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Klippenspringen in Singapur: Springende Mama Schmidbauer: „Es darf nichts schieflaufen“

2025-07-25
In sport Vom admin

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Auf einem Turm 20 Meter über dem Palawan Beach geht Iris Schmidbauer in den Handstand. Die 30-Jährige springt ab, zeigt zweieinhalb Salti, eine Doppelschraube und landet in einem Pool. Allerdings nicht so wie geplant. Hoch spritzt das Wasser auf, Schmidbauer ist enttäuscht, aber nicht verletzt.

Ihre elf Monate alte Tochter Leilani hat von all dem nichts mitbekommen. Eine Babysitterin passt auf sie auf. Schmidbauer ist Klippenspringerin und Mama. Ihr Sprung bei den Weltmeisterschaften in Singapur zeigt, wie nah bei ihrem Sport Glücksgefühle und Gefahr beieinander liegen.

Schmidbauer: „Es hängt schon alles an mir“

„Ich denke mir schon, es darf nichts schieflaufen. Ich habe keinen Backup, der sich dann um Leilani kümmert. Es hängt schon alles an mir“, sagt sie. „Klar kommt der Gedanke öfters. Aber wenn ich jetzt hier in meiner Zone bin, oben bin auf 20 Meter, denke ich da nicht drüber nach. Da kann ich auch mal vergessen, dass ich ein Kind habe.“ Schmidbauer ergänzt mit einem Lachen: „Das ist auch mal ganz schön.“

Aufhören war für sie nach der Geburt ihrer Tochter im vergangenen August keine Option. Als Leilani sieben Monate alt war, ging sie mit ihrer Mama auf Reisen. Nicht nach Frankreich, Spanien oder in die Niederlande - es ging direkt auf die Philippinen. Für Mutter und Tochter ein großes Abenteuer mit viel Ungewissheit. Es klappte.

Schlafmangel als Herausforderung

Auf ihrem Instagram-Account lässt Schmidbauer ihre Follower an den Reisen und den damit verbundenen Herausforderungen teilhaben. So berichtete sie auf dem Weg nach Singapur davon, dass Leilani krank sei. „Sie hat jetzt die letzten Tage ein bisschen Fieber gehabt. Aber ich denke, sie ist auf dem Weg der Besserung“, sagt Schmidbauer. Auch der Teamarzt kümmerte sich.

Die größte Herausforderung ist für sie der Schlafmangel. „Ich habe seit ihrer Geburt keine Nacht durchgeschlafen. Sie wacht mindestens viermal die Nacht auf“, sagt Schmidbauer. Auch das sieht sie jedoch locker: „Früher habe ich vor den Wettkämpfen nicht schlafen können, weil ich noch nicht so viel Routine hatte und Alpträume hatte. Jetzt ist es halt meine Tochter, die mich nachts wach hält.“

Schmidbauers Zukunft als Klippenspringerin offen

Zu Hause in Dresden wird Leilani morgens für drei Stunden betreut, wenn Schmidbauer trainiert. Wenn sie zu Wettkämpfen unterwegs sind, sucht sich die Sportlerin lokale Babysitter. Bei der WM übernimmt ein Sponsor die Kosten dafür.

Die Finanzierung ihres Lebens als Sportlerin mit Kind ist ein Thema, das Schmidbauer umtreibt. Vor Leilanis Geburt habe sie „gerade so“ von Sponsoren und Preisgeldern gelebt, hangelte sich von Wettkampf zu Wettkampf. Zwischendurch konnte sie auch mal einen Zusatz-Job übernehmen. Das ist jetzt nicht mehr so leicht. „Ich weiß nicht, wie es weitergeht finanziell – ob ich es mir leisten kann, den Sport weiterzubetreiben“, sagt Schmidbauer.

Klippenspringen oder High Diving, wie es bei der WM heißt, ist keine olympische Disziplin. Wie in vielen Sportarten träumen die Athletinnen und Athleten davon, dass sich das ändert - auch aus finanziellen Gründen. Ein Olympia-Status würde ganz andere Fördermöglichkeiten bieten. Konkret absehbar ist diese Entwicklung beim Klippenspringen derzeit aber nicht - auch wenn es immer wieder Gerüchte gibt.

© dpa-infocom, dpa:250724-930-833589/1

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