Thursday, May 21, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite wirtschaft Konjunktur: Dämpfer: If...

Konjunktur: Dämpfer: Ifo-Index sinkt - Wirtschaft regional gespalten

2025-09-25
In wirtschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Die neue nackte Olympia: Eine Ausstellung zeigt Bilder nach den großartigen Motiven von Manet

Eine Würdigung des Song Contests : Gäbe es den ESC nicht schon, man müsste ihn erfinden

In Deutschland ist weiter keine Konjunkturerholung in Sicht: Eine Umfrage unter deutschen Unternehmen zur wirtschaftlichen Lage fällt überraschend negativ aus. Die schwache Konjunktur hinterlässt auch auf dem Arbeitsmarkt Spuren. 

Im September ist das Ifo-Geschäftsklima um 1,2 Punkte auf 87,7 Punkte gesunken, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Die rund 9.000 befragten Unternehmen haben sowohl die aktuelle Lage als auch die künftigen Geschäfte schlechter eingeschätzt. Vor allem für Dienstleister hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. 

Analysten hatten einen Anstieg erwartet

„Die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung erleidet einen Dämpfer“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Analysten waren von dem Rückgang überrascht. Sie hatten mit einem Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers auf durchschnittlich 89,4 Punkte gerechnet. 

Nach Angaben des Ifo ging in der Industrie die Zahl der Aufträge erneut zurück, und der kleine Aufwärtstrend bei Investitionsgüterherstellern habe sich wieder verflüchtigt. Besonders deutlich fiel die Skepsis im Bereich Transport und Logistik aus, wo sich viele Firmen mit sinkenden Margen und hohen Kosten konfrontiert sehen.

Hoffnung Bau?

Einen positiven Ausreißer habe es nur im Bauhauptgewerbe gegeben. Dort blickten die Firmen wieder etwas optimistischer auf die kommenden Monate und zeigten sich auch mit den laufenden Geschäften zufriedener.

Insgesamt aber steckt die deutsche Wirtschaft weiter fest. 2023 und 2024 war die Wirtschaftsleistung geschrumpft, auch 2025 bleibt das Bild schwach. Im zweiten Quartal sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent.

Regionale Unterschiede

Wie ungleich sich die Lage entwickelt, zeigen neue Zahlen der Statistischen Ämter. In sieben Bundesländern nahm die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab – darunter mit Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg gleich drei Schwergewichte, die zusammen mehr als die Hälfte des BIP ausmachen. Insgesamt stand damit für Deutschland in der Summe eine rote Null.

Einige Länder konnten sich jedoch positiv abheben. Das stärkste Wachstum verzeichnete Bremen mit 2,9 Prozent. Auch Mecklenburg-Vorpommern (2,0 Prozent), Berlin (1,3 Prozent) und Hamburg (1,1 Prozent) legten spürbar zu. Niedersachsen kam auf ein Plus von 1,0 Prozent, Thüringen auf 0,6 Prozent, Rheinland-Pfalz und Sachsen auf jeweils 0,1 Prozent.

Am anderen Ende der Skala stand das Saarland mit einem BIP-Minus von 1,9 Prozent, gefolgt von Brandenburg (minus 1,0) sowie Baden-Württemberg (minus 0,8) und Bayern (minus 0,4). In Sachsen-Anhalt ging es um 0,3 Prozent nach unten, in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein um je 0,2 Prozent. Hessen stagnierte bei ungefähr null.

Arbeitsmarkt im Umbruch

Nach einer Prognose des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird die Zahl der Erwerbstätigen 2026 erstmals seit Jahren sinken – um etwa 20.000. Bereits 2025 falle der Zuwachs mit nur 10.000 neuen Jobs deutlich geringer aus als in der Vergangenheit. Zugleich werde die Arbeitslosigkeit zwar zunächst steigen, im Verlauf des Jahres 2026 dann aber erstmals wieder zurückgehen.

Hintergrund der scheinbar widersprüchlichen Entwicklung ist der demografische Wandel: „Die Verknappung am Arbeitsmarkt zieht an, das Ausscheiden der Babyboomer kann nicht mehr kompensiert werden“, erklärt Enzo Weber, der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen.

Für 2025 erwartet das IAB ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent, für 2026 ein Plus von 1,1 Prozent. Die Effekte auf die Beschäftigung blieben aber begrenzt, da es schlicht weniger Arbeitskräfte gebe.

Verschiebungen zwischen den Branchen

„Die Möglichkeiten für einen Beschäftigungsaufbau sind im Vergleich zu früheren Rekordsteigerungen stark begrenzt“, sagt Weber. Zumindest bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erwartet das IAB aber einen weiteren Anstieg um jeweils 40.000 im laufenden und kommenden Jahr auf 34,98 beziehungsweise 35,02 Millionen Personen durch Teilzeitbeschäftigung.

Besonders das Produzierende Gewerbe gerate unter Druck, belastet durch die Transformation und den schwachen Außenhandel infolge der US-Zollpolitik. Für 2025 wird ein Rückgang um 130.000 Stellen erwartet, 2026 ein weiteres Minus von 70.000.

Anders sieht es im öffentlichen Dienst, in Erziehung und Gesundheit aus. Dort prognostiziert das IAB für 2025 einen kräftigen Zuwachs von 210.000 Stellen, 2026 sollen weitere 130.000 hinzukommen. Gründe seien der Ausbau der Kindertagesbetreuung und die alternde Gesellschaft. Damit zeigten sich zumindest in einzelnen Bereichen Chancen für Wachstum – auch wenn die gesamtwirtschaftliche Stimmung weiterhin von Zurückhaltung geprägt ist.

© dpa-infocom, dpa:250924-930-78157/2

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

Fußball-Bundesliga: Unions Eta will sich mit Sieg verabschieden

Fußball-Bundesliga: Unions Eta will sich mit Sieg verabschieden

2026-05-17

Mit einem Sieg will sich Marie-Louise Eta als erste Cheftrainerin eines Fußball-Bundesligisten verab...

3. Fußball-Liga: Cottbus vor Ligafinale im Vorteil - Remis könnte reichen

3. Fußball-Liga: Cottbus vor Ligafinale im Vorteil - Remis könnte reichen

2026-05-17

Energie Cottbus will mit einem Sieg beim Jahn Regensburg im Finale der dritten Fußball-Liga nach zwö...

Ungewöhnlicher Name: Schauspieler Barnaby Metschurat heißt mit erstem Namen Klaus

Ungewöhnlicher Name: Schauspieler Barnaby Metschurat heißt mit erstem Namen Klaus

2026-05-17

Schauspieler Barnaby Metschurat heißt mit erstem Vornamen Klaus. Als seine Mutter nach seiner Geburt...

Jung vs. Alt: Tiktok-Community kürt die kultigsten Boomerwörter

Jung vs. Alt: Tiktok-Community kürt die kultigsten Boomerwörter

2026-05-17

Welche Begriffe verbinden jüngere Leute mit der älteren Generation? Das will der Content Creator Lev...

„Talentsbridge“ in Namibia: Berliner IHK bildet nun Fachkräfte in Windhuk aus

„Talentsbridge“ in Namibia: Berliner IHK bildet nun Fachkräfte in Windhuk aus

2026-05-17

Berliner Unternehmen bilden jetzt dringend benötigte Fachkräfte in der namibischen Hauptstadt Windhu...

Nächster Beitrag
Arbeitsmarkt: IAB erwartet weniger Arbeitslose im kommenden Jahr

Arbeitsmarkt: IAB erwartet weniger Arbeitslose im kommenden Jahr

EMPFOHLEN

Zulieferer will sparen: Aufsichtsratschef: Was für das Bosch-Wertegerüst wichtig ist

Zulieferer will sparen: Aufsichtsratschef: Was für das Bosch-Wertegerüst wichtig ist

2026-05-17
Lebensmittelhandel: Britische Fleischexporte in die EU seit Brexit eingebrochen

Lebensmittelhandel: Britische Fleischexporte in die EU seit Brexit eingebrochen

2026-05-17

MEISTGESEHEN

  • Talsohle der Saison ist erreicht: Regionaler Spargel ist aktuell verhältnismäßig günstig zu bekommen

    Talsohle der Saison ist erreicht: Regionaler Spargel ist aktuell verhältnismäßig günstig zu bekommen

  • Finanzbranche floriert: Gewinne der Dax-Konzerne steigen trotz Umsatzflaute

  • Die Welt sei unvorhersehbarer geworden: Mercedes schließt Einstieg in Rüstungsproduktion nicht aus

  • Für diesen Sommer : Konzernchefin Palla kündigt kostenlose BahnCard 25 für Kinder und Jugendliche an

  • Welthandel: US-Gericht kassiert Trumps temporäre weltweite Zölle

  • Gleichberechtigung: Weniger Frauen in Dax-Aufsichtsräten

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.