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Fußball-Bundesliga: Ein Hamburg-Derby zum Vergessen: Nur Vuskovic-Wut bleibt

2026-01-25
In sport Vom admin

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Die Prognose von Merlin Polzin war nicht sonderlich gewagt. „Das ist kein Derby, was lange in Erinnerung bleibt“, sagte der HSV-Cheftrainer nach dem ereignisarmen 0:0 im Hamburger Stadtduell beim FC St. Pauli. Auch sein Kiezclub-Kollege Alexander Blessin hatte bei der Partie in der Kühlkammer Millerntor-Stadion wenig Denkwürdiges gesehen. „Das Spiel war dem Wetter entsprechend, es hat mich überhaupt nicht erwärmt“, meinte er sichtlich frustriert nach etwas mehr als 90 Minuten bei minus vier Grad. 

Wenn nicht der junge HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic nach dem Spiel wegen abschätziger Bemerkungen einiger St. Pauli-Fans über seinen wegen Dopings gesperrten Bruder in Rage geraten wäre, dann wäre der Abend gänzlich in Vergessenheit geraten.

Die 113. Auflage des traditionsreichen Duells der nur sieben Kilometer voneinander entfernten Vereine war eines der schwächsten und langweiligsten der vergangenen Jahre. Beide Mannschaften bewiesen eindrücklich, warum das Stadtderby diesmal auch ein Abstiegsderby der Fußball-Bundesliga war. 

Duell der offensivschwächsten Teams 

Kämpferisch war die Partie phasenweise okay, spielerisch ging vor 29.183 Zuschauern auf beiden Seiten aber kaum etwas. Das Spiel lieferte den Beleg, warum beide Teams die offensivschwächsten in der Liga sind. Der FC St. Pauli traf in 18 Spielen erst 16 Mal, der HSV einmal mehr. 

„Das war ein chancenarmes Spiel von beiden Mannschaft, nicht so richtig emotionsgeladen. Schon immer mal wieder, aber nicht über 90 Minuten“, sagte St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl. „Ich glaube, da gab es schon andere Derbys.“

Wem hilft der Punkt?

So wusste niemand mit dem Remis so richtig etwas anzufangen. „Wir nehmen am Ende den Punkt natürlich mit“, meinte Polzin (35). Der HSV steht mit weiter fünf Zählern Vorsprung auf den FC St. Pauli besser da. Von Entspannung kann beim Rückkehrer aber auch nicht die Rede sein.  

Noch gefährlicher ist die Situation des Kiezclubs. „Jeder kann die Tabelle lesen“, sagte St. Paulis Wahl. „Wir sind mit dem Punkt natürlich nicht zufrieden und nicht glücklich. Wir haben aber nicht mehr verdient.“

Blessins Mängelliste

Doch nicht nur tabellarisch ist die Lage bedenklich. Die Mängelliste, die Blessin nach dem Spiel aufführte, machte wenig Mut für die restliche Saison. „In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht reingekommen“, sagte er. 63 Prozent der Zweikämpfe seien vom HSV gewonnen worden. „Wenn wir hier von einem Abstiegsderby sprechen, dann kann das einfach nicht sein und dann ist es zu wenig.“ 

Sie seien weder in den zweiten Bällen und im Nachrücken gut und präsent gewesen noch im Vorwärtsverteidigen, führt er weiter aus. „Wir haben nur reagiert und nicht agiert.“ 

Kaum Zeit zum Verschnaufen

Dabei hatte der 52-Jährige seine Mannschaft auf einem guten Weg gewähnt nach dem leichten Aufwärtstrend im Dezember und den guten Leistungen in den beiden ersten Spielen des Jahres trotz der unglücklichen Niederlagen beim VfL Wolfsburg (1:2) und bei Borussia Dortmund (2:3). „Ich dachte, wir sind schon weiter“, klagte Blessin. „Wir waren vom Kopf her nicht präsent.“

Viel Zeit zum Hadern haben weder er noch seine Spieler. Schon am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) bestreitet der FC St. Pauli sein Nachholspiel gegen RB Leipzig. „Wir müssen jetzt auch einmal gucken, einen Dreier einzufahren“, sagte Blessin. 

Luka Vuskovic sauer auf St. Pauli-Fans

Am Ende des ereignisarmen Derbys blieb beinahe nur der wütende Luka Vuskovic nach dem Spiel als größter Aufreger im Gedächtnis. Der 18-Jährige war sauer auf Fans des FC St. Pauli, die seinen bis November wegen Dopings gesperrten Mario Vuskovic beleidigt haben sollen. Mario Vuskovic hat stets seine Unschuld beteuert. 

„Ich weiß nicht, was die Fans hier von St. Pauli denken. Es ist sehr respektlos, meine Familie, meinen Bruder zu beleidigen. Ich habe nichts Gutes über die Fans zu sagen“, beklagte sich der beste HSV-Spieler des Abends im Sender Sky. 

Anschließend ging das kroatische Ausnahmetalent aufgebracht zur Kabine und legte an St. Pauli-Fans gerichtet einen Zeigefinger auf den Mund, damit sie schweigen mögen. Im Kabinengang soll er dann gespuckt haben und daraufhin von St. Paulis Verteidiger Karol Mets und Co-Trainer Peter Nemeth mit einigen Worten bedacht worden sein. 

HSV-Trainer Polzin versteht Luka Vuskovic

Sein Trainer nahm Luka Vuskovic in Schutz. Er könne den Unmut von Vuskovic nachvollziehen, sagte Polzin. „Wenn man dann diese Sprüche, Worte, Aufforderungen, Gesten und dann auch teilweise Handlungen entgegengebracht bekommt, dann hat das nichts damit zu tun, wofür nicht nur beide Vereine stehen, sondern auch Hamburg als weltoffene Stadt stehen sollte.“ Das Thema sei zu wichtig. Deshalb gelte es sicherzustellen, dass „so etwas nicht wieder vorkommt“.

© dpa-infocom, dpa:260124-930-590543/1

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