piloten stimmen auch bei Eurowings für Streik

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.