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Es war einmal ein Fußballmärchen: Niclas Füllkrugs harter Kampf um ein Happy-End

2025-11-17
In sport Vom Kit Holden

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Fast auf den Tag genau ist es jetzt drei Jahre her, dass Niclas Füllkrug sein Nationalmannschaftsdebüt feierte. Im letzten Spiel vor der WM 2022 schoss der damals 29-Jährige gegen Oman das Siegtor und machte sich fast über Nacht zum Liebling der Nation. Er galt als modernes Fußballmärchen: ein Zweitliga-Routinier, der in kurzer Zeit zum Star geworden war.

Doch manchmal dreht sich der Fußball in bitteren Kreisen. Denn während das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann aktuell um die direkte Qualifikation für die WM im nächsten Jahr kämpft, ist Füllkrug schon zum zweiten Mal in Folge nicht dabei. Er schaut stattdessen aus London zu, wo er sich gerade von seiner neuesten Verletzung erholt und verzweifelt um sein Fußballmärchen kämpft.

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Als Füllkrug im Sommer 2024 für stolze 27 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu West Ham United wechselte, sollte es der nächste Höhepunkt seines rasanten Aufstiegs werden. Nach anderthalb Jahren in Ost-London droht der großartigen Spätzünder-Karriere aber nun das Ende.

Im „Claret and Blue“ von West Ham hat der Stürmer bisher nur 27 Einsätze gesammelt, die Mehrheit davon als Einwechselspieler. Nur dreimal hat er es über die volle 90 Minuten geschafft, die Torausbeute mit drei Treffern mager. Glänzen konnte er bei West Ham höchstens in den sozialen Medien, wo er in den Videos der Vereinskanäle oft als Spaßvogel auftaucht.

Woltemade ist der neue Füllkrug

Den holprigen 2:0-Sieg in Luxemburg hatte er selbst maßgeblich gesichert, entsprechend zufrieden war Nick Woltemade im Anschluss: „Ich bin sehr glücklich. Tore zu schießen, tut immer gut – jetzt auch zwei sehr wichtige Tore“, sagte Woltemade.

Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann wusste, wem er zu danken hatte: „Die zwei Tore waren gut, wichtig. Es ist auch sein Job. Den hat er erledigt, den hat er sehr gut gemacht. Viel mehr freut mich sein Fleiß. Er ist unglaublich viel angelaufen. Gerade, was seinen Fleiß angeht, hat er ein Sonderlob verdient.“

Woltemade hat jetzt die letzten drei Treffer für die DFB-Elf erzielt und ist im Team schon fast unersetzlich. Besonderen Druck vor dem Spiel am Montag gegen die Slowakei verspürt er deswegen aber nicht: „Ich habe sehr gutes Vertrauen in meine Fähigkeiten. Ich habe irgendwann mal aufgehört alles zu lesen und mache mir selbst keinen Druck. Schlussendlich hilft mir das am meisten.“ (dpa)

Das liegt zum einen am Verletzungspech. Schon einige Wochen nach seinem Wechsel musste Füllkrug mit einer Achillessehnenreizung zweieinhalb Monaten aussetzen. Später kamen Oberschenkel-Probleme dazu, und auch in dieser Saison hat er schon vier Spiele nach einem Muskelbündelriss verpasst. Mehr als acht Spiele in Folge stand der Deutsche bei West Ham noch nie zur Verfügung.

Doch auch wenn er fit war, konnte sich Füllkrug selten bis nie von seiner besten Seite zeigen. „Ich hoffe auf viele Flanken“, hatte der Stürmer kurz nach seiner Ankunft gesagt. Bei den Fans gab es Hoffnung, dass er – wie einst schon beim DFB – die langjährige Sehnsucht nach einem verlässlichen Mittelstürmer erfüllen könne. Doch alte deutsche Knipser-Tugenden allein bringen einen in der Premier League nicht besonders weit, und anders als etwa Nick Woltemade, fehlt es Füllkrug einfach an der nötigen Beweglichkeit.

Vor allem ist er – wie viele andere Spieler vor ihm – an einem chronisch dysfunktionalen Verein gescheitert. In den letzten anderthalb Jahren hat West Ham dreimal den Trainer gewechselt. Auch der umstrittene deutsche Technische Direktor Tim Steidten, der zu fast allen Trainern ein angespanntes Verhältnis pflegte, hat den Verein Anfang des Jahres verlassen. Es bleibt das Bild eines Klubs mit viel Geld, aber ohne jegliche strategische Ausrichtung.

Kehrt Füllkrug in die Bundesliga zurück?

Davon ist Füllkrug Opfer und Symptom zugleich. Einerseits ist er bei weitem nicht der erste hochklassige Stürmer, der im Chaos von West Ham nie Fuß fassen konnte. Als Deutscher und vermeintlicher Königstransfer ist er aber nun zum Sinnbild geworden für den Misserfolg der Ära Steidten. In Ost-London gibt es mittlerweile wenige, die ihm nachtrauern würden.

Konkurrenten um den Platz im deutschen Sturm: die beiden ehemaligen Bremer Niclas Füllkrug (li.) und Nick Woltemade

© IMAGO/Sven Simon

Und so macht sich auch Füllkrug nun ernsthafte Gedanken über einen Wechsel im Winter. „Rückblickend muss man sagen, der Transfer hat nicht funktioniert. Da müssen wir nichts schönreden“, sagte Füllkrugs Berater zuletzt im „TOMorrow Business“-Podcast. „Das muss immer im Zusammenspiel mit dem Verein passieren. Aber sagen wir mal so: Das kann, glaube ich, schon Sinn machen, dass man da was verändert.“

Laut übereinstimmenden Medienberichten soll West Ham nun die Freigabe für einen Wechsel im Januar gegeben haben. Mit dem FC Augsburg und dem VfL Wolfsburg soll es Interessenten aus der Bundesliga geben. Gleichzeitig wird über ein mögliches Tauschgeschäft mit dem AC Milan und dessen mexikanischen Stürmer Santiago Gimenez spekuliert.

Für Füllkrug wird es am wichtigsten sein, dass er nicht auf der Bank landet. Denn um seinen Traum von einer zweiten WM zu realisieren, braucht der Stürmer nun vor allem Einsätze. Das hat auch der Bundestrainer zuletzt ausdrücklich gefordert.

„Am Ende ist es bei Fülle wie bei jedem anderen: Er muss einfach spielen“, sagte Julian Nagelsmann Anfang der Woche. „In den letzten acht, neun Monaten hat er zu wenig gespielt, um den nötigen Rhythmus zu haben. Das spiegelt sich natürlich auch in seiner Quote wider, die nicht gut ist für einen Stürmer. Ob er seinen Rhythmus bei einem neuen Verein bekommt oder bei seinem jetzigen, das muss er selber wissen.“

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