Sunday, Feb 01, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite wirtschaft Nach Jahren der Krise:...

Nach Jahren der Krise: Deutsche Bank erzielt höchsten Gewinn seit 2007

2025-07-25
In wirtschaft Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Wenn das Pflegeheim plötzlich teurer wird: Was erlaubt ist und was nicht

Gründer der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt: Berliner Entertainment-Legende Holger Klotzbach ist tot

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal so viel verdient wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Nach überraschend guten Geschäften sieht sich Deutschlands größtes Geldhaus auf gutem Weg zu deutlich mehr Gewinn im laufenden Jahr. „Wir freuen uns sehr, sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr den höchsten Gewinn seit 2007 erzielt zu haben“, sagte Vorstandschef Christian Sewing in Frankfurt. „Damit sind wir auf Kurs, unsere Ziele für 2025 zu erreichen.“ 

Im zweiten Quartal entfiel auf die Aktionäre der Bank ein Gewinn von fast 1,5 Milliarden Euro und damit deutlich mehr als von Analysten erwartet. Ein Jahr zuvor hatte der Dax-Konzern wegen einer milliardenschweren Rückstellung im Streit um die frühere Postbank-Übernahme einen Verlust von 143 Millionen Euro verbucht. 

Vorsteuergewinn mehr als verdoppelt

Im ersten Halbjahr verdiente die Deutsche Bank unterm Strich knapp 3,3 Milliarden Euro und damit fast dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Vor Steuern waren es 5,3 Milliarden Euro. Das war mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor und etwa so viel wie im gesamten Jahr 2024. 

So steigerte die Bank ihre Erträge - also die gesamten Einnahmen - trotz der gesunkenen Zinsen im ersten Halbjahr um sechs Prozent auf 16,3 Milliarden Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr hat sich Sewing 32 Milliarden Euro vorgenommen und sieht dieses Ziel nun in Reichweite. 

Unter Sewing ist die lange Zeit krisengeschüttelte Bank, die über Jahre kaum einen Skandal in der Finanzbranche ausließ, in den vergangenen Jahren wieder auf die Beine gekommen. Der Preis dafür: Ein radikaler Konzernumbau seit 2019 samt dem Abbau Tausender Stellen. An der Börse stieg die einst tief gefallene Aktie der Deutschen Bank am Donnerstag deutlich auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. 

Starkes Investmentbanking

Zum jüngsten Gewinnanstieg trugen alle Geschäftsbereiche bei: Sowohl die Unternehmensbank als auch die Investmentbank, die Privatkundenbank und die Fondstochter DWS verdienten mehr als ein Jahr zuvor. Am meisten Vorsteuergewinn lieferte im ersten Halbjahr erneut das Investmentbanking ab, zu dem das Geschäft mit Beratung bei Fusionen und Übernahmen und der Handel mit Anleihen zählt. 

Dem Geldhaus gelang es zudem dank höherer Erträge, gesunkener Kosten und weniger Risikovorsorge für Kreditausfälle die Profitabilität zu steigern: Die Rendite auf das materielle Eigenkapital lag im zweiten Quartal bei 10,1 Prozent und im ersten Halbjahr sogar bei 11 Prozent - und damit über der Marke von 10 Prozent, die Sewing im laufenden Jahr übertreffen will. 

Stellenabbau und Filialschließungen

Der hatte im Januar ein neues Umbauprogramm angekündigt mit dem Titel „Deutsche Bank 3.0“. Das Management sieht Potenzial, durch schlankere Hierarchien und mehr Einsatz von Künstlicher Intelligenz Kosten zu senken. Erst im März hatte die Deutsche Bank angekündigt, dieses Jahr etwa 2.000 Stellen zu streichen und die Zahl der Filialen weiter zu reduzieren. 

Rechnet man Sonderposten wie die Rückstellungen im Postbank-Streit heraus, hielt die Deutsche Bank ihre Kosten nun im ersten Halbjahr mit 10,1 Milliarden Euro nahezu stabil. Dabei zehrten die gesamten Kosten konzernweit nur noch 62,3 Prozent der Erträge auf. 

Damit sieht Sewing sein Ziel in Reichweite, diese viel beachtete Effizienzquote im laufenden Jahr auf weniger als 65 Prozent zu drücken. Zum Vergleich: In den Jahren 2023 und 2024 hatte die Deutsche Bank für jeden Euro Ertrag noch mehr als 75 Cent aufwenden müssen. Nun will die Bank noch mehr Geld für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben. Sie habe bei der Aufsichtsbehörde einen weiteren Aktienrückkauf für das laufende Jahr beantragt. Wenn er genehmigt wird, könnten die Dividenden und Aktienrückkäufe die bislang für 2025 erwartete Gesamtsumme von 2,1 Milliarden Euro übersteigen. (dpa)

Aktien Deutsche Bank auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Pocket teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

2026-01-25

Jeder einmal auf dem Mond! Heinz Bolten-Baeckers muss Hellseher gewesen sein, als er das Versprechen...

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

2026-01-25

Der Grabstein, den ihm „seine Freunde“ gewidmet haben, würdigt ihn in großen Lettern als Kammergeric...

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

2026-01-25

Am 23. Januar 2026 ist der Impresario Holger Klotzbach nach schwerer Krankheit in Berlin gestorben. ...

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

2026-01-25

Die Musik ist zäh und langsam, fast schon einschläfernd. Im Normalfall ist eine solche Beschreibung ...

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

2026-01-25

Die 90. Grüne Woche geht in ihr letztes Wochenende. Heute und am Sonntag werden zum Abschluss der ze...

Nächster Beitrag
Elektroauto-Vorreiter: Musk verspricht nach Gewinnrückgang Robotaxi-Offensive

Elektroauto-Vorreiter: Musk verspricht nach Gewinnrückgang Robotaxi-Offensive

EMPFOHLEN

Glücksspiel oder Stromtarif: Mehr Verbraucher ärgern sich über verbotene Werbeanrufe

Glücksspiel oder Stromtarif: Mehr Verbraucher ärgern sich über verbotene Werbeanrufe

2026-01-25
Unternehmen: „Fatales Zeichen“: Warum SAP-Chef Klein vor der AfD warnt

Unternehmen: „Fatales Zeichen“: Warum SAP-Chef Klein vor der AfD warnt

2026-01-25

MEISTGESEHEN

  • Mobilität: Flaute bei Fahrschulen wegen geplanter Führerschein-Reform

    Mobilität: Flaute bei Fahrschulen wegen geplanter Führerschein-Reform

  • Geistiges Eigentum: Uhren und Porzellan: Schutz für regionale Industrieprodukte

  • Stahlbranche: US-Konzern will Stahlhändler Klöckner & Co kaufen

  • Folgen von Trumps Zöllen: Ökonomen sehen deutsche Wirtschaft weiter in Schockstarre

  • Inflationsrate fällt auf 1,8 Prozent: Günstigere Energie bremst Preisanstieg zum Jahresende

  • Drei große Reformen sind nötig: Wie Deutschland wieder wirtschaftlich erfolgreich werden kann

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.