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Gellendes Pfeifkonzert nach Abpfiff : Frankfurter Krise verschärft sich nach Niederlage gegen Hoffenheim

2026-01-25
In sport Vom admin

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Die TSG Hoffenheim hat dem Frankfurter Interimsduo Dennis Schmitt und Alex Meier das Trainerdebüt in der Fußball-Bundesliga kräftig verdorben. Trotz Führung unterlag die Eintracht den Kraichgauern 1:3 (1:0) und blieb damit auch im fünften Pflichtspiel des Jahres sieglos. Wie in den vorherigen vier Partien setzte es erneut drei Gegentore – und ein gellendes Pfeifkonzert nach Abpfiff. 

Arnaud Kalimuendo (18. Minute) hatte die Frankfurter Hoffnungen auf den ersten Sieg 2026 zunächst mit seinem tollen Treffer zum 1:0 genährt, doch Max Moerstedt (52.), Ozan Kabak (60.) und Aurèle Amenda (65./Eigentor) drehten die Partie zugunsten der Gäste. Für die Hoffenheimer, die als Tabellendritter weiter voll auf Champions-League-Kurs sind, war es vor 58.500 Zuschauern der erste Sieg in Frankfurt seit fast zehn Jahren.

Müder Beginn statt viel Wucht

Sein Team solle direkt in den ersten Minuten „das Stadion anzünden“, hatte Schmitt vorab gefordert, so „dass auch die Hoffenheimer überrascht sein werden, wie viel Wucht da kommt.“ Viel kam aber nicht von seiner Elf, die das Risiko ebenso scheute wie die Gäste. Bezeichnend für die müde Anfangsviertelstunde war, dass Uzun Szenenapplaus erhielt, weil er am eigenen Sechzehner einen Abstoß herausholte.

Immerhin wirkte die zuletzt arg kritisierte Defensive der Hessen zunächst etwas sicherer, eine Kernforderung Schmitts. „Die Jungs, die bereit sind, diesen Fußball zu spielen, auch das Tor so zu verteidigen, wie wir das den Jungs vorgeben, die werden mitgenommen – und die anderen eben nicht.“ Was im Vergleich zum 2:3 in der Champions League bei Karabach Agdam hieß, dass neben dem fleißigen Kalimuendo auch Aurèle Amenda und Farès Chaibi in die Startelf rotierten. Arthur Theate, Hugo Larsson und Ansgar Knauff blieben dafür zunächst draußen.

Uzun und Kalimuendo glänzen 

Quasi aus dem Nichts ging die effiziente Eintracht in Führung. Uzun lupfte den Ball über den sich vergeblich streckenden Kabak in den Lauf von Kalimuendo, der mit links wuchtig abschloss und Nationaltorhüter Oliver Baumann keine Abwehrmöglichkeit ließ. Für den Winterneuzugang von Nottingham Forest war es das erste Tor vor heimischer Kulisse. 

Hoffenheims beste Chance des ersten Durchgangs vergab Kabak, der den Ball nach Wout Burgers Eckstoß an den Pfosten köpfte (21. Minute). Die Elf von Trainer Christian Ilzer, der in seiner Anfangsformation auf Moerstedt und Kabak statt Tim Lemperle (krank) und Robin Hranac setzte, spielte gefällig nach vorn, fand in Eintracht-Torwart Kaua Santos aber zweimal ihren Meister. Sowohl gegen Asllani, vor allem aber bei Burgers Kopfball aus wenigen Metern, hielt der 22-Jährige stark.

Santos patzt beim Ausgleich

Den bis dahin guten Eindruck machte Santos nach der Halbzeit prompt zunichte. Bei Burgers Flanke eilte er zwar aus dem Tor, langte aber nur zögerlich hin, was Moerstedt per Kopf zum Ausgleich nutzte. Und die selbstbewussten Hoffenheimer legten nach. Kabak traf per Kopf zur Gästeführung, Vladimir Coufal kurz darauf den unglücklichen Frankfurter Amenda, der den Ball zum 3:1 für die TSG ins eigene Netz abfälschte.

„Wir woll’n euch kämpfen sehen!“, schallte es bereits nach dem 1:2 aus der heimischen Nordwestkurve, nach dem 1:3 setzte es die ersten Pfiffe. „Ich finde, dass wir supersexy sind“, hatte Sportvorstand Markus Krösche vor der Partie bei DAZN mit Blick auf die Trainersuche zwar gesagt. Nach dem fünften sieglosen Pflichtspiel in diesem Jahr steht aber vor allem fest, dass auf den neuen Chefcoach viel Arbeit wartet. (dpa)

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