Sunday, Feb 01, 2026
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
Startseite leben Nasse Haare, wärmender...

Nasse Haare, wärmender Glühwein: Wintermythen im Faktencheck

2025-11-25
In leben Vom admin

ÄHNLICHE ARTIKEL

Wenn das Pflegeheim plötzlich teurer wird: Was erlaubt ist und was nicht

Gründer der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt: Berliner Entertainment-Legende Holger Klotzbach ist tot

Wenn der Winter naht und mit ihm der erste Frost aufkommt, machen Kälte-Weisheiten die Runde: So sollen nasse Haare krank machen oder kalte Duschen vor Erkältungen schützen. Ein Faktencheck:

Mythos: Nasse Haare bei Kälte machen krank

Falsch. Es ist der Klassiker unter den Wintermythen und wissenschaftlich längst widerlegt. Erkältungen werden nicht allein durch Kälte oder nasse Haare bei kühlen Temperaturen verursacht, sondern immer durch Viren. Ohne Kontakt zu Erregern gibt es keine Infektion. Studien zeigen jedoch, dass eine starke Abkühlung der Körperoberfläche – etwa auch durch nasse Kleidung oder kalte Luft – die Durchblutung der Schleimhäute verringern kann. Dadurch kann die lokale Abwehr geschwächt werden und vorhandene Viren können sich leichter vermehren. Sich warm halten kann daher manchmal helfen. Doch: Eine Erkältung braucht immer einen Erreger.

Mythos: Kalte Duschen verhindern Krankheiten

Unklar. Die Idee klingt verlockend, doch wissenschaftlich ist sie kaum belegt. Eine niederländische Studie mit rund 3000 Teilnehmenden zeigte: Menschen, die täglich 30 bis 90 Sekunden kalt duschten, fühlten sich zwar fitter und berichteten subjektiv von weniger Krankheitstagen, objektiv waren sie aber nicht seltener krankgeschrieben.

Kalte Duschen können den Kreislauf anregen und kurzfristig die Durchblutung fördern, doch ein nachweisbarer Schutz vor Erkältungen fehlt. Fachleute raten: Wer es dennoch ausprobieren will, sollte langsam beginnen – etwa mit Wechselduschen, die den Körper Schritt für Schritt abkühlen.

Mythos: Frauen frieren schneller als Männer

Richtig. Diesmal stimmt der Volksmund tatsächlich. Frauen empfinden Kälte intensiver – aus biologischen Gründen. Männer besitzen mehr Muskelmasse und verbrennen dadurch mehr Energie, was Wärme erzeugt. Frauen hingegen haben meist einen höheren Fettanteil. Hinzu kommen hormonelle Schwankungen, die die Temperaturwahrnehmung beeinflussen.

Untersuchungen zeigen: Frauen empfinden Temperaturen um 24 Grad Celsius als angenehm, während Männer sich bereits bei 22 Grad wohlfühlen. Der Unterschied ist messbar – und nicht bloß Einbildung.

Mythos: Alkohol wärmt den Körper von innen

Falsch. Ein Glühwein oder Schnaps mag kurzfristig Wärme vorgaukeln – kühlt den Körper jedoch aus. Weil Alkohol die Blutgefäße in der Haut erweitert, fließt warmes Blut an die Oberfläche: Der Konsument fühlt sich wohlig temperiert. Doch dieser Effekt täuscht nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Die Wärme wird schneller an die Umgebung abgegeben, und als Folge sinkt die innere Körpertemperatur. Alkohol kann die natürliche Wärmeregulierung des Körpers stören.

Die Empfehlung lautet daher: Alkohol in der Kälte möglichst vermeiden – und sich lieber durch Bewegung oder warme Getränke ohne Alkohol aufwärmen.

Mythos: Bei Kälte ist der Blutdruck höher

Richtig. Die Höhe des Blutdrucks ändert sich im Laufe des Tages. Nach dem Aufwachen steigt er stark an und nimmt im Verlauf des Morgens weiter zu. Verschiedene Faktoren wie Geschlecht, Alter, Lebensgewohnheiten und das Umfeld beeinflussen den Blutdruck. Dazu gehören Temperaturunterschiede: „Im Winter ist er höher als im Sommer, da sich die Blutgefäße durch die Kälte verengen und somit einen Anstieg des Blutdrucks bewirken“, heißt es bei der Stiftung Gesundheitswissen.

Anhaltend hoher Blutdruck kann über längere Zeit Gehirn, Herz und Nieren stark schädigen, heißt es beim Herzzentrum an der Charité. Von Bluthochdruck spricht man, wenn die Werte dauerhaft über 140 zu 90 liegen. (dpa)

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per WhatsApp teilen auf Flipboard teilen

ÄHNLICHE ARTIKEL

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

„Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

2026-01-25

Jeder einmal auf dem Mond! Heinz Bolten-Baeckers muss Hellseher gewesen sein, als er das Versprechen...

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

2026-01-25

Der Grabstein, den ihm „seine Freunde“ gewidmet haben, würdigt ihn in großen Lettern als Kammergeric...

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

2026-01-25

Am 23. Januar 2026 ist der Impresario Holger Klotzbach nach schwerer Krankheit in Berlin gestorben. ...

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

2026-01-25

Die Musik ist zäh und langsam, fast schon einschläfernd. Im Normalfall ist eine solche Beschreibung ...

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

Agrarmesse: Letztes Wochenende der diesjährigen Grünen Woche steht an

2026-01-25

Die 90. Grüne Woche geht in ihr letztes Wochenende. Heute und am Sonntag werden zum Abschluss der ze...

Nächster Beitrag
Spanischer Fußball: Mbappé-Tor rettet Real – Remis bei Girona kostet Spitze

Spanischer Fußball: Mbappé-Tor rettet Real – Remis bei Girona kostet Spitze

EMPFOHLEN

Wenn das Pflegeheim plötzlich teurer wird: Was erlaubt ist und was nicht

Wenn das Pflegeheim plötzlich teurer wird: Was erlaubt ist und was nicht

2026-01-25
Gründer der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt: Berliner Entertainment-Legende Holger Klotzbach ist tot

Gründer der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt: Berliner Entertainment-Legende Holger Klotzbach ist tot

2026-01-25

MEISTGESEHEN

  • „Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

    „Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt: Ein Operettenhit als burleskes Silberflitterfest

  • 250 Jahre E.T.A. Hoffmann: Die süßen Schauer des Unheimlichen

  • Katharine Mehrling erinnert sich an Holger Klotzbach: Er zog Menschen an wie ein Magnet

  • CTM-Festival in Berlin: Blick in den amerikanischen Höllenschlung

  • „Es ist noch nicht zu spät“: Apotheker rufen vor Karneval zur Grippeimpfung auf

  • Migräne wird immer besser behandelbar: Doch die Therapie gehört in ärztliche Hände

KATEGORIE

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts
  • Sitemap

© 2026 Vom Express01.

  • sport
  • politik
  • wirtschaft
  • gesellschaft
  • leben
  • experts

© 2026 Vom Express01.