Saturday, Jan 31, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite politik „So kann man es eigentl...

„So kann man es eigentlich nicht mehr nennen“: Merz wünscht sich anderen Namen für mögliche Wiederauflage der „Groko“

2025-03-25
In politik Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Wenn das Pflegeheim plötzlich teurer wird: Was erlaubt ist und was nicht

Gründer der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt: Berliner Entertainment-Legende Holger Klotzbach ist tot

CDU-Chef Friedrich Merz wünscht sich für die von ihm angestrebte Regierungskoalition mit der SPD einen anderen Namen als „Groko“. „Eine ‘Groko’ kann man die geplante Koalition mit diesen knappen Mehrheiten im Parlament ja eigentlich nicht mehr nennen“, sagte der Unionskanzlerkandidat der „Bild“-Zeitung (Montagausgabe), mit Blick unter Verwendung der Abkürzung für eine Große Koalition aus Union und SPD.

Aus der SPD heißt es, man wolle sich lieber mit Inhalten auseinandersetzen statt mit der Namenssuche für Schwarz-Rot. Die Grünen sammeln derweil ironische Namensvorschläge für eine künftige Regierung aus Union und SPD.

Bislang schlossen sich die Parteien viermal zu einer großen Koalition zusammen. Die erste Auflage gab es 1966, die anderen drei großen Koalitionen im Bund folgten dann erst wieder unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Jahrzehntelange waren CDU und SPD immer größte und zweitgrößte Kraft im Bundestag. Da die AfD inzwischen allerdings mehr Sitze als die Sozialdemokraten hat, wäre heute genaugenommen eine schwarz-blaue Koalition die „große Koalition“.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

So groß wie früher wäre diese große Koalition ohnehin nicht mehr. Mit nur noch 45 Prozent würde eine Regierung aus CDU, CSU und SPD dieses Mal so geringe Zweitstimmenanteile repräsentieren wie in keinem der bisherigen vier Fällen. Eines aber bliebe gleich: Wieder wäre die Union die stärkere Kraft.

Auf die Frage, wie er das Bündnis mit der SPD stattdessen nennen würde, antwortete Merz: „Vielleicht schwarz-rote-Arbeitskoalition oder Koalition von Aufbruch und Erneuerung.“ Am Ende werde „sicher gemeinsam“ ein passender Name gefunden werden. „Aber jetzt kommt es erst einmal auf den Inhalt an.“

Der SPD ist der Name egal

SPD-Generalsekretär Matthias Miersch reagierte irritiert auf die von Merz angestoßene Namenssuche. „Ehrlicherweise sind mir die Inhalte, die wir jetzt gerade aushandeln, wirklich wichtiger“, stellte er in den Sendern RTL und ntv klar. Er sei sich aber ganz sicher, dass die Journalisten „uns einen super Namen geben werden“, fügte er hinzu. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.“

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann schlug vor, das Bündnis aus Union und SPD eine „Einfach-mal-machen-Koalition“ zu nennen. „Sie können auch sagen ‚Arbeitskoalition‘“, sagte Linnemann bei einer Pressekonferenz am Montag. „Wie die Koalition heißt, ist eigentlich egal. Entscheidend ist, dass gearbeitet wird“, gab Linnemann seinem SPD-Amtskollegen Miersch explizit recht.

Lang und Neubauer machen Namensvorschläge

Mit Ironie reagierte Grünen-Parteichef Felix Banaszak. Da Union und SPD den von Vizekanzler Robert Habeck ins Gespräch gebrachten Begriff „KleiKo“ für „kleine Koalition“ anscheinend nicht wollten, bot Banaszak Hilfe seiner Partei bei der weiteren Namenssuche an.

Banaszak forderte die Nutzerinnen und Nutzer der Social-Media-Kanäle der Grünen auf, dort Namensvorschläge zu machen. Für besonders gute Ideen stellte er eine nicht näher beschriebene „Belohnung“ in Aussicht. „Wir helfen ihm da gerne“, sagte Banaszak mit Blick auf Merz.

Mehr Politik sehen Sie hier

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

Die knalligste Idee kam von Banaszaks Vorgängerin Ricarda Lang, mit mehr als 10.000 Likes bei X. Sie schlug dort „Blackrot“ vor: Black für schwarz (CDU/CSU), rot für SPD. Allerdings klingt das auch stark nach „Blackrock“ – bei dem US-Finanzkonzern hatte Merz vor seiner Rückkehr in die Politik gearbeitet. „Black rot“ ist außerdem die englische Bezeichnung für Schwarzfäule, eine Pilzkrankheit bei Weinreben.

Klimaaktivistin Luisa Neubauer schlug bei Bluesky den Namen „Bro-Ko“ vor. Der FDP-Politiker Christian Dürr hatte in der vergangenen Woche schon von einer „Schuko“ als Abkürzung für „Schuldenkoalition“ gesprochen.

Vor dem Abschluss auf Arbeitsgruppenebene am Montag zeichnen sich in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD noch zahlreiche offene Fragen ab. Vor allem im Bereich Migration sowie Steuern und Finanzen gibt es offenbar noch Differenzen zu überbrücken.

Bis Montag um 17.00 Uhr sollen die insgesamt 17 Facharbeitsgruppen von Union und SPD ihre bisherigen Ergebnisse zu den Koalitionsverhandlungen einreichen. Danach werden übergeordnete Gruppen versuchen, Lösungen für strittige Themen zu finden. (Trf, AFP, dpa)

AfD Angela Merkel Deutscher Bundestag Friedrich Merz Große Koalition

ÄHNLICHE ARTIKEL

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

2026-01-25

Jeder einmal auf dem Mond! Heinz Bolten-Baeckers muss Hellseher gewesen sein, als er das Versprechen...

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

2026-01-25

Der Grabstein, den ihm „seine Freunde“ gewidmet haben, würdigt ihn in großen Lettern als Kammergeric...

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

2026-01-25

Am 23. Januar 2026 ist der Impresario Holger Klotzbach nach schwerer Krankheit in Berlin gestorben. ...

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

2026-01-25

Die Musik ist zäh und langsam, fast schon einschläfernd. Im Normalfall ist eine solche Beschreibung ...

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

2026-01-25

Die 90. Grüne Woche geht in ihr letztes Wochenende. Heute und am Sonntag werden zum Abschluss der ze...

Nächster Beitrag
Verfassungsschutz schreitet ein

Verfassungsschutz schreitet ein

EMPFOHLEN

„Kein Freifahrtschein für Blaumacher“: Kassenärzte-Chef plädiert für Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen

„Kein Freifahrtschein für Blaumacher“: Kassenärzte-Chef plädiert für Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen

2026-01-25
„Es geht um digitale Spanner-Aufnahmen“: Hubig will heimliches Filmen in Saunen oder am See strafbar machen

„Es geht um digitale Spanner-Aufnahmen“: Hubig will heimliches Filmen in Saunen oder am See strafbar machen

2026-01-25

MEISTGESEHEN

  • Militär: Pistorius verteidigt Bundeswehr gegen Trumps Nato-Kritik

    Militär: Pistorius verteidigt Bundeswehr gegen Trumps Nato-Kritik

  • „Höchste Gefahren für Leib und Leben“: Pistorius verteidigt Bundeswehr gegen Trumps Nato-Spott

  • Arzneimittel: Drohender Engpass bei Antibiotika - Sonderregeln

  • Pflege in Not: Hilfe darf keine Klassenfrage werden

  • Afrika braucht dringend mehr Unterstützung : Hilfsorganisationen schlagen Alarm – wer hört sie?

  • Aktuelles Politbarometer: Union weiter knapp vorn – deutliche Mehrheit gegen AfD-Minister­präsidenten

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.