Monday, May 04, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite wirtschaft 43,40 Euro pro Stunde:...

43,40 Euro pro Stunde: Arbeit kostet in Deutschland weiter mehr als im EU-Durchschnitt

2025-05-01
In wirtschaft Vom Felix Kiefer

ÄHNLICHE ARTIKEL

Eingerostete Gelenke, morgendliche Anlaufschmerzen: Die große Mehrheit der Älteren leidet darunter

Spiel über Fritz Bauer: Deutscher Computerspielpreis geht nach Berlin

Unternehmen in Deutschland zahlen für eine Arbeitsstunde im Schnitt 43,40 Euro. Die Arbeitskosten lagen 2024 damit rund 30 Prozent höher als im Durchschnitt der 27 EU-Staaten, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Seit 2022 habe sich beim relativen Abstand nahezu nichts verändert, heißt es. Im EU-weiten Kostenvergleich kommt Deutschland damit auf den siebten Rang, nach Position sechs im Jahr 2023.

Berücksichtigt werden bei dem Vergleich die Brutto-Lohnkosten und -Lohnnebenkosten, wie Renten- oder Krankenversicherungsbeiträge.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Die Kosten sind dabei stark sektorabhängig: Im verarbeitenden Gewerbe (48,30 Euro) wird der EU-Schnitt um 43 Prozent überschritten, in der Dienstleistungsbranche (42,10 Euro) nur um 26 Prozent. Der EU-Schnitt liegt insgesamt bei 33,50 Euro.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Hier sind die Arbeitskosten pro Stunde am höchsten:

  • Luxemburg: 55,20 Euro
  • Dänemark: 50,10 Euro
  • Belgien: 48,20 Euro

Am günstigsten ist Arbeitskraft für Unternehmen in folgenden Ländern:

  • Bulgarien: 10,60 Euro
  • Rumänien: 12,50 Euro
  • Ungarn: 14,10 Euro

In Polen sind die Arbeitskosten im vergangenen Jahr mit 19 Prozent am stärksten angestiegen, gefolgt von Kroatien (14 Prozent), Bulgarien und Rumänien (jeweils 13 Prozent). In Deutschland entsprach das Plus von 5 Prozent dem EU-Durchschnitt. „Das zeigt, dass die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei den Arbeitskosten absolut stabil ist“, sagt Alexander Herzog-Stein vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Kosten und Produktivität höher

Zudem weist der Arbeitsmarktexperte darauf hin, dass in stärker entwickelten Volkswirtschaften wie Deutschland zwar die Arbeitskosten höher sind, die Arbeitsproduktivität allerdings ebenfalls. Laut EU-Kommission gehören Luxemburg, Dänemark und Belgien zu den europäischen Ländern mit der höchsten Produktivität. Auch Deutschland liegt leicht oberhalb des EU-Durchschnitts. Bulgarien, Rumänien und Ungarn gehören zu den Schlusslichtern.

„Im Hinblick auf die Lohn- und damit die Arbeitskostenentwicklung geht, anderes als etwa von den anhaltend hohen Energiekosten, weiterhin keine Gefahr für die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland aus“, sagt Herzog-Stein.

Wirtschaftsverbände klagen trotzdem seit Monaten über schlechte Standortbedingungen. Neben der zu hohen Abgabe- und Steuerlast kritisieren sie unter anderem die im internationalen Vergleich hohen Energiepreise, zu viel Bürokratie, einen Mangel an Arbeitskräften und lange Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Auch der Arbeitsmarktexperte Alexander Herzog-Stein sieht die neue Bundesregierung in der Verantwortung: „Mit den finanziellen Möglichkeiten des neuen Sondervermögens Infrastruktur muss sie durch Investitionen in Infrastruktur und Bildung ihren Beitrag dazu leisten, dass auch in Zukunft die Produktivität in Deutschland hoch und so auch weiterhin langfristig die Grundlage für hohe Einkommen gesichert ist.“

Union und SPD wollen den Wirtschaftsstandort Deutschland mit Reformen wieder wettbewerbsfähiger machen. Zu den ersten und wichtigsten Maßnahmen gehören verbesserte Abschreibebedingungen für Firmen sowie eine Senkung der Strompreise. (mit Reuters)

ÄHNLICHE ARTIKEL

Die Komödie „Gavagai“ im Kino: Ist das gut gemeint oder schon Rassismus?

Die Komödie „Gavagai“ im Kino: Ist das gut gemeint oder schon Rassismus?

2026-05-01

Den Vorwurf der Bürgerlichkeit will Maja nicht auf sich sitzen lassen. Schauspiel und Theater sind z...

Konservative Zuschauer im Blick: Amazon denkt angeblich über Neustart der Trump-Show „The Apprentice“ nach

Konservative Zuschauer im Blick: Amazon denkt angeblich über Neustart der Trump-Show „The Apprentice“ nach

2026-05-01

Kommt Donald Trumps alte Erfolgsshow zurück? Der US-Konzern Amazon prüft laut Medienberichten einen ...

Tori Amos, Pigeon, Maya Hawke, The Black Keys: Die Alben der Woche im Soundcheck

Tori Amos, Pigeon, Maya Hawke, The Black Keys: Die Alben der Woche im Soundcheck

2026-05-01

Jeden Freitag stellen vier Popmusikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche ...

Zum Tod von Georg Baselitz: Der letzte große Expressionist

Zum Tod von Georg Baselitz: Der letzte große Expressionist

2026-05-01

Einfach eklig, diese Füße. Übergroß nehmen sie jeder eine ganze Leinwand ein: nackte, aufgeschwollen...

Mit 88 Jahren: Maler und Bildhauer Georg Baselitz gestorben

Mit 88 Jahren: Maler und Bildhauer Georg Baselitz gestorben

2026-05-01

Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, wie seine Galerie u...

Nächster Beitrag
Arbeitsmarkt-Statistik: Verhaltene Frühjahrsbelebung: Arbeitslosigkeit sinkt leicht

Arbeitsmarkt-Statistik: Verhaltene Frühjahrsbelebung: Arbeitslosigkeit sinkt leicht

EMPFOHLEN

Geschäftsbericht: Samsung erzielt höchsten Gewinn in Unternehmensgeschichte

Geschäftsbericht: Samsung erzielt höchsten Gewinn in Unternehmensgeschichte

2026-05-01
Jahresauftakt: VW zieht Bilanz fürs Quartal - Porsche und USA bremsen

Jahresauftakt: VW zieht Bilanz fürs Quartal - Porsche und USA bremsen

2026-05-01

MEISTGESEHEN

  • Einzelhandel: In Deutschland werden deutlich weniger Schnittblumen gekauft

    Einzelhandel: In Deutschland werden deutlich weniger Schnittblumen gekauft

  • Folgen des Iran-Krieges: Der Tankrabatt kommt – was man wissen muss

  • Reform des Heizgesetzes: Koalition vereinbart Kostenbremse für Mieter

  • Folge des Iran-Kriegs: Ifo: Material für deutsche Industrie wird knapper

  • Schwache Verkäufe in China und den USA: VW-Gewinn im ersten Quartal um 28 Prozent eingebrochen

  • Klimakonferenz in Kolumbien: Mehr als 50 Staaten forcieren Abkehr von Kohle, Öl und Gas

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.